Panorama

Hessens" Horchposten gen Osten"Radarkuppel ist Besuchermagnet

13.07.2011, 07:45 Uhr
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Panorama-Plattform auf der Wasserkuppe. (Foto: dpa)

Vor rund zwei Jahren wurde Hessens höchster Aussichtspunkt auf der fast 1000 Meter hohen Wasserkuppe eröffnet. An der Außenwand des 24 Meter hohen Radoms, einer Radarkuppel aus den Zeiten des Kalten Krieges, kann man entlanglaufen - wenn man schwindelfrei ist.

Hessens höchster Aussichtspunkt auf der Wasserkuppe in der Rhön hat sich zum Besuchermagnet entwickelt. Allein im vergangenen Jahr hätten 10.000 Gäste die Panorama-Plattform und den Innenraum der stillgelegten Radarkuppel genutzt, sagte der Geschäftsführer des Betreibers Radom Flug-Gesellschaft, Hans-Ulrich-Enders. Die Angebote würden sehr gut angenommen.

Vor rund zwei Jahren wurde Hessens höchster Aussichtspunkt auf der etwa 950 Meter hohen Wasserkuppe eröffnet. Gegen eine Gebühr von zwei Euro pro Person können Besucher auf einem 60 Meter langen und drei Meter breiten Rundlauf an der Außenwand des 24 Meter hohen Radoms entlangspazieren.

Horchposten gen Osten

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Nach fast 50-jähriger militärischer Nutzung für Radarmessungen im Luftraum ist die Wasserkuppe seit Ende 1998 wieder in ziviler Hand. (undatiertes Archivbild der Radaranlagen der Bundeswehr) (Foto: picture-alliance / dpa)

Das Radom ist eine weithin sichtbare Landmarke. Die Radarkuppel stammt aus Zeiten des Kalten Krieges und diente den US-Amerikanern als Horchposten gen Osten. Später wurden die Radaranlagen von der Bundeswehr benutzt, bis sie im Juni 1998 abgestellt wurden. Ende des Jahres 1998 war die Wasserkuppe wieder in ziviler Hand. Das 1962 erbaute ältere Radom wurde im November 1998 abgerissen, die 1994 fertiggestellte zweite Kuppel wurde umgebaut, die Aussichtsplattform mit dem Umlauf errichtet. Eröffnet wurde die neue Besucherattraktion in Osthessen am 26. Juni 2009. Der Bau der Plattform kostete 215.000 Euro und wurde vom Land Hessen mit mehr als 100.000 Euro mitfinanziert.

In der alten Radarkuppel finden auch Führungen statt, zudem wird sie für kulturelle Veranstaltungen wie etwa Bilderausstellungen genutzt.

Quelle: abe/dpa