Panorama

US-Navy ist konsequentRauchverbot in U-Booten

31.12.2010, 09:19 Uhr

Die Qualmerei unter Wasser hat ein Ende: In U-Booten der US-Navy herrscht ab 2011 ein Rauchverbot. Der Anteil von Zigarettenrauch in der Luft sei einfach zu hoch, heißt es zur Begründung. Und damit nicht genug - ab 2012 dürfen auch weibliche Matrosen mitfahren.

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Auch in der USS Greeneville darf nicht mehr geraucht werden. (Foto: picture-alliance / dpa)

Schluss mit dem Rauchen, das ist für viele Menschen ein beliebter Vorsatz für das neue Jahr. Matrosen auf U-Booten der US-Marine haben ab Samstag in dieser Frage dagegen keine Wahl mehr: Auf Fahrt unter Wasser dürfen sie sich keine Zigarette mehr anzünden.

Trotz des Einsatzes von Filtern sei der Anteil von Zigarettenrauch in der Luft der U-Boote "inakzeptabel hoch", hatte der Kommandeur der U-Bootflotte der US-Navy, Vizeadmiral John Donnelly, bei der Ankündigung der Maßnahme im April gesagt. Nun herrscht an Bord aller 73 U-Boote striktes Qualmverbot.

Frauen dürfen 2012 an Bord

Rund 40 Prozent der 13.000 U-Boot-Matrosen der US-Marine rauchen - das sind doppelt so viel wie der Bevölkerungsdurchschnitt in den Vereinigten Staaten. Das US-Verteidigungsministerium hatte eigens eine Studie in Auftrag gegeben, um die Auswirkungen des Rauchens in U-Booten zu untersuchen.

Nach dem Rauchverbot müssen sich die Besatzungen von US-Unterwasserbooten bald noch auf eine weitere einschneidende Änderungen einstellen: Ab 2012 dürfen auch weibliche Matrosen unter Wasser mitfahren.

Quelle: AFP