Panorama

Absagen, Stornierungen, Umbuchungen Reiseanbieter stehen Kopf

Die Sperrung des deutschen Luftraums wegen der Aschewolke aus einem isländischen Vulkan wird ständig. Alle großen Reiseveranstalter mussten daher auch ihre Pauschalflugreisen vorerst absagen. Zehntausende gestrandete Fluggäste sind frustriert, die Reiseunternehmen helfen, so gut sie können.

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Am Flughafen Düsseldorf.

(Foto: dpa)

Die Fluggesellschaften und Reiseunternehmen haben durch das Chaos auf Europas Flughäfen alle Hände voll zu tun. Der Reiseveranstalter TUI hat vorerst alle Reisen abgesagt, die bis Sonntag um 10.00 Uhr starten sollten, unabhängig von der Fluggesellschaft. Allein auf Mallorca säßen 2800 Pauschalreisende des Unternehmens fest, sagte TUI-Chefreiseleiter Günther Wiesner in einer Erklärung. Sie reagierten "ruhig und verständnisvoll" und seien vom Unternehmen in Hotels untergebracht. "Soeben wurde entschieden, dass TUI aus Kulanzgründen zunächst einmal die Hotelkosten auch für die weitere Nacht von Samstag auf Sonntag trägt", sagte er in der Erklärung. Darüber hinaus könne jetzt noch nicht geplant werden.

Juristisch wasserdichte Formulierungen bieten die Reiseanbieter ihren Kunden jedoch nicht an. "Dies könne man auch nicht", sagte eine Sprecherin der Gesellschaft Express Travel International (E.T.I.) im Gespräch mit n-tv.de. Man hoffe, die Reisenden am Montag in den Süden fliegen zu können. Eine Garantie gebe es dafür nicht, da man keinen Einfluss auf die weitere Entwicklung der Luftverkehrssituation nehmen könne. Das große Wort der Stunde heißt offenbar Kulanz. Und die ist, wie man weiß, juristisch nicht einklagbar.

Der Reiseveranstalter Alltours (Duisburg) hat Hotline-Telefone eingerichtet und beantwortet rund um die Uhr Anfragen. Tausende Reisende erkundigen sich nach Alternativen, nachdem ihre Urlaubsflüge ausgefallen sind. Das Unternehmen spricht auf seiner Internet-Homepage ebenfalls von "höherer Gewalt" durch den Vulkanausbruch. Hier wird den Kunden jedoch ermöglicht, ihre Buchung zu stornieren oder umzubuchen. Müsse die Reise verkürzt werden, falle der Preis anteilig. Für Urlauber, die nicht aus ihrem Feriengebiet wegkämen, würden Übernachtungskosten "weitgehend übernommen".

Die Fluggesellschaft Air Berlin streicht mit Ausnahme einiger innerspanischer Verbindungen zunächst alle Flüge. Für Flüge bis einschließlich Sonntag sind kostenlose Umbuchungen oder Stornierungen möglich, teilt das Unternehmen mit.

Auch die Touristik der Rewe-Gruppe mit den Veranstaltern Dertour, Meier's Weltreisen, ADAC Reisen, ITS, Jahn Reisen und Tjaereborg, sagte alle Flugpauschalreisen mit zeitnahem Abflug ab. Die Reiseveranstalter böten eine Umbuchung auf spätere Termine an.

Quelle: ntv.de, ppo/dpa

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