Panorama

Vor Alaska auf Grund gelaufenRetter landen auf Plattform

03.01.2013, 10:06 Uhr
2013-01-02T132559Z-01-TOR900-RTRMDNP-3-ALASKA-SHIP-JPG8553511106399477881
Die Plattform liegt vor der Küste Alaskas. (Foto: Reuters)

Eine Ölplattform mit Hunderttausenden Litern Öl an Bord reißt sich los und läuft vor Alaska auf Grund. Die schwere See verhindert zunächst, dass sich Arbeiter nähern. Nun landet ein Rettungsteam, um die Chancen auf eine Bergung abzuschätzen.

Ein Rettungsteam ist auf der vor Alaska gestrandeten Ölplattform gelandet. Ruhigere Wetterbedingungen hätten den Einsatz zur Evaluierung der Situation an Bord der Plattform "Kulluk" erlaubt, teilt die gemeinsame Einsatzleitung von US-Küstenwache und dem Eigentümer Royal Dutch Shell mit. Der Einsatz solle Informationen für die Bergung liefern. Zudem habe ein Helikopter der Küstenwache ein Notschleppsystem auf der Plattform abgeliefert.

Die mobile Bohrplattform hatte sich am Montag bei schwerer See losgerissen, als sie gerade nach Seattle geschleppt wurde. Die Plattform lief anschließend nahe der Kodiak-Insel auf Grund. Laut einem Bericht des Senders KTUU hat die "Kulluk" rund 568.000 Liter Diesel und rund 45.000 Liter Öl und Hydraulikflüssigkeit an Bord. Die 18 Besatzungsmitglieder an Bord seien in Sicherheit gebracht worden. Die Plattform habe sich am Dienstag in einer aufrechten Lage befunden und schwanke "mit einer langsamen, aber stabilen Bewegung".

Der Kommandeur der Küstenwache in Alaska, Konteradmiral Thomas Ostebo, sagte, er habe die "Kulluk" zwei Mal überflogen und sei sich der entlegenen Lage, der schwierigen Wetterbedingungen und der Komplexität der Bergungsarbeiten bewusst. Er versicherte, es werde weiter gemeinsam daran gearbeitet sicherzustellen, dass die Plattform nicht länger eine Bedrohung der "unberührten maritimen Umwelt Alaskas" darstellt. Geleitet werden die Bergungsarbeiten vom Unternehmen Smit Salvage, das auf derartige Einsätze spezialisiert ist.

Quelle: ntv.de, AFP