San Francisco vor PendlerchaosRiss in der Bay Bridge
In einer Stahlaufhängung der kalifornischen Bay Bridge bei San Francisco gibt es einen Riss. Der Defekt könnte eine längere Schließung der vielbefahrenen Brücke nötig machen.
Ein Riss in einer Verstrebung der kalifornischen Bay Bridge, die San Francisco und die Nachbarstadt Oakland verbindet, könnte zu einer längeren Schließung der Brücke führen. Der Defekt in einer Stahlaufhängung der viel befahrenen Verkehrsader wurde am Wochenende bei einer Routineuntersuchung entdeckt, berichtete der "San Francisco Chronicle". Die Brücke war am Donnerstag für den Verkehr gesperrt worden, um an dem amerikanischen Feiertagswochenende eine seit langem geplante Umleitungstrasse in den östlichen Teil der Brücke einzubauen.
Brücke soll erdbebensicher werden
Eine Hälfte der 73 Jahre alten Brücke wird derzeit zur Erdbebensicherung neu gebaut. Mit riesigen Kränen wurde am Samstag ein fast 90 Meter langes Teilstück abmontiert und durch eine neue Trasse ersetzt. Das eingefügte Element brachte so viel Gewicht auf die Waage wie 16 New Yorker Freiheitsstatuen. Die Brücke, die täglich von rund 280.000 Menschen benutzt wird, sollte eigentlich am Dienstag wieder geöffnet werden. Der jetzt entdeckte Riss in der Aufhängung könnte dies allerdings verzögern und damit ein Pendlerchaos auslösen. "Es ist ein erheblicher Riss", sagte Bart Ney, der Sprecher der Verkehrsbehörde Caltrans.
Bei dem schweren Loma-Prieta-Erdbeben im Oktober 1989 war ein Stück der zweistöckigen Bay Bridge eingebrochen. Damals war die Brücke wochenlang für den Verkehr gesperrt. Eine doppelstöckige Schnellstraße, die zu der Brücke führte, stürzte ebenfalls ein. Insgesamt starben bei dem Erdbeben 67 Menschen, die meisten davon in den Straßentrümmern.