Panorama

Verstörende EistanznummerRussische Eistänzerin tanzt in KZ-Kluft

27.11.2016, 13:36 Uhr

Tatjana Nawka, Ehefrau von Kremlsprecher Dmitri Peskow, inszeniert für eine Show ein Stück aus ihrem Lieblingsfilm und trägt dafür eine KZ-Uniform. Dafür wird sie von Zuschauern gelobt, im Internet hingegen kommt ihre provokante Aufmachung gar nicht gut an.

Die russische Eistänzerin Tatjana Nawka, Ehefrau von Kremlsprecher Dmitri Peskow, sorgt kostümiert als KZ-Gefangene für Streit. Ihre Eistanznummer in gestreifter KZ-Kluft mit gelbem Davidstern wurde am Samstag in der Show "Ice Age" im Ersten Kanal des russischen Fernsehens ausgestrahlt.

Als der Clip sich im Internet verbreitete, warfen ihr viele entrüstete Nutzer Dummheit oder Zynismus vor. Vor allem russische Zuschauer lobten die Show der 41-Jährigen dagegen. Nawka selbst stellte Bilder ihres Auftritts auf Instagram und schrieb: "Das ist eine meiner Lieblingsnummern. Nach Motiven aus einem meiner Lieblingsfilme 'Das Leben ist schön'." Die Tragikomödie des italienischen Regisseurs Roberto Benigni von 1997 erzählt vom Überlebenskampf eines Häftlings in einem Konzentrationslager der Nazis.

Die israelische Zeitung "Jerusalem Post" nannte Nawkas Auftritt verstörend. Die ehemalige Weltmeisterin im Eiskunstlauf Nawka und der einflussreiche Kremlsprecher Peskow sind seit 2015 verheiratet. Sie halten ihre beiden Berufe getrennt. Die russische Öffentlichkeit mokiert sich gelegentlich über den teuren Lebensstil des Paares.

Quelle: ntv.de, sro/dpa

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