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Pakistaner sind empört Saudischer Prinz schießt 2000 seltene Vögel

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Weltweit gibt es nur noch 110.000 Kragentrappen.

Die Jagd auf Kragentrappen ist in Pakistan eigentlich verboten. Reiche Araber bekommen aber oft Ausnahmegenehmigungen, die seltenen Vögel zu schießen. Ein saudischer Prinz ist dabei nun deutlich übers Ziel hinausgeschossen.

Der saudische Prinz Fahd bin Sultan bin Abdulasis Al Saud hat laut einem Zeitungsbericht bei einer Jagd in Pakistan knapp 2000 Vögel einer gefährdeten Art geschossen. Der Adelige habe nur eine Erlaubnis für die Jagd von 100 Kragentrappen gehabt, berichtete die Zeitung "Dawn". Er habe zudem illegal in Schutzgebieten gejagt. Weltweit werde die Zahl der Kragentrappen auf nur 110.000 geschätzt.

Die Jagd von Kragentrappen ist in Pakistan prinzipiell verboten. Die Behörden vergeben aber jedes Jahr Ausnahmegenehmigungen für bestimmte Quoten besonders an Araber aus den Golfstaaten, wo das Fleisch der Vögel als Aphrodisiakum gilt. Die Tiere kommen vor allem in Zentralasien vor und überwintern in Pakistan.

"Dawn" übte scharfe Kritik an der Vergabe der Jagdlizenzen durch die pakistanischen Behörden und am Verhalten des Prinzen. "Die Handlungen des Prinzen entsprechen einem Hausgast, der Ihr herzliches Willkommen damit dankt, dass er Kricket in Ihrem Wohnzimmer spielt und breit grinsend neben einem Haufen kaputter Möbel und zerbrochenem Porzellan für ein Foto posiert", schrieb das Blatt.

Quelle: n-tv.de, vpe/dpa

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