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Fit für den Notfall Schweden verschickt Katastrophenbroschüre

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"Wir geben niemals auf": Schwedens Regierung bereitet die Bevölkerung auf den Notfall vor.

(Foto: picture alliance / Kathrin Decka)

Alle Haushalte Schwedens erhalten dieser Tage Post von den Behörden. Im Briefkasten landet dabei eine elfseitige Broschüre für Katastrophenfälle. Darin enthalten sind Einkaufslisten, Bevorratungstipps und ein Versprechen der Regierung.

Kartoffeln, Milchpulver und mindestens drei Liter Wasser pro Person und Tag - das sollte man in Schweden nach einer neuen Regierungsbroschüre für den Krisen- und Kriegsfall immer im Haus haben. Entsprechende Ratschläge der Zivilschutzbehörde werden seit dieser Woche an rund 4,8 Millionen schwedische Haushalte verschickt.

"Diese Broschüre soll uns helfen, besser vorbereitet zu sein auf alles von ernsten Unfällen, extremem Wetter und IT-Attacken bis hin zu militärischen Konflikten", erklärte die Behörde. Obwohl Schweden sicherer sei als viele andere Länder, seien Sicherheit und Unabhängigkeit bedroht.

Die 20-seitige Broschüre enthält nicht nur eine Checkliste mit Tipps zu Essen, Wasser, Wärme und Kommunikation, sondern auch Informationen zu Alarmsignalen und Schutzkellern. Schwedens Militär wird erklärt - und auch, dass jeder Einwohner zwischen 16 und 70 Jahren im Ernstfall zur Hilfe einbestellt werden kann. "Jeder ist verpflichtet, etwas beizutragen, und jeder wird gebraucht", heißt es.

Gewarnt wird vor falschen Informationen, mit denen Staaten und Organisationen Werte und Leben der Bevölkerung zu beeinflussen versuchten. Schweden werde nie aufgeben, heißt es in der Broschüre. Anderweitige Informationen seien falsch.

Ähnliche Informationen hatte Schweden bereits zwischen 1943 und 1961 an die Bevölkerung verteilt. In Deutschland veröffentlicht das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe Checklisten für Notfallvorräte.

Quelle: n-tv.de, jwu/dpa

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