"Mutter Heimat" in höchster GefahrStalingrad-Mahnmal könnte umkippen

Auf dem Mamajew-Hügel im südrussischen Wolgograd steht eine kolossale Statue, die von der Sowjetunion zum Gedenken an die Schlacht um Stalingrad errichtet wurde. Das riesige Denkmal könnte jeden Moment einstürzen.
Grundwasser im Sockel und Risse im Beton bedrohen nach Ansicht eines russischen Experten das gigantische Stalingrad-Mahnmal "Mutter Heimat ruft!" in Wolgograd. "Die Statue ist unberechenbar und kann jeden Moment einstürzen", sagte der Denkmalpfleger Wadim Zerkownikow der Zeitung "Moskowski Komsomolez".
Das 1967 errichtete Denkmal in der Partnerstadt von Köln und Chemnitz ist der wichtigste Ort zum Gedenken an die blutige Schlacht um Stalingrad zwischen der deutschen Wehrmacht und der sowjetischen Armee im Zweiten Weltkrieg.
Die Restauratoren hätten Kulturminister Wladimir Medinski auf den "kläglichen" Zustand der Statue auf dem Mamajew-Hügel aufmerksam gemacht, sagte Zerkownikow. Eine sofortige Instandsetzung sei unabdingbar. "Ansonsten verliert das Land nicht nur eines seiner Denkmäler, sondern eines der wichtigsten Symbole seines Sieges", warnte der Experte.
Im Februar hatte Kremlchef Wladimir Putin zu Füßen der 85 Meter hohen Frauengestalt an das Ende der Schlacht vor 70 Jahren erinnert.