Panorama

Absage an Weltklimakonferenz? Thunberg beklagt "Impfnationalismus"

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Thunberg kritisierte die ungleiche Verteilung von Impfstoffen weltweit.

(Foto: picture alliance/dpa)

Klima-Kämpferin Greta Thunberg erteilt der Weltklimakonferenz in Glasgow möglicherweise eine Absage. Dabei geht es der Schwedin vor allem um die ungleiche Verteilung von Impfstoff, die einigen Aktivisten eine Teilnahme unmöglich machen könnte.

Greta Thunberg zweifelt daran, ob die Weltklimakonferenz wie geplant Ende 2021 in Glasgow stattfinden sollte - und auch an ihrer eigenen Teilnahme. Natürlich würde sie liebend gerne an der COP26 im November teilnehmen, stellte die 18-jährige Schwedin auf Twitter klar. "Aber nicht, wenn nicht jeder unter den gleichen Bedingungen teilnehmen kann."

Thunberg kritisierte die ungleiche Verteilung von Impfstoffen weltweit. "Wenn Menschen nicht geimpft werden und reisen können, um gleichermaßen vertreten zu sein, ist das undemokratisch und würde das Problem verschlimmern", so Thunberg. "Impfnationalismus wird die Pandemie nicht lösen. Globale Probleme benötigen globale Lösungen."

Mit ihren Tweets stellte Thunberg auch einen BBC-Bericht klar, wonach sie nicht damit plane, Ende 2021 zur Weltklimakonferenz nach Glasgow zu reisen. "So wie es jetzt ist, denke ich nicht, dass ich zur COP kommen werde, weil das auf der richtigen Weise geschehen muss", hatte sie der britischen Rundfunkanstalt gesagt. Auf die Frage, was die britische Regierung mit der Konferenz tun solle, antwortete sie, dass der Gipfel nicht abgesagt, aber vielleicht verschoben werden solle.

"Am besten wäre natürlich, jeden so schnell wie möglich geimpft zu bekommen, damit alle unter gleichen Bedingungen teilnehmen können." Wenn die Weltklimakonferenz verschoben werden müsse, bedeute dies nicht, dass das notwendige dringende Handeln gegen die Klimakrise ebenfalls aufgeschoben werden müsse, schrieb Thunberg dazu auf Twitter. "Wir müssen weder auf Konferenzen noch auf irgendjemanden oder irgendetwas warten, um unsere Emissionen drastisch zu reduzieren. Solidarität und Handeln können heute beginnen."

Quelle: ntv.de, can/dpa

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