Panorama
Mittwoch, 11. April 2007

"Flic-Flac"-Artist verunglückt: Todesfall im "Powerzirkus"

Knapp zwei Wochen nach seinem Sturz vom Hochseil im Zirkus "Flic Flac" ist ein 39 Jahre alter Artist gestorben. Das teilte der Zirkus in Oberhausen (Nordrhein-Westfalen) mit. Der Kolumbianer hatte am 1. April beim Fall aus neun Metern Höhe bei einem Gastspiel in Dortmund schwere Kopf- und Rückenverletzungen erlitten. Der Artistengruppe sei es zunächst freigestellt, ob sie vorerst auf Auftritte verzichte, sagte Zirkussprecherin Iris Vollmann.

Die genauen Hintergründe des Unfalls sind noch unklar. Staatsanwaltschaft und Polizei ermitteln wegen fahrlässiger Tötung. Vollmann hatte kurz nach dem Unfall erklärt, der Artist sei nach dem Auftritt aus unbekannten Gründen noch einmal aufs Seil zurückgegangen. Das Sicherungsnetz am Boden war zu diesem Zeitpunkt bereits eingerollt.

Der nordrhein-westfälische Zirkus aus Bocholt wirbt als "Extrem- und Powerzirkus" mit spektakulären Nummern, die nicht ohne Risiko sind. "Unsere Zuschauer wissen, dass sie bei uns immer wieder etwas ganz Neues, Verrücktes und absolut Aufsehen erregendes erleben", sagt Zirkusgründer Benno Kastein. Im neuen Programm "No Limits" hatte die Gruppe des verunglückten Artisten eine Menschen-Pyramide mit sieben Artisten auf dem Hochseil formiert, was als Weltklasse-Nummer gilt. Allerdings sind in dem Zirkus seit 2003 aber auch schon sechs Artisten verunglückt. Fast immer gab es Knochenbrüche und schwere Verletzungen, nun den ersten Todesfall.

Quelle: n-tv.de