"Wir sind erschüttert"Trauer in Menden
Nach dem tragischen Unfall in Menden vor knapp einer Woche nehmen Angehörige und Mitglieder des Schützenvereins von zweien der drei Opfer Abschied. Die Ursache des Unfalls ist weiterhin ungeklärt.
Knapp eine Woche nach dem tragischen Schützenfest-Unfall im sauerländischen Menden hat die Stadt in bewegenden Trauerfeiern von zwei der drei Opfer Abschied genommen. "Wir sind erschüttert bis in die tiefsten Fasern unseres Wesens", sagte Pfarrer Reinhold Theune bei der Feier für das erste Opfer, einen 40 Jahre alten Familienvater. Er hinterlässt zwei kleine Kinder. Vergangenen Sonntag war ein 79-jähriger Autofahrer ungebremst mit seinem Wagen in eine Schützenparade gefahren, drei Männer starben, 50 wurden verletzt.
"Wir beten auch für die Verletzten"
Bei einer zweiten Feier gaben hunderte Trauernde und Abordnungen der Schützenvereine der Stadt dem zweiten Opfer, einem 69-Jährigen, die letzte Ehre. "Wir beten auch für die Verletzten, um die wir uns weiterhin Sorgen machen", sagte Pastor Wilfried Dönneweg.
Zwei 18 und 68 Jahre alte Mitglieder des Schützenvereins ringen immer noch um ihr Leben. Ihr Zustand habe sich aber mittlerweile etwas stabilisiert, sagte ein Sprecher der Iserlohner Polizei. Der 18-Jährige sollte im August eine Ausbildung beginnen. Sein künftiger Chef hat bereits angekündigt, dass der junge Mann erst einmal genesen solle. Bis dahin werde ihm der Ausbildungsplatz reserviert.
Als drittes Todesopfer des Unfalls war in der Nacht zum Mittwoch ein 34 Jahre alter Familienvater seinen Verletzungen erlegen.
Ursache immer noch unklar
Die Ursache des Unfalls ist auch weiterhin ungeklärt. Der 79-Jährige hatte nach Auskunft seines Anwalts einen "Blackout". Er stimmte mittlerweile zu, dass seine Ärzte befragt werden, teilte die ermittelnde Arnsberger Staatsanwaltschaft mit. Die 72 Jahre alte Ehefrau, die auf dem Beifahrersitz gesessen hat, steht immer noch unter Schock und konnte noch nicht befragt werden.
Außerdem warte man auf die Ergebnisse der Untersuchung des Unfallwagens und weiterer in den Unfall verwickelter Fahrzeuge. Die Polizei muss zudem eine Vielzahl an Zeugen befragen.