Panorama

Mindestens 13 ToteUnwetter am Schwarzen Meer

03.07.2006, 13:23 Uhr

Bei heftigen Unwettern sind in Rumänien und der Türkei mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen. Auch in Bulgarien mussten nach starken Regenfällen Urlauber in Sicherheit gebracht werden.

Bei heftigen Unwettern sind in Rumänien und der Türkei mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen. Auch in Bulgarien mussten nach starken Regenfällen Urlauber in Sicherheit gebracht werden, in einigen Regionen wurde der Notstand erklärt. Die Länder werden seit Tagen von Unwettern heimgesucht.

Nach heftigen Regenfällen an der bulgarischen Schwarzmeerküste ist in der Region des Urlaubsortes Nessebar bei Burgas der Notstand erklärt worden. Die Anordnung vom Sonntag galt zunächst für die nächsten 24 Stunden, wie der Staatsrundfunk in Sofia berichtete. In dem auf einer Halbinsel gelegenen Nessebar sowie im anliegenden großen Badeort Slantschew Brjag wurden Kellerräume und Erdgeschosse von Hotels und Ferienhäuser überlutet. Landstraßen und Ortswege wurden beschädigt.

40 Urlauber mussten von Campingplätzen um Nessebar in Sicherheit gebracht werden. Ein über die Ufer getretener kleiner Fluss hatte dort 25 Zelte überflutet. Vier Kinder konnten von einer Insel gerettet werden, nachdem sie wegen der Flutwelle nicht mehr zurückschwimmen konnten. In den Badeorten Obsor und Primorsko standen viele Hotels unter Wasser. Teile der Landstraße entlang der Schwarzmeerküste nördlich von Burgas waren überflutet. Fünf Dörfer in der Region blieben ohne Strom.

Überschwemmungen in der Türkei

Bei Überschwemmungen im nordosttürkischen Schwarzmeergebiet ertranken mindestens fünf Menschen. Ein Ehepaar kam in einem Auto ums Leben, das beim Passieren einer überfluteten Brücke vom Wasser mitgerissen wurde, wie die türkische Nachrichtenagentur Anadolu am Sonntag berichtete. In der Provinz Samsun starb ein Ortsvorsteher, dessen Auto bei der Rückkehr von einer Dorfhochzeit von einem Erdrutsch erfasst und in einen Fluss geschleudert wurde. Bereits am Freitag war in derselben Provinz der Imam eines Dorfes mit seinem zwei Monate alten Baby fortgespült worden. Beide ertranken. Durch die Wassermassen wurden zahlreiche Straßen überflutet, vereinzelt stürzten Brücken und auch Häuser ein.

Viele Tote in Rumänien

In der nordrumänischen Region Suceava starben mindestens acht Menschen durch Unwetter, weitere vier wurden am Sonntag noch vermisst, berichtete der Fernsehsender Realitatea TV. Nach Angaben des Innenministerium mussten 535 Menschen in Sicherheit gebracht werden. Von den Wassermassen seien landesweit rund 2700 Häuser und Gehöfte in 45 Ortschaften überschwemmt oder zerstört worden.

In der Hauptstadt Bukarest standen Straßen und Unterführungen unter Wasser, nachdem es in kürzester Zeit 48 Liter pro Quadratmeter geregnet hatte. In der Schwarzmeerstadt Constanta stand der öffentliche Verkehr wegen überfluteter Straßen still. 27 Ortschaften waren am Sonntag noch ohne Strom. Die Unwetter hatten landesweit 110 Umspannwerke beschädigt, hieß es.