Was sonst noch passierteVenezianisches Pinkelpech
Einen Kirschkern zu entsorgen oder einem menschlichen Bedürfnis nachzugehen, klingt erstmal harmlos. Aber so manch einer ist einfach zur falschen Zeit am falschen Ort. Auch Tiere befinden sich manchmal an eher ungewöhnlichen Orten, die sie sich aber im Gegensatz zum Menschen nicht selber ausgesucht haben - oder etwa doch?
Einen Kirschkern zu entsorgen oder einem menschlichen Bedürfnis nachzugehen klingt erstmal harmlos. Aber so manch einer ist einfach zur falschen Zeit am falschen Ort. Auch Tiere befinden sich manchmal an eher ungewöhnlichen Orten, die sie sich aber im Gegensatz zum Menschen nicht selber ausgesucht haben - oder etwa doch?
Ein Tourist aus Portugal hat in Venedig Pech beim Pinkeln gehabt: Ausgerechnet während der Mann sich in einen der romantischen Kanäle erleichterte, kam der Bürgermeister der Lagunenstadt, Massimo Cacciari, vorbei. Laut italienischen Medienberichten vom Dienstag stellte der Bürgermeister den Mann empört zur Rede und ließ ihm dann durch die Straßenpolizei ein Bußgeld von 50 Euro verpassen. "Ich habe ihn darauf hingewiesen, dass er sich bei sich zu Hause wohl auch nicht so verhalten würde", sagte Cacciari. Der Bürgermeister der Lagunenstadt war kürzlich vom Minister für Öffentlichen Dienst, Renato Brunetta, kritisiert worden, er sei für Venedigs heruntergekommenen Zustand verantwortlich.
Gefährliches Kirsch-Kern-Weitspucken
Weniger glimpflich verlief die Freizeitbeschäftigung eines Hessen: Weil er beim Kirschkern-Weitspucken zu viel Anlauf genommen hat, ist in Rodgau ein Mann vom Balkon gefallen und hat sich schwer verletzt. Nach Angaben der Polizei vom Montag hatte sich der 50-Jährige am Freitag an dem innerfamiliären Wettbewerb beteiligt, viel Schwung geholt und nach dem Ausspucken nicht mehr bremsen können. Er fiel auf die Straße und musste mit einem Beckenbruch ins Krankenhaus. Wie tief genau der Mann gestürzt ist, wusste die Polizei nicht zu sagen. Aber er habe trotz allem ein Riesenglück im Unglück gehabt", sagte ein Polizeisprecher.
Abgestelltes Löwenbaby
Einen anderen Problem stand die Polizei in einem Moskauer Hinterhof gegenüber. Ein Löwen-Junges war dort von einem Betreuer für mehrere Stunden ohne Aufsicht abgestellt worden. Nachbarn hatten die Polizei gerufen, deren Vertreter zuerst mut- und ratlos vor der Holzkiste mit dem etwa 50 Kilogramm schweren Löwenjungen standen. Das Rätsel um den vermeintlich herrenlosen Löwen löste sich indes schnell. Das junge Raubtier sollte vom Zoo in Omsk zum Tierpark nach Kaluga gebracht werden - per Bahn, und mit Zwischenstation in Moskau. Da der zugesagte Transporter nicht am Bahnhof in Moskau gewartet hatte, hatte sich der Begleiter des Löwen auf die Suche nach einem geeigneten Fahrzeug gemacht und die Löwenkiste kurzerhand in einem Hinterhof neben dem Bahnhof abgestellt.
Die Diebstahlsicherung sah der Begleiter im eigentlichen Inhalt der Kiste. "Wer traut sich schon an diese Kiste heran", meinte er. Da der Mann die notwendigen Papiere vorzeigen konnte, durfte er die Reise mit dem kleinen Löwen fortsetzen.
Kater liebt Busfahren
Eigentlich sollte er auf Mäusejagd gehen, aber ein Kater aus Südengland verbringt seine Tage lieber mit Busfahren. Kater "Casper" reiht sich schon seit Monaten an einer Bushaltestelle in Plymouth in die Schlange der Pendler ein, trottet dann in das Fahrzeug und macht es sich auf einem Sitz bequem. Die Passagiere hätten sich schnell daran gewöhnt und niemand fühle sich von dem Tier gestört, teilte ein Busunternehmen aus der Grafschaft Devon mit. Wie die britische Nachrichtenagentur PA am Mittwoch berichtete, ist "Casper" mittlerweile bei den Busfahrern so bekannt, dass sie auf der Rückfahrt wissen, wo sie das Tier aussteigen lassen müssen.
"Caspers" Frauchen Susan Finden hatte erst kürzlich von den außergewöhnlichen Vorlieben ihres Vierbeiners erfahren. "Er liebt Menschen. Und ich weiß zwar nicht warum, aber er mag auch große Fahrzeuge wie Laster oder Busse." Laut Busfahrer Rob Stonehouse ist "Casper" ein vorbildlicher Fahrgast: "Normalerweise rollt er sich am Ende des Busses zusammen. Manchmal rennt er auch zwischen den Beinen der Leute umher, aber er hat nie Probleme bereitet."