Panorama

Tod durch ErschießenVerurteilter in Utah wählt

24.04.2010, 09:39 Uhr

Giftspitze oder elektrischer Stuhl, für einen Todeskandidaten aus Utah war die Todesart seiner Wahl noch nicht dabei.

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Die Hinrichtungen finden normalerweise in diesem Ambiente statt. (Foto: picture alliance / dpa)

Ein Todeskandidat im US-Bundesstaat Utah soll auf eigenen Wunsch durch Erschießen hingerichtet werden. Eine Gerichtssprecherin in Salt Lake City bestätigte, dass die Behörden dem Ersuchen von Ronnie Lee Gardner nachkommen werden, obwohl Erschießen nicht mehr den Praktiken des Staates entspricht. Seit 2004 werden Hinrichtungen in Utah mit der Todesspritze ausgeführt.

Gardner war jedoch - vor 25 Jahren - zu einem Zeitpunkt verurteilt worden, als Verurteilte die Art ihrer Hinrichtung noch wählen durften. Er hatte beim Fluchtversuch aus einem Gerichtssaal einen Richter getötet. Die Hinrichtung soll am 18. Juni stattfinden.

Der Bundesstaat hatte das Gesetz geändert, um die hohe Aufmerksamkeit zu umgehen, die Erschießungen stets mit sich gebracht hatten. Die letzte Hinrichtung dieser Art gab es nach Informationen der "Salt Lake Tribune." in Utah 1996.

Quelle: dpa