Panorama

Lama-Art in großer Gefahr Vikunjas für Luxusmode geopfert

Die Wolle der Vikunjas gilt als die beste der Welt. Wer einen Schal oder Pullover aus Vikunjawolle besitzen möchte, muss sehr viel bezahlen. Für Wilddiebe ein lohnendes Geschäft. In Peru wurden in den letzten vier Jahren 2000 Tiere getötet.

Vikunjas bilden eine eigene Gattung. Lamas, Alpakas und Guanakos gehören zur Gattung der Lamas.

Vikunjas bilden eine eigene Gattung. Lamas, Alpakas und Guanakos gehören zur Gattung der Lamas.

In Peru bringen Wilddiebe eine geschützte Lama-Art in Gefahr: Allein in einer Woche seien etwa 150 der für ihr feines Haar bekannten Vikunja in einem Gatter in der Gemeinde Ocana getötet worden, sagte der Gemeinderatsvorsitzende Wilder Mitta laut peruanischen Medienberichten.

Im Februar hätten die Täter bis zu 180 dieser Tiere in der benachbarten Gemeinde Laramate gewildert. Mitta forderte den Einsatz von Bürgermilizen zur Verteidigung der mit einer Widerristhöhe von rund einem Meter vergleichsweise kleinen Tiere. Ein Kilogramm Vikunja-Haar, das für Luxusmode verarbeitet wird, bringt auf dem heimischen Markt umgerechnet 600 Euro und international sogar rund 3000 Euro.

In den vergangenen vier Jahren wurden in Peru nach offiziellen Angaben 2000 Vikunjas gewildert, was einen enormen Anstieg bedeutet. Die meisten Tiere dieser Art, die auch mit Kamelen verwandt sind, leben in der peruanischen Ayacucho-Region südöstlich von Lima. Vikunjas stehen unter Schutz und dürfen nicht gejagt werden. In Peru leben nur etwa 140.000 Exemplare, verglichen mit rund drei Millionen Alpakas.

Quelle: n-tv.de, AFP

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