Panorama

26 Tote bei Supermarktbrand Waren die Türen abgeschlossen?

Nach dem Großfeuer in einem Supermarkt in Kenias Hauptstadt Nairobi sind in den Trümmern 26 Tote geborgen worden. Die Aufräumarbeiten wurden fortgesetzt. Nach Angaben des kenianischen Roten Kreuzes haben Angehörige nach dem Brand am Mittwoch insgesamt 47 Menschen als vermisst gemeldet. Es wird angenommen, dass sie bei der Feuersbrunst umkamen. Nur ein Toter konnte bisher identifiziert werden: Ein Angestellter des Supermarktes war vom Dach gesprungen und hatte sich das Rückgrat gebrochen.

Polizeisprecher Eric Kiraithe sagte, die Polizei gehe dem Vorwurf nach, dass die Mitarbeiter des Supermarkts bei Ausbruch des Brandes die Türen verschlossen hätten, um Plünderungen zu verhindern. Die Supermarktkette Nakumatt hatte dies dementiert.

Das Feuer war am Mittwochnachmittag ausgebrochen und hatte sich in dem beliebten Supermarkt in der Innenstadt rasend schnell ausgebreitet. Dabei wurden offenbar Kunden und Angestellte des Geschäftes im Untergeschoss von den Flammen eingeschlossen. Mehrere Leichen seien zusammengedrängt in der Nähe der einzigen Treppe gefunden worden, die ins Obergeschoss führte, berichtete die Zeitung "Daily Nation".

Überlebende erzählten, sie hätten eine Explosion gehört, bevor die Flammen durch das Gebäude rasten. Verwandte der Vermissten berichteten von schrecklichen Telefonanrufen, in denen ihre Angehörigen sagten, sie könnten nicht mehr hinaus. Die 20-jährige Jami Kali habe ihren Mann angerufen und geschrien: "Daddy, wir verbrennen." Dann sei die Telefonleitung tot gewesen, schreibt die Zeitung. In der Öffentlichkeit wird vor allem die schlechte Ausrüstung der Feuerwehr kritisiert - eine Ausstattung wie im 18. Jahrhundert, heißt es in den Medien.

Quelle: n-tv.de

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