Zwei Tote in HamburgWasserflugzeug verunglückt
Im Hamburger Hafen ist ein Wasserflugzeug verunglückt. Eine Frau und ein Mann kamen ums Leben, der Pilot konnte sich retten. Über die Ursachen des Unglücks wurde zunächst nichts bekannt.
Tragisches Ende eines Rundflugs über den Hamburger Hafen: Ein Wasserflugzeug ist in der Hafencity verunglückt, dabei kamen eine Frau und ein Mann ums Leben. Beide konnten sich nicht mehr selbst aus der unter dem Wasser treibenden Kabine befreien, wie ein Feuerwehrsprecher berichtete. Erst den Einsatzkräften von Polizei und Feuerwehr gelang es, die beiden Insassen aus dem Flugzeug zu holen. Der Pilot hatte sich noch selbst retten können.
Ob die Maschine abstürzte oder kenterte, ob das Unglück beim Start oder bei der Landung passierte und wie es dazu kam - vieles war in den ersten Stunden nach dem Unglück zunächst noch unklar. Vor drei Jahren war es im Hamburger Hafen schon einmal zu einem Unfall mit einem Wasserflugzeug gekommen, mit dem Touristen regelmäßig zu Rundflügen aufbrechen. Damals starben fünf Menschen.
Kopfüber im Wasser
Um 12.56 Uhr ging der Alarmruf bei der Polizei ein, wenig später bei der Feuerwehr. Als die ersten Einsatzkräfte an der Unglücksstelle am Versmannkai in der Hafencity eintrafen, trieb das Flugzeug vom Typ Cessna 206 kopfüber im Wasser - nur noch von den Schwimmern gehalten. Mit Fangleinen stürmten die Rettungskräfte sofort zu der Maschine und versuchten, die unter Wasser eingeschlossenen Passagiere in Sicherheit zu bringen. "Doch die Rettung gestaltete sich aufgrund des hohen Wasserdrucks äußerst schwierig", beschrieb der Feuerwehrsprecher die dramatischen Minuten.
Schließlich gelang es ihnen, die Frau und den Mann herauszuholen. Kaum hatten sie die Opfer im Schlauchboot, begannen die Retter, die beiden zu reanimieren. Sie wurden ins Krankenhaus gebracht, wo sie jedoch starben. Um die wartenden Angehörigen kümmerten sich Helfer. Der Pilot selbst erlitt einen Schock.
Großaufgebot am Unglücksort
Polizei und Feuerwehr waren mit einem Großaufgebot zum Unglücksort ausgerückt. Mit der Bergung des Flugzeugs konnten sie zunächst noch nicht beginnen. "Erst schaut sich die Luftfahrtunfallkommission die Maschine an", berichtete der Feuerwehrsprecher.
Bei dem Unglück im Juli 2006 war die Maschine kurz nach ihrem Start im Hafen auf Bahngleise abgestürzt. Der Pilot, der in der Hansestadt als "Himmelsschreiber" bekannt war, und vier Insassen starben. Während des Fluges war an den Tanks im Rumpf sowie im Motor der 44 Jahre alten Beaver DHC-2 Feuer ausgebrochen.