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Polizeichef zeigt sich pessimistisch Wird das Rätsel um MH370 niemals gelöst?

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Die Suche nach der verschollenen Boeing läuft auf Hochtouren.

REUTERS

Die malaysische Boeing 777 bleibt nach mehr als drei Wochen weiterhin verschollen. Die Zeit drängt und die Hoffnung auf Erfolg schwindet. Das weiß auch der Polizeichef des Landes, der um mehr Zeit bittet.

Das Rätsel um den verschollenen Flug MH370 von Malaysia Airlines könnte nach Einschätzung der malaysischen Polizei womöglich nie gelöst werden. "Geben Sie uns mehr Zeit", sagte Polizeichef Khalid Abu Bakar vor Reportern in Kuala Lumpur. "Es könnte sogar sein, dass wir die wahre Ursache des Vorfalls nie erfahren."

Die Ermittlungen der Polizei versuchen vor allem, den Hintergrund der Passagiere zu durchleuchten - mögliche Gründe für das Verschwinden der Maschine sind demnach eine Flugzeugentführung, Sabotage oder psychische Probleme von Passagieren oder der Crew. Die Ermittlungen liefen weiter, sagte der Polizeichef. Bislang gebe es mehr als 170 Aussagen. "Es gibt aber noch mehr Menschen, die wir befragen müssen", fügte er hinzu.

Hilfe aus Großbritannien

Indessen beteiligt sich die britische Royal Navy mit einem U-Boot an der Suche nach dem verschwundenen Flugzeug der Malaysia Airlines. Die "HMS Tireless" ist im Suchgebiet im Indischen Ozean eingetroffen, wie das Verteidigungsministerium in London mitteilte. Großbritannien hat mit der "HMS Echo" außerdem ein Vermessungsschiff in das Suchgebiet geschickt, um U-Boote und Schiffe bei der Suche nach dem Flugschreiber und Wrackteilen von MH370 zu unterstützen. Die Boeing 777 der Malaysia Airlines war am 8. März mit 239 Menschen an Bord verschwunden. An der Suche sind auf Schiffen mehr als 1000 Menschen und in Flugzeugen rund 100 Menschen beteiligt.

Inzwischen wird die Suche nach der Maschine immer mehr zum Wettlauf mit der Zeit. Die Batterie des Flugschreibers wird laut Experten etwa bis Montag halten - "das kommt auf die Wassertemperatur und die Wassertiefe an", sagte der australische Verteidigungsminister David Johnston dem australischen Rundfunksender ABC. Eine Black Box sendet etwa 30 Tage lang Signale aus, die helfen sollen, das Flugzeugwrack zu orten. Die beiden britischen Schiffe verfügen über Elektronik, die Signale des Flugschreibers aufspüren kann. Am Freitag soll ein australisches Schiff diese Aktion verstärken.

Widersprüchliche Angaben

Unterdessen veröffentlichten die malaysischen Behörden eine Abschrift der Kommunikation zwischen dem Kontrollturm in Kuala Lumpur und der Crew des Unglücksjets vor dem mysteriösen Verschwinden der Maschine. In den Aufzeichnungen der letzen 54 Minuten sei nichts Auffälliges zu hören, hieß es. Es seien routinemäßige Funksprüche zwischen dem Tower und dem Cockpit des Langstreckenjets.

Für zusätzliches Rätselraten sorgten in den vergangenen Tagen neue Informationen der malaysischen Luftfahrtbehörde zum letzten Funkspruch der Crew. Bislang hieß es, diese habe sich etwas ungewöhnlich mit den Worten "Alright, good night" (etwa: Alles klar, gute Nacht) abgemeldet. Dies hätte ein Hinweis auf Probleme an Bord der Boeing sein können. Am Dienstag hatte die Behörde ihre Angaben korrigiert. Nun hieß es, die Crew habe sich mit dem ganz normalen Funkspruch "Good night Malaysian 370" (gute Nacht, Malaysian 370) beim Tower gemeldet.

Am Mittwoch wollte sich der malaysische Premierminister Najib Razak persönlich bei den Suchmannschaften in Perth für ihren Einsatz bedanken, der nun schon seit fast zwei Wochen andauert. Der Koordinator der internationalen Suchaktion, der pensionierte australische Luftwaffenchef Angus Houston, meinte, die Suche könne sich "noch lange hinziehen". Es sei die herausforderndste, die ihm je begegnet sei.

Quelle: n-tv.de, sno/dpa

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