Panorama

"Groß ist sie richtig gefährlich"Würgeschlange eingefangen

18.05.2010, 17:13 Uhr
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Ein Tigerpython kann bis zu acht Meter lang werden. (Foto: dpa)

Der Besitzer einer Dunklen Tigerpython war offenbar stark überfordert. Kurzerhand setzte er das Jungtier aus - und brachte damit die Bewohner eines Hochhauses in Riesa in große Gefahr.

Eine Riesenschlange haben Unbekannte in einem Pappkarton im Flur eines Hochhauses in Sachsen ausgesetzt. Der Finder, selbst Schlangenbesitzer, brachte den Dunklen Tigerpython nach Meißen in die Auffangstation für exotische Tiere, wie Tierheim- Vereinschefin Katrin Aßmann sagte. Seit einer Woche sei das etwa neun Monate alte und einen Meter lange Jungtier dort untergebracht. Ausgewachsen könne die Würgeschlange bis zu acht Meter lang werden, warnte Aßmann und fügte hinzu: "Wenn sie groß ist, wird sie richtig gefährlich."

Aßmann glaubt, dass der Täter mit der schnell wachsenden Riesenschlange überfordert gewesen sei. Abgelegt habe sie der Unbekannte wohl absichtlich in der achten Etage des Hochhauses in Riesa, weil er vom dort wohnenden anderen Schlangen-Besitzer wusste. Nun müsse der Tigerpython in der Auffangstation bleiben, bis sich ein Tierpark oder Zoo zur Aufnahme bereiterklärt. Die Chancen dafür bezeichnete Aßmann indes als gering.

Auf den Fall aufmerksam gemacht hatte die Artenschutzorganisation "Aktion Tier", die die Exotenstation gemeinsam mit dem Tierheim Meißen-Winkwitz betreibt. Die Artenschützer verwiesen bei der Gelegenheit zugleich auf mögliche Geldbußen von bis zu 25.000 Euro für das Aussetzen von Tieren. Anzeige sei bereits erstattet.