Unfalltot von Steiners FrauZehn Monate auf Bewährung
Ein Autofahrer, der am Unfalltot der Ehefrau von Gewichtheber-Olympiasieger Matthias Steiner beteiligt war, ist zu einer Bewährungsstrafe von zehn Monaten verurteilt worden.
Nach dem Unfalltod der Ehefrau von Gewichtheber-Olympiasieger Matthias Steiner ist ein Autofahrer wegen fahrlässiger Tötung zu einer Bewährungsstrafe von zehn Monaten verurteilt worden. Das Amtsgericht Heidelberg ließ außerdem den Führerschein des 57-Jährigen für sechs Monate einziehen. Zudem muss er 2400 Euro Geldbuße zahlen. Die Verteidigung hatte Freispruch gefordert.
Nach Überzeugung des Gerichts hat der 57-Jährige den Unfall zwischen Wiesloch und Heidelberg verursacht, weil er unaufmerksam und zu schnell gefahren war. Was genau den Unfall verursachte, blieb aber im Dunkeln. Der Mann hatte ausgesagt, sich nicht erinnern zu können. Sein Jeep war am 16. Juli 2007 auf gerader Strecke frontal in den Kleinwagen von Susann Steiner gerast. Das Auto der Frau wurde völlig zerstört. Die 22-Jährige starb an den Folgen schwerer innerer Verletzungen.
Gewichtheber Steiner, der als Nebenkläger auftrat, verfolgte die Urteilsverkündung sichtlich angespannt und mit gesenktem Blick. Er zeigte sich nach der Urteilsverkündung enttäuscht über das Verhalten des verurteilten Fahrers. "Es ging mir um eine Entschuldigung und die Erklärung, wie es zu dem Unfall kam", sagte Steiner. "Beides habe ich nicht erhalten."
Der "stärkste Mann der Welt" hatte bei den Olympischen Spielen in Peking für Begeisterung und weltweite Rührung gesorgt: Bei der Verleihung seiner Goldmedaille hatte Steiner das Foto seiner Frau immer wieder geküsst und in die Kameras gehalten.