Unterwasserstation "Oceanis"Zukunft ungewiss
Die Zukunft der Unterwasserstation "Oceanis" in Wilhelmshaven ist ungewiss. Der Mietvertrag für das Gebäude läuft im April 2010 aus.
Die Zukunft der Unterwasserstation "Oceanis" in Wilhelmshaven ist ungewiss. Der Mietvertrag für das Gebäude läuft im April 2010 aus. Schon Ende Oktober schließt die Ausstellung ihre Pforten. Es gebe noch kein Konzept für die künftige Nutzung, sagte der Geschäftsführer der Touristik & Freizeit GmbH, Raymond Kiesbye. "In der Tat ist es so, dass man sich um die Nachnutzung früher hätte kümmern müssen." Ob die Meeresshow fortgeführt wird ist unklar.
Derzeit arbeitet eine Projektgruppe nach Angaben von Kiesbye an einem Konzept, das bis August vorliegen soll. Ob die Pläne dann pünktlich bis Mai 2010 umsetzbar sind, sei jedoch fraglich. Vorstellbar sei zum Beispiel, ein Restaurant oder Café in dem Gebäude zu eröffnen. "Direkt am Hafen ist es eine wunderbare Lage, die zurzeit gastronomisch überhaupt nicht genutzt wird." Aber auch eine gemeinsame Vermarktung mit dem nahe gelegenen Küstenmuseum sei denkbar, zum Beispiel für eine Wrack-Ausstellung.
Ergebnis noch völlig offen
Nach Angaben der Stadt sei das Ergebnis noch vollkommen offen. "Wir sind zurzeit dabei alle Optionen für eine touristische oder wirtschaftliche Nutzung zu prüfen", sagte Sprecher Arnold Preuß. "Eigentlich sollte die Stadt die Ausstellung nach zehn Jahren übernehmen. Die tut sich aber noch schwer damit", erklärte der Sprecher der Oceanis AG, Robert Eylert. Preuß zufolge ist es nicht ausgeschlossen, dass die Stadt die Ausstellung in eigener Regie weiterbetreibt. Den Ausschlag werde aber geben, ob das finanzierbar ist.
Die zur Expo 2000 eröffnete Unterwasserstation zieht eigenen Angaben nach jährlich 60.000 Besucher an. Betreiber ist die Sparkasse Wilhelmshaven. Über die Höhe der Einnahmen möchte Eylert keine Angaben machen. Die Ausstellungen müsse aber wie fast jede Kultureinrichtung in Deutschland subventioniert werden.