Politik

Iran-Krieg im Liveticker+++ 15:57 Revolutionsgarden: Rund 30 Schiffe passieren Straße von Hormus +++

14.05.2026, 15:57 Uhr

Rund 30 Schiffe haben nach Angaben der iranischen Revolutionsgarden (IRGC) seit der vergangenen Nacht die Straße von Hormus passiert. Das erklärt ein Kommandeur der IRGC-Marine laut der iranischen Nachrichtenagentur Fars. Er betont zugleich, dass weiterhin kein Schiff "eines feindlichen Staates" die Meerenge durchqueren dürfe. Der iranischen Agentur Tasnim zufolge soll es sich unter anderem um chinesische Schiffe gehandelt haben. Demnach kam die Vereinbarung nach intensiven Bemühungen beider Länder zustande. Dabei spielten die engen bilateralen Beziehungen und die strategische Partnerschaft eine entscheidende Rolle, heißt es in dem Bericht.

+++ 15:41 Israel meldet drei Verletzte durch Drohnenattacke +++

Bei einem Angriff der libanesischen Hisbollah-Miliz mit einer Sprengstoffdrohne haben nach Militärangaben im Norden Israels mehrere Zivilisten Verletzungen erlitten. In der Küstenstadt Rosch Hanikra direkt an der Grenze zum Libanon seien auf einem Parkplatz drei Menschen verletzt worden, zwei von ihnen schwer, berichtet das israelische Nachrichtenportal "ynet". Laut einer Mitteilung wirft die israelische Armee der Hisbollah einen schweren Verstoß gegen die Waffenruhe vor. Zwischen Israel und dem Libanon gilt zwar seit drei Wochen offiziell eine Waffenruhe - diese wird aber von der Hisbollah nicht anerkannt. Die Miliz beschießt weiterhin Ziele in Israel und verübt Angriffe auf israelische Soldaten im Südlibanon. Dem Waffenruhe-Abkommen zufolge hat Israel das Recht, gegen "geplante, unmittelbar bevorstehende oder andauernde Angriffe" vorzugehen. Die israelische Armee hatte zuletzt ihre Angriffe auf Ziele der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz im Libanon verstärkt. Laut Angaben aus Beirut wurden bei den jüngsten Angriffen 22 Menschen getötet, darunter Kinder. (Siehe Eintrag um 06:38 Uhr)

+++ 15:10 Rubio: "Wir bitten China nicht um Hilfe" +++

Die USA hätten China nicht um Hilfe im Iran-Konflikt gebeten hätten, betont US-Außenminister Marco Rubio im Interview mit NBC News. "Wir sind nicht immun gegen die weltweiten Ölpreise, da wir auf dem Weltmarkt einkaufen, aber andere Länder auf der ganzen Welt zahlen einen viel höheren Preis", sagt Rubio, ohne dabei speziell auf China Bezug zu nehmen. "Auch sie müssen sich hier engagieren." Doch der US-Präsident habe "ihn um nichts gebeten", sagt Rubio nach ersten Gesprächen zwischen Donald Trump und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping in Peking. "Wir bitten China nicht um Hilfe. Wir brauchen ihre Hilfe nicht", fährt Rubio fort. Seinen Worten zufolge sind sich China und die USA einig, dass die Straße von Hormus nicht "militarisiert" werden, es kein Mautsystem geben und der Iran keine Atomwaffen entwickeln sollte.

+++ 14:11 Straße von Hormus ist für einige chinesische Schiffe offen +++

Der Iran gewährt einigen chinesischen Schiffen die Passage der Straße von Hormus. Zuvor hätten sich beide Seiten über die iranischen Managementprotokolle für die Wasserstraße geeinigt, meldet die iranische Nachrichtenagentur Fars. Sie beruft sich auf einen Insider.

+++ 12:08 Verletzte bei Absturz von Drohne der Hisbollah +++

In Israel sind nach Angaben des Militärs mehrere Zivilisten beim Absturz einer von der Hisbollah gestarteten und mit Sprengstoff bestückten Drohne verletzt worden. Sie seien zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht worden, teilt das Militär mit. Die Drohne sei auf israelischem Gebiet nahe der Grenze zum Libanon abgestürzt.

+++ 11:41 Trump und Xi: Iran darf Straße von Hormus nicht kontrollieren +++

US-Präsident Donald Trump und der chinesische Staatschef Xi Jinping sind sich einig, dass die Straße von Hormus ein freier Wasserweg bleiben und der Iran keine Mautgebühren für die Nutzung der Wasserstraße erheben soll. Dies geht aus einem Protokoll des Weißen Hauses über die Gespräche der beiden Staats- und Regierungschefs hervor. Peking habe zudem "ein Interesse bekundet", seine Käufe von US-Öl zu erhöhen. Damit soll Chinas "Abhängigkeit" von Öl, das durch die Meerenge transportiert wird, verringert werden, so die Zusammenfassung des Weißen Hauses. Dies deutet darauf hin, dass die chinesische Regierung ihre Ausgaben für iranisches Öl reduzieren könnte. Derzeit ist Peking der größte Importeur von Öl aus Teheran.

+++ 11:20 Indien: Angriff auf indisches Schiff vor Omans Küste inakzeptabel +++

Indien protestiert gegen einen Angriff auf ein unter indischer Flagge fahrendes Schiff vor der Küste des Omans. "Der Angriff (...) ist inakzeptabel, und wir beklagen die Tatsache, dass die Handelsschifffahrt und zivile Seeleute weiterhin ins Visier genommen werden", erklärt das indische Außenministerium. Der Angriff hat sich laut Erklärung am Mittwoch ereignet. Die gesamte Besatzung an Bord sei in Sicherheit. Wer für den Angriff verantwortlich ist, geht aus der Erklärung nicht hervor. Der Oman liegt wie der Iran an der Straße von Hormus.

+++ 10:07 Iran fordert Brics-Staaten zur Verurteilung von USA und Israel auf +++

Der Iran wirft den USA und Israel Verstöße gegen das Völkerrecht vor und fordert die sogenannten Brics-Staaten dazu auf, die beiden Länder deswegen zu verurteilen. Außerdem ruft Außenminister Abbas Araghtschi dazu auf, eine Politisierung internationaler Institutionen zu verhindern. Das "falsche Gefühl des Westens", überlegen zu sein und Immunität zu haben, müsse "von uns allen zerschmettert werden", heißt es in einer auf Araghtschis Telegram-Kanal veröffentlichten Erklärung. Zu den Brics-Mitgliedern gehören neben dem Iran auch Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika, Ägypten, Äthiopien, die Vereinigten Arabischen Emirate sowie Indonesien.

+++ 09:29 Neue Angriffe auf Libanon zeichnen sich ab +++

Das israelische Militär erlässt neue Evakuierungsaufrufe für den Libanon. Es fordert die Bewohner von acht Städten und Dörfern im Süden des Landes sowie in der Bekaa-Ebene dazu auf, ihre Wohnorte zu verlassen. Oft folgen auf solche Aufrufe Angriffe, mit denen das Militär nach eigenen Angaben die radikal-islamische Hisbollah-Miliz ins Visier nimmt. Erst am Mittwoch wurden nach libanesischen Angaben zwölf Menschen bei einer israelischen Angriffsserie auf Autos im Libanon getötet. Eigentlich besteht seit vergangenem Monat eine von den USA vermittelte Waffenruhe.

+++ 07:32 Rubio wünscht sich "aktivere Rolle" von China +++

Die USA drängen China dazu, bei der Wiedereröffnung der Straße von Hormus zu helfen. "Ich hoffe, es ist überzeugend", sagte er in einem Interview mit Fox News. China habe Schiffe, die im Golf festsitzen, und sei bei der Energieversorgung auf die Region angewiesen. "Wir hoffen, sie davon zu überzeugen, eine aktivere Rolle dabei zu spielen, den Iran von seinem derzeitigen Handeln abzubringen", sagte Rubio. Der Iran hatte zuletzt signalisiert, seine Kontrolle über die Straße von Hormus auszuweiten. Die wichtige Wasserstraße ist seit Beginn des Konflikts für die weltweite Schifffahrt faktisch gesperrt.

+++ 06:38 Ministerium: 22 Tote nach israelischen Angriffen im Libanon +++

Bei den jüngsten israelischen Angriffen auf Ziele im Libanon sind nach neuen Angaben des Gesundheitsministeriums in Beirut 22 Menschen getötet worden. Unter den Toten von Mittwoch seien acht Kinder, teilt das Ministerium mit. Zuvor war von zwölf Toten die Rede gewesen. Die amtliche Nachrichtenagentur NNA meldete, die israelische Armee habe etwa 40 Ziele im Süden und Osten angegriffen. Ungeachtet einer seit Mitte April geltenden Feuerpause greifen sich Israel und die pro-iranische Hisbollah-Miliz im Libanon weiter gegenseitig an.

+++ 05:27 Chinas Staatschef Xi empfängt US-Präsident Trump +++

US-Präsident Donald Trump ist in Peking von Chinas Präsident Xi Jinping empfangen worden. Bei einem Treffen in der Großen Halle des Volkes sagt Trump, der Besuch sei für ihn eine "Ehre". Er fügt hinzu: "Es ist eine Ehre, Ihr Freund zu sein." Die Beziehungen zwischen Peking und Washington würden "besser sein als je zuvor". Die Volksrepublik und die Vereinigten Staaten würden eine "fantastische Zukunft gemeinsam" haben. Xi sagt, die USA und China sollten "Partner und keine Rivalen" sein. "Stabile" Beziehungen zwischen den beiden Ländern seien eine Wohltat für die Welt. "Zusammenarbeit nützt beiden Seiten, Konfrontation hingegen schadet beiden", ergänzt Xi. Er sei "glücklich", Trump zu empfangen, während die Welt sich "an einem neuen Scheideweg" befinde. Die USA haben China derweil klargemacht, dass jede Unterstützung für den Iran der Beziehung zu den Vereinigten Staaten schaden würde. Das sei auch ein Aspekt, der in den Gesprächen in Peking Thema sein werde. 

+++ 04:11 Vance: Fortschritte bei Verhandlungen mit dem Iran +++

Bei den Verhandlungen mit dem Iran über ein Ende des Krieges geht es nach Darstellung von US-Vizepräsident JD Vance voran. "Die grundlegende Frage ist, ob wir genug Fortschritte machen, um die rote Linie des Präsidenten einzuhalten", sagt Vance vor Journalisten im Weißen Haus. Donald Trump müsse darauf vertrauen können, dass Sicherheitsvorkehrungen ergriffen werden, damit der Iran niemals in den Besitz einer Atomwaffe gelangt.

+++ 02:38 Emirate weisen "Berichte" über geheimen Besuch Netanjahus zurück +++

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben Angaben zurückgewiesen, wonach Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu im Iran-Krieg das Land heimlich besuchte. Die "kursierenden Berichte über einen angeblichen Besuch" Netanjahus in den Emiraten seien nicht zutreffend, erklärt das Außenministerium der Emirate. Auch eine israelische Militärdelegation sei nicht empfangen worden. Die Beziehungen zu Israel seien "öffentlich" und beruhten nicht auf "intransparenten oder inoffiziellen Vereinbarungen", erklärt das Ministerium weiter.

+++ 23:55 Rubio: Hoffen auf aktivere Rolle Chinas zur Lösung des Iran-Konflikts +++

US-Außenminister Marco Rubio sagt dem Sender Fox News, die Vereinigten Staaten hofften darauf, China davon überzeugen zu können, eine aktivere Rolle dabei zu übernehmen, den Iran dazu zu bewegen, seine Aktivitäten im Golf einzustellen. US-Präsident Donald Trump ist derzeit in Peking, wo er den chinesischen Präsidenten Xi Jinping treffen wird. Trump hatte am Dienstag gesagt, er werde mit Xi zwar ausführlich über den Iran sprechen, benötige in dem Konflikt aber nicht dessen Hilfe. Politische Beobachter gehen aber sehr wohl davon aus, dass Trump Unterstützung von China gebrauchen kann, aber öffentlich einen anderen Eindruck vermitteln will. Ob China im Sinne der USA handeln wird, scheint allerdings fraglich.

+++ 22:33 Weitere Hinrichtung im Iran +++

Im Iran ist ein weiterer Mann im Zusammenhang mit den Massenprotesten im Januar hingerichtet worden. Wie die mit der Justiz verbundene Nachrichtenagentur Misan meldet, wurde das Todesurteil gegen Mohammad Abbasi vollstreckt. Irans Justiz hatte ihm vorgeworfen, bei Unruhen im Januar einen Polizeibeamten erstochen zu haben. Der Vorfall ereignete sich nach Angaben von Misan in Melard, einem Vorort westlich der Hauptstadt Teheran. Der Oberste Gerichtshof habe das Urteil bestätigt. Nach Angaben des Menschenrechtsnetzwerks HRANA wurde das Todesurteil in den Morgenstunden vollstreckt. Zudem sei Abbasis 25-jährige Tochter im berüchtigten Ewin-Gefängnis inhaftiert. Das Netzwerk berichtet unter Berufung auf einen Zeitungsbericht weiter, ein Anwalt sei am Zugang zu den Angeklagten gehindert worden.

+++ 21:39 Libanon: Israels Militär tötet fünf Mitglieder einer Familie bei Luftangriffen +++

Im Libanon sind nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur NNA fünf Mitglieder einer Familie bei israelischen Luftangriffen getötet worden. Ihab Farhat, seine Frau Hanan Ziour und ihre Kinder Hassan, Zeinab und Batoul Youssef Farhat kamen demnach ums Leben, als ein israelisches Kampfflugzeug ihr Haus attackierte. Dem Bericht zufolge ereignete sich der Angriff in der Stadt Arab Salim im Südlibanon. Nach offiziellen Angaben sind im Libanon alleine seit Beginn der Waffenruhe am 17. April mehr als 10.000 Häuser durch das israelische Militär beschädigt oder zerstört worden.

Die-Frau-und-die-Kinder-von-Fadi-Al-Zein-der-bei-israelischen-Angriffen-in-seinem-Dorf-Khiam-und-in-Dahiyeh-beide-Haeuser-verloren-hat-sitzen-auf-dem-Balkon-ihres-schwer-beschaedigten-Wohnhauses-in-den-suedlichen-Vororten-von-Beirut-Libanon
Die Frau und die Kinder von Fadi Al Zein, der bei israelischen Angriffen in seinem Dorf Khiam und in Dahiyeh beide Häuser verloren hat, sitzen auf dem Balkon ihres schwer beschädigten Wohnhauses in den südlichen Vororten von Beirut. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

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