Iran-Krieg im Liveticker+++ 21:39 Libanon: Israels Militär tötet fünf Mitglieder einer Familie bei Luftangriffen +++
Im Libanon sind nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur NNA fünf Mitglieder einer Familie bei israelischen Luftangriffen getötet worden. Ihab Farhat, seine Frau Hanan Ziour und ihre Kinder Hassan, Zeinab und Batoul Youssef Farhat kamen demnach ums Leben, als ein israelisches Kampfflugzeug ihr Haus attackierte. Dem Bericht zufolge ereignete sich der Angriff in der Stadt Arab Salim im Südlibanon. Nach offiziellen Angaben sind im Libanon alleine seit Beginn der Waffenruhe am 17. April mehr als 10.000 Häuser durch das israelische Militär beschädigt oder zerstört worden.
+++ 20:30 "Unerschrockener Verkünder": Steinmeier verteidigt den Papst gegen Trump-Kritik +++
Zum Auftakt des Deutschen Katholikentags hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den Papst gegen Kritik von US-Präsident Donald Trump verteidigt. "Wenn Papst Leo in einer Zeit von Krisen und Kriegen öffentlich größere Anstrengung für den Frieden fordert, dann verdient ein solcher Aufruf Unterstützung, nicht Kritik - auch nicht die von den Mächtigsten der Welt", sagte Steinmeier in seiner Eröffnungsansprache in Würzburg. Leo XIV. sei ein Papst, der Mut mache, lobte Steinmeier. "Die Welt kann dankbar sein für diesen unerschrockenen Verkünder einer Botschaft von Gerechtigkeit und Frieden", sagte der Bundespräsident. Papst Leo "besteht in seinen Botschaften unüberhörbar auf dem unauflöslichen Zusammenhang zwischen Glauben und Nächstenliebe". US-Präsident Trump hatte wütend auf Friedensaufrufe des aus den USA stammenden Kirchenoberhauptes reagiert und ihm mit Blick auf den Iran vorgeworfen, sich mit einem Land gemein zu machen, "das eine Atomwaffe will". Leo XIV. bezeichnete in der Vergangenheit zudem den Umgang mit Migranten in den USA als "äußerst respektlos" und forderte einen "menschlichen" Umgang.
+++ 19:32 Israels Premier Netanjahu besuchte während des Kriegs heimlich die Emirate +++
Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat während des Iran-Kriegs ein "geheimes" Treffen mit dem Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate, Mohammed bin Sajed al-Nahjan, abgehalten. "Während der Operation 'Brüllender Löwe' hat Ministerpräsident Benjamin Netanjahu den Vereinigten Arabischen Emiraten einen Besuch abgestattet, wo er sich mit Präsident Mohammed bin Sajed al-Nahjan traf", teilte das Büro Netanjahus in einer Erklärung mit. Einen Tag zuvor hatte der US-Botschafter in Israel, Mike Huckabee, erklärt, Israel habe während des Iran-Kriegs Iron-Dome-Luftabwehrsysteme und Personal zu deren Bedienung in die Emirate entsandt. Ohne Huckabees Angaben ausdrücklich zu bestätigen, bezeichnete Netanjahus Büro den Besuch als "historischen Durchbruch in den Beziehungen zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten".
+++ 18:36 Weitere Opfer bei israelischen Angriffen im Libanon - zwei Kinder unter den zwölf Toten +++
Bei israelischen Angriffen auf Fahrzeuge im Libanon sind libanesischen Angaben zufolge zwölf Menschen getötet worden. Bei drei Angriffen auf Fahrzeuge südlich von Beirut habe es acht Tote gegeben, darunter zwei Kinder, erklärte das libanesische Gesundheitsministerium. Weitere Tote gab es demnach in Tyros und Sidon im Süden. Nach israelischen Angaben richteten sich die Luftangriffe gegen Ziele der pro-iranischen Hisbollah-Miliz. Die staatliche libanesische Nachrichtenagentur berichtete über mehrere Angriffe auf Dörfer sowie auf drei Fahrzeuge südlich von Beirut. Dem Gesundheitsministerium zufolge wurden Autos auf einer stark befahrenen Straße südlich der Hauptstadt Beirut und ein nicht weit davon entferntes Ziel getroffen. Ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP sah ein ausgebranntes Auto und Rettungskräfte, die mindestens eine Leiche bargen. Bereits am Samstag waren zwei Wagen auf einer Fernstraße durch israelischen Beschuss getroffen worden. Ein weiterer Angriff richtete sich gegen ein Fahrzeug am Ortseingang von Sidon, einer 40 Kilometer von Beirut entfernten Stadt im Süden des Landes. Dem Gesundheitsministerium zufolge wurde bei dem Angriff ein Mensch getötet, ein weiterer wurde demnach verletzt. Später wurden Angriffe auf drei weitere Fahrzeuge in der Region Tyros bekanntgegeben. Dem Gesundheitsministerium zufolge wurden dabei drei weitere Menschen getötet. Ein AFP-Korrespondent in Tyros beobachtete, wie dichter Rauch aus dem nahegelegenen Ort Burdsch al-Schemali aufstieg.
+++ 17:39 Iran will mit Kontrolle über Straße von Hormus "erhebliche" Einnahmen erzielen +++
Teherans Kontrolle über die Straße von Hormus könnte dem Iran nach den Worten eines Armeesprechers "erhebliche" wirtschaftliche Einnahmen verschaffen und dem Land auf internationaler Ebene mehr Gewicht verschaffen. Mit der Aufsicht über die Meerenge könne der Iran seine Einnahmen aus dem Ölgeschäft "potenziell sogar verdoppeln", sagte Militärsprecher Mohammed Akraminia laut der iranischen Nachrichtenagentur Isna. Zudem werde so "unser Einfluss auf der internationalen Bühne" gestärkt. Der westliche Teil der Straße von Hormus werde von den Seestreitkräften der Revolutionsgarden kontrolliert, der östliche Teil von der iranischen Marine, fügte er hinzu. In Friedenszeiten verläuft rund ein Fünftel der weltweiten Öl- und Flüssiggastransporte durch die Meerenge, hinzu kommen andere wichtige Güter wie Düngemittel. Die Straße von Hormus wird seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar vom Iran weitgehend gesperrt. In der Folge schossen die Energiepreise weltweit in die Höhe. Die US-Armee wiederum blockiert die iranischen Häfen an der Schifffahrtsstraße. Seit dem 8. April gilt eine fragile Waffenruhe in der Region. Irans Kontrolle über die immens wichtige Meerenge ist ein zentraler Streitpunkt in den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran, die bislang keinen Durchbruch brachten. Der Vorsitzende des iranischen Parlamentsausschusses für nationale Sicherheit, Ebrahim Asisi, sagte, sein Gremium habe einen Plan zur Verwaltung der Meerenge ausgearbeitet. "Die Islamische Republik beabsichtigt, diese strategische Lage durch eine strategische Steuerung der Straße von Hormus als Machthebel zu nutzen", sagte er laut dem iranischen Staatsfernsehen. Vizeparlamentspräsident Hamidresa Hadschibabaei hatte am 23. April mitgeteilt, dass Teheran durch die Verhängung einer Maut für die Passage der Straße von Hormus erste Einnahmen erzielt habe.
+++ 16:42 Keine Aussicht auf Ende von Hormus-Blockade - deutsche Reederei verliert jede Woche Millionen +++
Die Hamburger Containerreederei Hapag-Lloyd bekommt die Folgen der Seeblockaden im Nahen Osten deutlich zu spüren und dämpft zugleich die Erwartungen auf ein baldiges Ende der Probleme. Es sei schwer abzusehen, wann die Straße von Hormus wieder passierbar sein könnte, sagt Konzernchef Rolf Habben Jansen bei einer virtuellen Pressekonferenz. Es sehe aktuell aber nicht so aus, als wäre der Zeitpunkt schon bald gekommen. Für den deutschen Branchenprimus beliefen sich die Zusatzkosten auf 50 bis 60 Millionen Dollar pro Woche, bekräftigt Habben Jansen. Im ersten Quartal rutschte sein Konzern beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) in die roten Zahlen, was aber auch auf Beeinträchtigungen durch Unwetter zurückgeführt wurde.
+++ 15:44 Weltmächte-Treffen in Peking: "Trump muss China um Hilfe bitten" +++
Trump wollte Stärke zeigen - und muss jetzt um Hilfe bitten. Ausgerechnet in Peking sucht der US-Präsident Unterstützung im Iran-Konflikt. Wie nutzt China die Lage für sich aus? ntv spricht mit dem Sicherheitsexperten Peter Neumann vom King's College London über Trumps prekäre Lage und Pekings Chance.
+++ 14:52 Lieferung von Patriot-Raketen aus den USA an deutschen Nachbarn verzögert sich weiter +++
Die Lieferung des Patriot-Raketenabwehrsystems aus den USA an die Schweiz wird sich wegen des Iran-Kriegs weiter verzögern und verteuern. Inzwischen hätten die USA mitgeteilt, dass mit einer Verzögerung von fünf bis sieben Jahren zu rechnen sei, teilt der Bundesrat mit. Die Schweiz setzt die Zahlungen für das System weiterhin aus, erklärt die Regierung. Derzeit würden verschiedene Optionen geprüft, eine Entscheidung über das weitere Vorgehen werde voraussichtlich in diesem Sommer fallen. Bis dahin werden auch Rückmeldungen anderer möglicher Anbieter erwartet. Ursprünglich war die Auslieferung für die Jahre 2026 bis 2028 geplant. Am späten Dienstagabend hatte der "Tages-Anzeiger" unter Berufung auf Insider berichtet, der Preis für die fünf Systeme könne sich von ursprünglich 2,3 auf 4,6 Milliarden Franken verdoppeln. Die Schweizer Beschaffungsbehörde armasuisse und das Pentagon reagierten zunächst nicht auf eine Bitte um Stellungnahme. Im vergangenen Monat hatten die USA ihre europäischen Partner über wahrscheinliche Verzögerungen bei bereits vereinbarten Waffenlieferungen informiert, da der Konflikt im Nahen Osten die Bestände weiter strapaziert. Die Schweizer Regierung hatte im April erklärt, dass ein Verzicht auf den Patriot-Kauf eine Option sei.
+++ 13:58 Italien stationiert "vorsorglich" zwei Minensuchboote näher an Golfregion +++
Italien wird als Vorbereitung auf einen möglichen dauerhaften Waffenstillstand im Iran-Krieg zwei Minensuchboote näher an der Golfregion stationieren. "Rein vorsorglich (...) veranlassen wir die Stationierung zweier Minenjagdeinheiten in relativer Nähe zur Meerenge", sagt Verteidigungsminister Guido Crosetto im Parlament unter Bezug auf die derzeit blockierte Straße von Hormus. Den militärischen Einsatz der Schiffe knüpfe Rom aber an einen dauerhaften Waffenstillstand und eine internationale Mission. Italien nehme eine "Vorausverlegung" vor - zunächst ins östliche Mittelmeer und anschließend ins Rote Meer, führt Crosetto aus. Der Minister begründete den Schritt damit, dass die Minensuchboote Wochen brauchen würden, um die Golfregion zu erreichen. Italien folgt damit Großbritannien und Frankreich, die Gespräche über eine mögliche internationale maritime Militärpräsenz in der Region angestoßen hatten.
+++ 13:07 Libanon: Acht Tote bei israelischen Luftangriffen nahe Beirut +++
Bei israelischen Luftangriffen auf eine Autobahn südlich von Beirut sind nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums acht Menschen getötet worden. Unter den Opfern seien zwei Kinder, teilt die Behörde mit. Sicherheitskreisen zufolge zielten die drei separaten Angriffe auf Fahrzeuge auf einer Küstenstraße etwa 20 Kilometer südlich der Hauptstadt ab. Das israelische Militär äußert sich zunächst nicht zu den Vorfällen. Es teilt jedoch mit, die Infrastruktur der Hisbollah-Miliz im Südlibanon anzugreifen. Zudem habe die Armee die Bewohner von sechs Ortschaften aufgefordert, das Gebiet zu verlassen. Die vom Iran unterstützte Hisbollah und das israelische Militär liefern sich trotz einer im vergangenen Monat vereinbarten Waffenruhe weiterhin Gefechte. In Kürze wird eine dritte Runde der von den USA vermittelten Gespräche zwischen dem Libanon und Israel erwartet.
+++ 12:07 Israels Armee: In vergangenen 24 Stunden mehr als 40 Ziele der Hisbollah-Miliz angegriffen +++
Israels Armee teilt mit, sie habe in den vergangenen 24 Stunden mehr als 40 Ziele der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz im Süden des Nachbarlandes angegriffen, darunter Waffenlager. Die Hisbollah habe zudem mehrere Raketen in Richtung israelischer Soldaten im Südlibanon gefeuert. Verletzte habe es dabei nicht gegeben. Die Hisbollah reklamierte mehrere Angriffe auf israelische Stellungen im Südlibanon für sich.
+++ 10:58 Laschet verweist vor Trump-Besuch in China auf Pekings mögliche Schlüsselrolle im Iran-Krieg +++
Vor dem Besuch von US-Präsident Donald Trump in China hat der CDU-Außenpolitiker Armin Laschet auf Pekings mögliche Schlüsselrolle bei den Friedensverhandlungen mit dem Iran verwiesen. "China muss ein Interesse daran haben, dass der Iran-Krieg beendet wird. Das ist offenkundig", sagt Laschet im ZDF-Morgenmagazin. "Und das muss jetzt China so schaffen, ohne den verbündeten Iran fallen zu lassen, aber trotzdem ein Ende dieses Krieges zu erreichen." China habe ein besonderes Interesse am Ende des Krieges, "da ein Großteil des Öls aus dem Persischen Golf durch die Straße von Hormus nach China geht". Daher müsse Peking insbesondere darauf drängen, die vom Iran seit Kriegsbeginn gesperrte wichtige Meeresenge wieder zu öffnen, führt Laschet aus. "Wie man da jetzt einen Kompromiss hinkriegt, dass der Iran einerseits einlenkt, die Straße von Hormus öffnet, andererseits China dadurch wieder neue Möglichkeiten hat, das wird sich jetzt heute und morgen zeigen."
+++ 09:49 Bericht: Israelische Angriffe auf Autos südlich von Beirut +++
Bei zwei separaten israelischen Angriffen werden im Libanon nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur NNA zwei Autos getroffen. Die Vorfälle ereignen sich in der Gegend von Dschije südlich der Hauptstadt Beirut. Informationen über mögliche Opfer gibt es bislang nicht. Eine Stellungnahme des israelischen Militärs liegt ebenfalls noch nicht vor.
+++ 08:46 TUI-Chef erwartet keinen Engpass bei Kerosin +++
Der Reisekonzern TUI geht nicht von einem Mangel an Flugbenzin als Folge des Iran-Kriegs im Sommer aus. "Die Diskussion ist sehr erstaunlich", sagt TUI-Chef Sebastian Ebel. "Es gibt gar keine Indikation dafür." Andere Lieferländer seien in die Lücke gesprungen, die durch das Ausbleiben von Öllieferungen aus dem Nahen Osten aufgrund der Blockade der Schiffsroute am Persischen Golf gerissen worden sei. Es gebe Lagerbestände. Gleichzeitig sei die Ölnachfrage aufgrund der gestiegenen Preise gesunken. "Wir gehen davon aus, dass wir keinen Engpass haben werden", betont Ebel.
+++ 07:39 Wieder Hinrichtung im Iran wegen des Vorwurfs der Spionage für Israel +++
Im Iran ist erneut ein Mann hingerichtet worden, der wegen Spionage für den israelischen Geheimdienst verurteilt worden war. Das Todesurteil sei vom Obersten Gerichtshof bestätigt worden, meldet das Justiznachrichtenportal Misan. Der 32-Jährige war der Menschenrechtsorganisation Hrana zufolge 2024 festgenommen und 2025 zum Tode verurteilt worden. Das Urteil basiere auf fingierten Geständnissen, erklärt die Organisation. Die iranischen Behörden haben seit Kriegsbeginn vermehrt Menschen hingerichtet, denen meist Spionage für Israel oder die USA oder Aufruhr vorgeworfen wurde.
+++ 06:30 Straße von Hormus: Australien will sich an multinationaler Militärmission beteiligen +++
Australien will sich an einer möglichen "multinationalen Militärmission" unter Führung Frankreichs und Großbritanniens zur Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus beteiligen. Zur Unterstützung einer "unabhängigen und strikt defensiven" Mission werde Australien ein Aufklärungsflugzeug vom Typ Wedgetail E-7A beisteuern, das bereits in der Region stationiert ist, um die Vereinigten Arabischen Emirate vor Drohnenangriffen des Iran zu schützen, sagt Verteidigungsminister Richard Marles nach Beratungen von rund 40 Ländern. Eine solche Militärmission könne die diplomatischen Bemühungen und deeskalierende Maßnahmen "ergänzen", fügt Marles hinzu. Es handele sich zugleich um ein Bekenntnis zur Sicherheit des weltweiten Handels.
+++ 05:15 China fordert Pakistan zu mehr Vermittlungsanstrengungen im Iran-Krieg auf +++
Chinas Außenminister Wang Yi ruft Pakistan dazu auf, im Iran-Krieg stärker zwischen Teheran und Washington zu vermitteln. Islamabad solle auch dabei helfen, eine Öffnung der weitgehend blockierten Straße von Hormus "angemessen" zu thematisieren, sagt Wang nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua. Demnach hat Wang mit seinem pakistanischen Kollegen Ishaq Dar vor dem Besuch von US-Präsident Donald Trump in China telefoniert.
+++ 03:36 Trump: Wirtschaftliche Folgen spielen bei Iran-Entscheidungen keine Rolle +++
Die wirtschaftlichen Sorgen der Amerikaner spielen für US-Präsident Trump laut eigener Aussage keine Rolle bei seinen Entscheidungen über den Krieg im Iran. Die Verhinderung iranischer Atomwaffen habe absolute Priorität. "Nicht einmal ein bisschen", sagt Trump auf die Frage, ob ihn die finanzielle Lage der Bürger zu einem Deal motiviere. "Ich denke nur an eine Sache: Wir können dem Iran keine Atomwaffe erlauben." Die US-Verbraucherpreise sind im April so stark gestiegen wie seit drei Jahren nicht. Laut US-Geheimdiensten hat sich die Zeit, die der Iran für den Bau einer Atomwaffe bräuchte, seit letztem Sommer nicht verändert - sie liegt bei neun Monaten bis einem Jahr.
+++ 02:29 Saudi-Arabien soll mehrfach Iran angegriffen haben +++
Saudi-Arabien hat offenbar zahlreiche Luftangriffe auf den Iran geflogen, die bisher nicht bekannt waren. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf westliche und iranische Beamte. Demnach hätten die Angriffe Ende März stattgefunden. Einem der Beamten zufolge soll es sich um "Vergeltungsschläge für Angriffe auf Saudi Arabien" gehandelt haben. Unklar ist, gegen welche Ziele sich die Angriffe richteten.
+++ 01:16 Ministerium: 13 Tote bei neuen israelischen Angriffen im Südlibanon +++
Bei neuen israelischen Angriffen auf Ziele im Südlibanon sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Beirut 13 Menschen getötet und 16 weitere verletzt worden. Allein bei einem Angriff auf Nabatijeh seien fünf Menschen getötet worden, in Schebschit vier, darunter ein Soldat und ein syrischer Staatsangehöriger. In Bint Dschbeil seien vier Zivilisten getötet worden, darunter ein Kind. Die libanesische Armee hatte zuvor den Tod eines Soldaten bekannt gegeben, der bei einem israelischen Angriff in Schebschit getötet worden sei. Israels Streitkräfte hatten zuletzt ihre Angriffe auf Ziele der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz im Libanon verstärkt.
+++ 00:12 Pentagon: Kosten des Iran-Kriegs auf 29 Milliarden Dollar gestiegen +++
Das US-Verteidigungsministerium beziffert die Kosten des Iran-Kriegs inzwischen auf 29 Milliarden Dollar (rund 25 Milliarden Euro). Pentagon-Finanzchef Jules Hurst nennt diese Summe bei einer Haushaltsanhörung im Kongress. Das sind rund vier Milliarden Dollar mehr als Ende April von Verteidigungsminister Pete Hegseth angegeben. Das Pentagon habe die Kosten am 29. April noch auf 25 Milliarden Dollar geschätzt, so Hurst. Durch aktualisierte "Kosten für die Reparatur und den Ersatz von Ausrüstung" lägen sie nun aber eher bei 29 Milliarden Dollar.
+++ 22:56 Trump vor China-Reise: Benötigen keine Hilfe im Iran-Krieg +++
US-Präsident Trump ist auf dem Weg nach China. Vor seinem Abflug zeigt er sich siegessicher im Iran-Krieg. Er werde mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping zwar ausführlich über den Konflikt sprechen, benötige aber nicht dessen Hilfe, sagt Trump. "Wir werden ihn auf die eine oder andere Weise gewinnen, friedlich oder mit anderen Mitteln." Kurz darauf relativiert er die Bedeutung des Themas für die anstehenden Gespräche: Die USA hätten den Iran "sehr gut unter Kontrolle". Peking befürwortet eine dauerhafte Friedenslösung im Iran und dringt als Importeur iranischen Öls auf eine rasche Öffnung der Straße von Hormus.
+++ 22:05 Drohnen, Kampfflugzeuge, Kriegsschiff: Briten verkünden Waffenarsenal für Hormus-Mission +++
Das Vereinigte Königreich kündigt an, ein umfangreiches Waffenarsenal für die multinationale Mission zur Sicherung der Straße von Hormus bereitzustellen. In einer Erklärung teilt die Regierung mit, dass zu den Waffen Drohnen, Typhoon-Kampfflugzeuge, ein autonomes Minenjagd-System sowie die Typhoon-Jets und das Kriegsschiff HMS Dragon gehören würden. Die Verteidigungsmission werde zudem durch neue Mittel in Höhe von 115 Millionen britischen Pfund (156 Millionen US-Dollar) für Minenjagd-Drohnen und Anti-Drohnen-Systeme unterstützt. Verteidigungsminister John Healey kündigte das Engagement während eines virtuellen Gipfeltreffens mit mehr als 40 Amtskollegen aus anderen an der Mission beteiligten Nationen an. Diese werde einsatzbereit sein, sobald die Bedingungen dies zuließen. "Gemeinsam mit unseren Verbündeten wird diese multinationale Mission defensiv, unabhängig und glaubwürdig sein", sagte Healey. Die Bundeswehr will sich unter anderem mit einem Minenjagdboot an dem Einsatz beteiligen. Er soll erst nach einem Ende der Kampfhandlungen beginnen.
+++ 21:10 Iran: USA wollen unsere vollständige Kapitulation +++
Mit Blick auf die Ungewissheit über die Zukunft des Iran-Kriegs kritisiert Teheran die Verhandlungsstrategie der Vereinigten Staaten. Die USA strebten keine echten Verhandlungen an, sondern die vollständige Kapitulation Irans, zitierte die iranische Nachrichtenagentur Isna Außenamtssprecher Ismail Baghai. In einem Interview mit dem indischen Magazin "India Today Global" sagt der Sprecher demnach, statt einer Geben- und Nehmen-Diplomatie verfolgten die USA mit ihren Forderungen die Unterordnung seines Landes. Den USA gehe es nicht um eine friedliche Lösung, sondern um ein Kapitulationsdokument, schreibt auch der iranische Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi auf X. Der Standpunkt Irans sei eindeutig: Man wolle eine Beendigung der Kampfhandlungen, keine Wiederaufnahme des Konflikts, Entschädigungen, ein Ende der Blockade, Aufhebung von Sanktionen sowie die Achtung internationaler Rechte des Iran.
+++ 20:15 USA: Rohölpreise könnten wegen Blockade der Straße von Hormus bald deutlich steigen +++
Die US-Energieinformationsbehörde geht davon aus, dass der Iran demnächst gezwungen sein wird, seine Ölförderung zu drosseln. Dies sei zum Teil auf die US-Blockade seiner Häfen zurückzuführen. In einer Erklärung heißt es, man rechne damit, dass die Ölförderung und die Handelsströme erst Ende dieses Jahres oder Anfang nächsten Jahres wieder das Vorkriegsniveau erreichen würden, selbst wenn der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus wieder aufgenommen werde. Sollte die Meerenge bis Ende Juni geschlossen bleiben, würden die Rohölpreise um 20 Dollar pro Barrel steigen, da die aktuelle Prognose auf der Annahme beruhe, dass die Meerenge Ende dieses Monats wieder geöffnet werde.
+++ 19:25 Abstellen iranischer Flugzeuge? US-Senator traut Pakistan nicht als Vermittler im Iran-Krieg +++
Der einflussreiche US-Senator Lindsey Graham hat sich empört über einen Medienbericht gezeigt, wonach Pakistan als Vermittler im Iran-Krieg Teheran das Abstellen von Flugzeugen auf seinen Stützpunkten gestatten soll. "Ich traue Pakistan nicht über den Weg", sagt der Republikaner in einem Senatsausschuss. Er konfrontierte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth und Generalstabschef Dan Caine mit der Frage, ob der Bericht zutreffend sei. Keiner der beiden wollte sich zu dem Sachverhalt äußern. "Wenn tatsächlich iranische Flugzeuge auf pakistanischen Stützpunkten stationiert sind, um iranische Militäranlagen zu schützen, dann sagt mir das, dass wir uns nach jemand anderem als Vermittler umsehen sollten", sagt Graham. Er vermutete dies als Grund für die seit Wochen stockenden Verhandlungen zwischen Washington und Teheran. Zuvor hatte der US-Sender CBS News unter Berufung auf namentlich nicht genannte US-Regierungsvertreter berichtet, der Iran habe Flugzeuge nach Pakistan und Afghanistan verbracht. Teheran habe kurz nach Verkündung der Waffenruhe durch US-Präsident Donald Trump im April mehrere Militärflugzeuge auf eine Militärbasis in der Nähe von Islamabad geflogen. Das pakistanische Außenministerium wies den CBS-Bericht in einer Stellungnahme als "irreführend und reißerisch" zurück. Einige Flugzeuge des Iran und der USA seien nach Verkündung der Waffenruhe in Pakistan angekommen, um die Logistik im Rahmen der Friedensverhandlungen der beiden Länder in Islamabad zu unterstützen. Einige Flugzeuge und Personal seien anschließend in Erwartung weiterer Gespräche im Land verblieben.
Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen.