Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 10:02 Russland: Haben mehr als 500 ukrainische Drohnen abgefangen +++

17.05.2026, 00:01 Uhr

Die russischen Streitkräfte haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau in der Nacht und am Morgen im ganzen Land 556 ukrainische Drohnen abgefangen. Allein im Großraum Moskau seien in den vergangenen 24 Stunden mehr als 120 Drohnen abgeschossen worden, teilt der Bürgermeister der russischen Hauptstadt, Sergej Sobjanin, mit. Drei Häuser seien bei dem Angriff beschädigt worden. Russland teilt stets nur mit, wie viele feindliche Drohnen abgefangen wurden, nicht aber, wie viele die ukrainischen Streitkräfte gestartet haben.

+++ 09:22 Drohnenalarm in Lettland: Flugobjekt durchquert Luftraum +++

Im Baltikum haben die Streitkräfte des EU- und Nato-Mitglieds Lettland Anwohner über eine mögliche Bedrohungslage durch eine Drohne im Osten des Landes informiert. Das Flugobjekt sei am Morgen in den Luftraum eingedrungen und habe diesen dann wieder verlassen, teilen die Streitkräfte mit. Kampfjets der Nato seien aktiviert worden, heißt es, ohne nähere Angaben. In der Vergangenheit kam es bereits zu Explosionen durch Drohnenvorfälle auf lettischem Gebiet. "Solange die russische Aggression in der Ukraine andauert, ist es möglich, dass es erneut zu Vorfällen kommt, bei denen ausländische Drohnen in den lettischen Luftraum eindringen oder sich diesem nähern", teilt das Militär weiter mit. Der Luftraum werde ständig überwacht, gemeinsam mit den Nato-Verbündeten sei auch schnelle Reaktion auf Bedrohungslagen gewährleistet.

+++ 08:47 Ukrainische Luftwaffe: Russland greift Ukraine mit fast 300 Drohnen an +++

Russland hat die Ukraine in der Nacht offenbar mit 287 Drohnen angegriffen. Das schreibt das Portal "Ukrainska Pravda" unter Berufung auf die ukrainische Luftwaffe. Demnach wurden 279 dieser Drohnen abgeschossen oder gestört. 

+++ 07:50 Behörden: Mindestens drei Tote bei ukrainischem Angriff auf Großraum Moskau +++

Bei einem ukrainischen Angriff auf den Großraum Moskau sind in der Nacht nach Angaben russischer Behörden mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Zudem seien bei Drohnenangriffen zwölf Menschen verletzt worden, die meisten von ihnen in der Nähe der Moskauer Ölraffinerie. Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin erklärt, die "Technik" der Raffinerie sei nicht beschädigt worden. 

+++ 07:13 Russland-Experte erwartet keinen raschen Angriff gegen Nato +++

Der Historiker Matthias Uhl hält die Warnungen von Bundespolitikern und Sicherheitsexperten vor einem baldigen Angriff Russlands auf Deutschland oder ein anderes Nato-Land für überzogen. "Es wäre unklug, jenen Experten Beachtung zu schenken, die zu Dramatisierungen neigen, ohne das Potenzial Russlands wirklich zu kennen", sagt er im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in Moskau. In seinem Buch "Wie stark ist Russland wirklich? Die Wahrheit über Putins Militärmacht" warnt er vor einem für den Westen "fatalen Rüstungswettlauf". Er plädiert für eine Abschreckung mit Augenmaß sowie für Dialog der EU mit Russland. Der Experte beklagt, dass zahlreiche deutsche Experten in Militär- und Sicherheitsfragen der russischen Propaganda von der "zweitstärksten Armee" der Welt erlegen seien. Das deutsche Bild beruhe nicht selten auf Fehlwahrnehmungen oder Mythen. "Dies führt zu einer Überschätzung der russischen Fähigkeiten und birgt die Gefahr, in eine fatale Rüstungsspirale zu geraten, die der Nato keine Vorteile in der Auseinandersetzung mit Russland bringt." Kremlchef Wladimir Putin versuche zwar, mit Waffenschauen und Raketentests, den Eindruck einer vermeintlichen Stärke russischer Rüstungsindustrie zu erzeugen. "Doch nichts ist weiter von der Realität entfernt", betont Uhl in seinem Buch.

+++ 06:23 Behörden: Ukraine greift Sewastopol mit Drohnen an +++

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die russisch besetzte Marinestadt Sewastopol auf der Halbinsel Krim sind nach Behördenangaben in der Nacht mehrere Wohnblocks und Häuser beschädigt worden. Zudem hätten Trümmer einer abgeschossenen Drohne eine Hochspannungsleitung getroffen, wodurch Stromausfälle verursacht worden seien, schreibt der Verwaltungschef der Stadt, Michail Raswoschajew, auf der Plattform Telegram. Das Kraftwerk der Stadt sei aber nicht getroffen worden. Insgesamt seien 25 Drohnen über mehreren Stadtteilen und dem Schwarzen Meer abgeschossen worden, schreibt Raswoschajew weiter. Verletzt worden sei nach vorläufigen Informationen niemand.

+++ 05:43 Bürgermeister: 64 Drohnen über Moskau abgeschossen +++

Russland meldet ukrainische Drohnenangriffe auf die Hauptstadt Moskau. Bürgermeister Sergej Sobjanin berichtet auf Telegram, von Mitternacht bis zum frühen Morgen seien 64 Drohnen abgeschossen worden.

+++ 04:47 Kiew: Verfolgen jede einzelne Drohne durch Belarus +++

Die Einheiten für unbemannte Systeme der ukrainischen Streitkräfte nehmen alle Drohnen, die durch den belarussischen Luftraum geflogen sind, genau ins Visier. Ukrinform zitiert Robert "Madyar" Brovdi, Kommandeur der unbemannten Systemstreitkräfte. "Wir verfolgen jede einzelne Shahed-Drohne, die über belarussische Luftkorridore in Richtung Ukraine unterwegs ist", bemerkt Brovdi. Ihm zufolge kann der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko sein eingeschüchtertes Volk nicht ständig über "Neutralität" belügen.

+++ 03:33 Estland: Kosten für Rüstungsgüter um 50 Prozent gestiegen +++

Die europäischen Länder sehen sich mit steigenden Kosten für Verteidigungsgüter konfrontiert - in den letzten zwei Jahren sind die Preise in einigen Fällen aufgrund erhöhter Nato-Verteidigungsausgaben um mehr als 50 Prozent gestiegen. Der estnische Verteidigungsminister Hanno Pevkur äußert sich dazu auf der Lennart-Meri-Sicherheitskonferenz in Tallinn, wie Ukrinform unter Berufung auf Bloomberg berichtet. "Wir stellen fest, dass die Preise für einige Artikel um 50 oder 60 Prozent gestiegen sind, wenn wir die vor zwei Jahren gekauften Mengen - also die gleichen Artikel - jetzt erhöhen wollen", sagt er. Der drastische Preisanstieg bei Waffen und militärischer Ausrüstung erschwert die Verteidigungsausgabenpläne der Nato, da Europa unter Druck steht, rasch aufzurüsten. Bloomberg merkt zudem an, dass Europa einen Großteil der Lieferungen für die Ukraine übernehmen muss, während die USA ihren Fokus auf andere Regionen richten.

+++ 02:03 Rumänische Behörden entschärfen Blindgänger nahe der ukrainischen Grenze +++

Das rumänische Verteidigungsministerium hat bestätigt, dass auf einem Grundstück nahe der Grenze zur Ukraine ein nicht explodiertes Geschoss entdeckt wurde. Das Geschoss wurde im Hof ​​eines unbewohnten Hauses im Dorf Pardina im rumänischen Kreis Tulcea gefunden, berichtet der "Kyiv Independent". Rumänien teilt eine 650 Kilometer lange Grenze mit der Ukraine. Das Ministerium bezeichnet das Objekt als ein "ungelenktes reaktives Geschoss", macht aber keine Angaben zur Herkunft. "Technische Überprüfungen bestätigten das Vorhandensein von zwei Kilogramm Sprengstoff im Geschosskörper", heißt es in der Erklärung. Laut dem rumänischen Verteidigungsministerium wurde "das Geschoss kontrolliert gezündet".

+++ 00:18 Kanzleramtsminister Frei besucht Irpin und Butscha +++

Eine deutsche Delegation unter der Leitung von Kanzleramtsminister Thorsten Frei hat laut Ukrinform die Region Kiew besucht. Der Leiter der Kiewer Regionalverwaltung, Mykola Kalashnyk, schreibt auf Facebook, die Delegation habe Irpin und Butscha besucht - beide Städte sind seit dem russischen Überfall auf die Ukraine zu Symbolen des Widerstands geworden. In Irpin besuchte die Delegation die Romanivskyi-Brücke, die in den ersten Kriegstagen zu einer Evakuierungsroute für Tausende von Zivilisten wurde, die vor der russischen Besatzung und dem Beschuss flohen.

+++ 23:14 USA lassen Ausnahme von Sanktionen auf russisches Öl auslaufen +++

Die USA haben eine Ausnahmeregelung auslaufen lassen, die in den vergangenen Wochen angesichts der im Iran-Krieg gestiegenen Energiepreise Sanktionen auf russisches Öl gelockert hatte. Vor gut einem Monat hatte eine Behörde des Finanzministeriums mitgeteilt, den Verkauf und die Lieferung von russischem Öl, das bis zu einem bestimmten Zeitpunkt auf Schiffe geladen wurde, bis zur Nacht auf diesen Samstag von US-Verboten auszunehmen. Bis zum Nachmittag (Ortszeit) veröffentlicht die Behörde auf ihrer Website keinen Hinweis über eine Verlängerung der Maßnahme.

+++ 22:00 Paris und Kiew wollen Zusammenarbeit bei Abwehrsystemen vertiefen +++

Bei einem Telefonat haben der französische Präsident Emmanuel Macron und sein ukrainischer Amtskollege Wolodymyr Selenskyj über die Stärkung der Flugabwehr der Ukraine gesprochen. "Frankreich ist bereit, an ballistischen Abwehrfähigkeiten zu arbeiten", schrieb Selenskyj auf X. Er danke Macron dafür und sprach von einem "wichtigen Schritt". Macron schrieb seinerseits auf X, dass sich die Ukraine auf Frankreich verlassen könne.

+++ 21:05 Selenskyj plant Maßnahmen wegen Transnistrien: Russland sollte mehr an eigene Raffinerien denken +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will sich eng mit der Regierung der Republik Moldau über das Vorgehen angesichts der jüngsten Schritte Russlands in Bezug auf das Separatistengebiet Transnistrien abstimmen. "In Moskau erzählen sie (...) oft, dass sie angeblich nur am Donbass interessiert seien. In Wirklichkeit geht es bei weitem nicht nur um den Donbass. Darauf müssen wir reagieren", sagte Selenskyj. Er habe das ukrainische Außenministerium angewiesen, mit Moldau eine gemeinsame Bewertung und gemeinsame Maßnahmen zu erarbeiten. "Ich erwarte auch Vorschläge von den ukrainischen Geheimdiensten bezüglich der Form der Reaktion. Russland sollte mehr über seine eigenen Raffinerien und Ölumschlaganlagen nachdenken, statt über die Bürger anderer Staaten und die Länder anderer Völker." Russlands Präsident Wladimir Putin hatte zuvor die Ausgabe russischer Pässe im Separatistengebiet Transnistrien erleichtert und damit den Druck auf die Republik Moldau verstärkt.

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