Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 12:04 Selenskyj: Ukraine verstärkt Angriffe auf russisches Hinterland +++
Die Ukraine hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj im April doppelt so viele Angriffe auf Russland in einer Entfernung von mehr als 20 Kilometern ausgeführt wie im März. Im Vergleich zum Februar seien es sogar viermal so viele gewesen, erklärt Selenskyj auf X. Er kündigt an, die Zahl der Angriffe auf weiter entfernte Ziele künftig noch zu erhöhen.
+++ 11:17 Russland schränkt Internet vor Parade in Moskau ein +++
Russland hat vor der jährlichen Militärparade zu den Feiern des Sieges über Nazi-Deutschland am 9. Mai in Moskau den Zugang zum mobilen Internet für viele Nutzer gekappt. Die Einschränkungen dienten der Sicherheit angesichts eines erhöhten Risikos ukrainischer Drohnenangriffe, teilt der Kreml. Reporter der Nachrichtenagentur Reuters in Moskau berichteten, dass das mobile Internet in verschiedenen Teilen der Hauptstadt nicht funktionierte. Telefongespräche waren demnach jedoch weiterhin möglich. Russische Mobilfunkbetreiber, die Großbank Sberbank sowie die Taxi-Sparte des Internetkonzerns Yandex hatten zuvor angekündigt, dass es zu Interneteinschränkungen und Störungen bei der Nutzung ihrer Dienste kommen könnte.
+++ 10:39 Russische Truppen rücken bei Lyman und Pokrowsk vor +++
Laut dem Institute for the Study of War (ISW) sind russische Einheiten in der Region Donezk punktuell vorgerückt. Demnach gab es Bewegungen südöstlich von Lyman sowie nordwestlich von Pokrowsk, ohne dass die betroffenen Gebiete vollständig unter Kontrolle gebracht wurden. Zudem verlegt die russische Militärführung laut ISW zusätzliche Kräfte in Richtung Pokrowsk. Die Analysten gehen daher davon aus, dass dort künftig verstärkte Angriffe möglich sind.
+++ 09:53 Selenskyj wirft Russland nach Angriffen "blanken Zynismus" vor +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kritisiert Russland scharf, weil es erst eine Feuerpause vorgeschlagen und dann die Ukraine erneut mit Raketen und Drohnen angegriffen habe. Damit habe Russland "blanken Zynismus" an den Tag gelegt. "Russland könnte den Beschuss jederzeit einstellen und würde damit den Krieg und unsere Reaktionen beenden", erklärt Selenskyj auf X. Um Frieden zu erreichen, seien konkrete Schritte nötig. "Die Ukraine wird entsprechend handeln."
+++ 08:49 Ukraine meldet vier Tote bei russischem Luftangriff in Region Poltawa +++
Bei einem russischen Drohnen- und Raketenangriff in der zentralukrainischen Region Poltawa sind nach Angaben der örtlichen Behörden mindestens vier Menschen getötet worden. 31 weitere Menschen seien verletzt worden, teilt der Gouverneur der Region, Witalij Djakywnitsch, auf Telegram mit. Direkte Treffer und herabfallende Trümmerteile abgefangener Geschosse seien an zwei Orten gemeldet worden. Ein Industrieunternehmen sei ebenefalls beschädigt worden, wodurch die Gasversorgung von fast 3500 Haushalten unterbrochen worden sei. Auch die Bahninfrastruktur sei bei dem nächtlichen Angriff beschädigt worden.
+++ 08:03 Kanada stellt Ukraine weitere 200 Millionen Dollar für Waffen bereit +++
Kanada stellt der Ukraine weitere 200 Millionen Dollar für die Waffenbeschaffung zur Verfügung, wie Präsident Wolodymyr Selenskyj mitteilt. Laut der "Kyiv Post" sollen die Mittel im Rahmen des multinationalen PURL-Programms für militärische Ausrüstung eingesetzt werden. Selenskyj dankt Kanada für die Unterstützung und fügt hinzu, NATO-Generalsekretär Mark Rutte habe bestätigt, dass vereinbarte Lieferungen von Raketenabwehrsystemen an die Ukraine fortgesetzt werden.
+++ 07:14 Kiew warnt vor Ausbau militärischer Infrastruktur in Belarus +++
Belarus baut nach Angaben der Ukraine weiter militärische Infrastruktur aus, die russische Operationen unterstützen könnte – auch wenn derzeit keine ausreichenden russischen Truppen für eine neue Offensive dort stationiert sind. Das berichtet der "Kyiv Independent" unter Berufung auf den staatlichen Grenzschutzdienst in Kiew. Demnach entstehen in Abstimmung mit Moskau Logistikrouten, Übungsgelände und weitere militärisch nutzbare Anlagen. Die aktuelle russische Präsenz in Belarus stelle zwar keine unmittelbare Bedrohung dar, die Infrastruktur könne jedoch jederzeit aktiviert werden. Ukrainische Behörden beobachten die Lage nach eigenen Angaben genau, insbesondere vor dem Hintergrund zuletzt gemeldeter ungewöhnlicher Aktivitäten an der belarussischen Grenze.
+++ 06:30 Oberst: Aufgabe von US-Stützpunkten "völlig falsch" +++
Der Oberst des österreichischen Bundesheers Markus Reisner ordnet die Ankündigungen der USA ein, Tausende Soldaten aus Deutschland abzuziehen. Das sei ein symbolischer Schritt und das Thema grundsätzlich überhaupt nicht neu. Bundeskanzler Merz habe richtig gelegen, als er sagte, der Iran würde die USA demütigen.
+++ 05:47 Ukraine greift in Russland an - Berichte über "Flamingo"-Einsatz +++
Bei einem großangelegten Drohnen- und Raketenangriff auf mehrere russische Regionen ist offenbar eine wichtige russische militärisch-industrielle Anlage in Tscheboksary getroffen worden. Es seien Explosionen zu hören gewesen, berichtet "Kyiv Independent" unter Berufung auf russische Telegram-Kanäle. Auf Fotos und Videos ist ein großer Brand zu sehen. Den russischen Berichten nach könnte eine in der Ukraine hergestellte FP-5-Flamingo-Rakete die Schäden verursacht haben.
+++ 04:07 IAEA: Drohne beschädigt Messgeräte an AKW Saporischschja +++
Eine Drohne hat nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) meteorologische Messgeräte am russisch besetzten Atomkraftwerk Saporischschja in der Ukraine beschädigt. Ein Expertenteam habe die Schäden an einigen Geräten des externen Strahlungskontrolllabors beobachtet, teilt die UN-Atomaufsichtsbehörde mit. Die Geräte seien nicht mehr betriebsbereit. IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi habe erneut zu größter militärischer Zurückhaltung in der Nähe aller Nuklearanlagen aufgerufen, um Sicherheitsrisiken zu vermeiden. Das Atomkraftwerk Saporischschja ist das größte in Europa und wurde in den ersten Wochen der russischen Invasion im Februar 2022 von russischen Truppen besetzt. Seitdem werfen sich beide Seiten regelmäßig gegenseitig militärische Aktionen vor, die die Sicherheit der Anlage gefährden könnten.
+++ 02:41 Tote nach Angriffen in Region Saporischschja +++
In der Region Saporischschja hat es mehrere Todesopfer infolge eines russischen Angriffs gegeben. Bei den Drohnenattacken wurden nach Behördengaben in der Kleinstadt Wilnjansk mindestens zwei Menschen getötet und vier verletzt. Der Ort liegt rund 35 Kilometer von der Frontlinie entfernt.
+++ 01:05 Sieben Tote nach Raketenangriff in der Region Charkiw +++
Nach einem russischen Raketenangriff auf die Stadt Merefa am Montagvormittag sind die Opferzahlen stark gestiegen. Nach ukrainischen Angaben wurden bei dem Angriff auf die Stadt in der Region Charkiw sieben Menschen getötet. Mehr als 30 Menschen seien verletzt worden, darunter ein zweijähriger Junge, teilt der Gouverneur der Region, Oleh Synjehubow, auf Telegram mit. "Der Einschlag war von großer Wucht, im Zentrum der Stadt, praktisch mitten auf den Straßen", schreibt Synjehubow. Mindestens zehn Häuser, ein Verwaltungsgebäude, vier Geschäfte und eine Autowerkstatt seien beschädigt worden.
+++ 23:30 Russland attackiert ukrainisches Ölterminal +++
Die russischen Streitkräfte haben Hafeninfrastruktur in Chornomorsk in der Region Odessa mit Drohnen angegriffen. Die Attacke erfolgte in der vergangenen Nacht, teilt der Betreiber mit. Bei dem Angriff wurde das Ölterminal "Kernel" beschädigt. Dieses ist relevant für den Handel des Landes mit Pflanzenöl. 1100 Tonnen der Flüssigkeit seien durch die Beschädigung von Tanks ausgetreten.
+++ 22:05 Estnischer Armeechef: Russland könnte bald für neue Aggression bereit sein +++
Der estnische Armeechef, Andrus Merilo, befürchtet, dass Russland nach einem möglichen Ende des Angriffskriegs gegen die Ukraine schnell wieder zu Aggressionen bereit sein könnte. "Es ist davon auszugehen, dass der Krieg in der Ukraine nicht dazu führen wird, dass Russland handlungsunfähig gegenüber uns wird", schreibt Merilo beim estnischen öffentlich-rechtlichen Rundfunk ERR. "Das bedeutet, dass Russland seine Kampfbereitschaft wiederherstellen wird, sobald es sich aus dem Krieg gegen die Ukraine zurückgezogen hat. Gleichzeitig führt es mit seinen destabilisierenden Aktionen aktiv Aufklärungsmaßnahmen durch und bereitet neue Angriffsziele vor. Meiner Meinung nach ist 2027 das Jahr, in dem Russland seine Kampfkraft wiederherstellen kann, und wenn es die Gelegenheit sieht, an anderer Stelle Gewalt anzuwenden, wird es dies auch tun", so Merilo.
+++ 21:25 Opferzahl nach russischem Raketenangriff steigt auf sieben +++
Die Zahl der Opfer eines russischen Angriffs auf den Ort Merefa in der Region Charkiw ist auf sieben gestiegen. Das teilen die örtlichen Behörden mit. Darüber hinaus steigt die Zahl der Verletzten auf 36.
+++ 21:00 Selenskyj kündigt Waffenruhe ab Mittwoch an +++
Kurz nach einer russischen Erklärung hat die Ukraine ebenfalls eine Waffenruhe angekündigt. "Wir verkünden eine Waffenruhe, beginnend ab 0 Uhr (23 Uhr MESZ) in der Nacht vom 5. auf den 6. Mai", teilt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mit.
+++ 20:43 Kim Jong-un fordert Jugend zur Vorbereitung auf Kampf in der Ukraine auf +++
Der nordkoreanische Diktator Kim Jong-un hat die junge Generation aufgefordert, sich darauf vorzubereiten, am russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine teilzunehmen. Eine entsprechende Erklärung gibt der Autokrat während eines Treffens zwischen Kim Jong-un und den Delegierten des 11. Kongresses des Sozialistischen Patriotischen Jugendverbandes ab. In dem Appell wird darauf hingewiesen, dass junge Soldaten, die auf Auslandseinsätze geschickt werden, "zu Bomben und Flammen wurden", um die Ehre ihres Landes zu verteidigen.
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