Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 05:08 Pistorius organisiert mehr als 30 Patriot-Lenkflugkörper für die Ukraine +++
Die Ukraine kann in den nächsten Wochen mit einem dringend benötigten Paket von Patriot-Flugabwehrraketen aus Europa rechnen. Nach "Spiegel"-Informationen ist es Verteidigungsminister Boris Pistorius gelungen, bei mehreren europäischen Partnern um die 30 Lenkflugkörper der neuesten Bauart PAC-3 loszueisen. Zusammen mit einer Handvoll der weltweit knappen High-Tech-Raketen vom Typ PAC-3 aus Bundeswehrbeständen sollen so schnell wie möglich um die 35 der Abfangraketen in die Ukraine geliefert werden. Das Bundesverteidigungsministerium bestätigt die geplante Lieferung des neuen Pakets.
+++ 03:51 Eisschicht verzögert Frühlingsaussaat in der Ukraine +++
Der Frühling ist in der Ukraine angekommen, doch dicke Eisschichten, die vom bitterkalten Winter übrig geblieben sind, werden den Beginn der Aussaat um zwei bis vier Wochen verzögern. Das werde die ohnehin schon angeschlagenen Landwirte inmitten der Herausforderungen des Krieges mit zusätzlicher Arbeit belasten. Während in den wärmeren südlichen Regionen der Ukraine die Aussaat bereits begonnen hat, sind die Felder in der Zentral- und Nordukraine noch immer mit fünf Zentimetern Schnee bedeckt, sagt Oleh Khomenko, der Geschäftsführer des Ukrainischen Agrarwirtschaftsclubs, gegenüber dem "Kyiv Independent".
+++ 02:48 Ukraine: Russische Drohne verletzt sechs Menschen in Charkiw +++
Eine russische Drohne trifft in der ukrainischen Großstadt Charkiw ein Gebiet nahe einem Hochhaus. Sechs Menschen werden verletzt, darunter ein Kleinkind, teilt Bürgermeister Ihor Terechow mit. Die Drohne zerschmettert Fensterscheiben und setzt Autos in Brand. Bei einem separaten russischen Beschuss der südöstlichen Stadt Dnipro werden nach Angaben von Gouverneur Oleksandr Hanzha sieben Menschen verletzt.
+++ 01:22 Trump kündigt Aussetzung von Öl-Sanktionen an +++
Angesichts der gestiegenen Ölpreise im Iran-Krieg will US-Präsident Donald Trump einige Ölsanktionen seines Landes aussetzen. Die Vereinigten Staaten würden "bestimmte ölbezogene Sanktionen aussetzen, um die Preise zu senken", sagt Trump in Doral im US-Bundesstaat Florida. Der US-Präsident äußert sich nach einem Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin über den Ukraine-Krieg. Es sei ein "positives Gespräch" gewesen, sagt Trump. "Wir werden diese Sanktionen aufheben, bis sich die Lage wieder normalisiert", erklärt Trump weiter. Er äußert sich nicht dazu, welches Land oder welche Länder von dem Schritt profitieren könnten. US-Finanzminister Scott Bessent deutete am Freitag gegenüber dem Sender Fox News eine mögliche Ausnahmeregelung für russisches Öl an.
+++ 00:29 EU-Sanktionsbeauftragter sieht Russland kurz vor verheerender Finanzkrise +++
Der EU-Sanktionsbeauftragte David O'Sullivan sieht die russische Wirtschaft kurz vor dem Zusammenbruch. "Die russische Wirtschaft befindet sich in einem verheerenden Zustand. Alle Wirtschaftsindikatoren blinken rot", sagt O'Sullivan im Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Das Land taumelt in eine Rezession, hat große Probleme mit den öffentlichen Finanzen, mit der Inflation und mit sehr hohen Zinsen", so der Top-Beamte der EU-Kommission weiter. Die Banken würden auf sehr schlechten Krediten sitzen, die die Industrie zur Finanzierung der Kriegswirtschaft aufnehmen musste. Nun könnten die Unternehmen die Kredite nicht mehr begleichen. "Russland steht kurz vor einer Finanzkrise, ähnlich wie 1998."
+++ 23:13 Insider: Trump erwägt Lockerung von Russland-Sanktionen zur Ölpreis-Dämpfung +++
Angesichts des Konflikts mit dem Iran und drastisch gestiegener Ölpreise erwägt US-Präsident Donald Trump Insidern zufolge Maßnahmen zur Marktberuhigung. Dazu gehörten eine Lockerung der Ölsanktionen gegen Russland sowie die Freigabe strategischer Reserven, sagen mehrere mit den Überlegungen vertraute Personen. Hintergrund der Überlegungen ist die Sorge im Weißen Haus, dass der Preissprung an den Zapfsäulen die US-Wirtschaft und die Verbraucher vor den Zwischenwahlen im November belasten könnte. Die Republikaner hoffen, bei den "Midterms" ihre Mehrheit im Kongress zu verteidigen.
+++ 22:20 Streit um beschlagnahmte Geldtransporter: Kiew bestellt ungarischen Botschafter ein +++
Im Streit mit der ungarischen Regierung um zwei beschlagnahmte Geldtransporter und mehrere Ukrainer hat das Außenministerium in Kiew den ungarischen Botschafter in der Ukraine, Antal Heizer, einbestellt. Das teilt das ukrainische Außenministerium am Abend mit. Demnach beschuldigt Kiew Budapest eines schwerwiegenden Verstoßes gegen seine völkerrechtlichen Verpflichtungen im Umgang mit den sieben festgehaltenen Mitarbeitern der staatlichen ukrainischen Oschadbank. Zwischen Ungarn und der Ukraine gibt es seit Wochen bereits Streit um die Druschba-Pipeline. Nach ukrainischen Angaben wurde die Öl-Pipeline bei russischen Angriffen beschädigt, Budapest äußerte Zweifel an der Darstellung und verlangt, dass wieder russisches Öl auf dem Weg geliefert wird.
+++ 22:07 Kreml: Trump und Putin haben über Ukraine-Krieg telefoniert +++
US-Präsident Donald Trump und Kremlchef Wladimir Putin haben nach Angaben aus Moskau über den Iran-Krieg und den Ukraine-Krieg gesprochen. Das Telefonat habe eine Stunde gedauert und sei sachlich, offen und konstruktiv gewesen, teilt Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow in einem vom Kreml veröffentlichten Kommentar mit. Trump habe angerufen. Aus den USA gab es zu dem Telefonat zunächst keine Informationen. Der US-Präsident habe erneut sein Interesse ausgedrückt, den Ukraine-Krieg so schnell wie möglich zu beenden, hieß es in der Mitteilung. Russland habe die Vermittlungsbemühungen von Trump und seinem Team positiv bewertet und eine Beurteilung der derzeitigen Lage an der Front gegeben. Russland rücke dort "äußerst erfolgreich" vor, sagte Uschakow. Die russische Armee arbeitet sich in dem seit mehr als vier Jahren andauernden Angriffskrieg Beobachtern zufolge langsam vor und erleidet hohe Verluste.
+++ 21:46 Russisches Gericht verurteilt drei Asow-Kämpfer zu langen Haftstrafen +++
Ein russisches Gericht hat drei ukrainische Kriegsgefangene der Asow-Brigade wegen Terrorismusvorwürfen zu langen Haftstrafen verurteilt. Das Militärgericht des Südlichen Bezirks in Rostow am Don verkündete die Urteile, wie das russische Exilmedium "Mediazona" unter Berufung auf den Pressedienst des Gerichts berichtet. Ihor Schtscherbonos, Serhij Schtschepkiw und Artem Domschenko wurden demnach die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und die Teilnahme an einer terroristischen Ausbildung vorgeworfen. Diese Anklagepunkte werden dem Bericht zufolge häufig gegen Ukrainer erhoben, die in Einheiten der Asow-Brigade gedient haben. Domschenko sei zu 18 Jahren Haft, Schtscherbonos zu 18,5 Jahren und Schtschepkiw zu 29 Jahren verurteilt worden.
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