Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 15:29 Selenskyj: Drohnenangriffe kosten Russland Milliarden Euro +++

01.05.2026, 00:01 Uhr

Ukrainische Drohnenangriffe haben nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj der russischen Ölindustrie seit Jahresbeginn einen Schaden von umgerechnet mindestens sechs Milliarden Euro zugefügt. "Durch Einschläge, Stillstand und Verzögerungen bei Lieferungen", zählt Selenskyj bei Telegram auf. Dabei hätten die Attacken im April ein neues Niveau erreicht, schreibt er. Drohnen würden inzwischen nicht nur weiter fliegen als je zuvor, sondern auch die Intensität der Angriffe sei auf Rekordlevel.

+++ 14:40 Bürgermeister warnt vor massivem Drohnenangriff auf Ternopil +++

Die russische Armee attackiert offenbar massiv die ukrainische Stadt Ternopil mit Drohnen aus der Luft. Wie die Agentur Suspilny berichtet, sind in der Stadt Explosionen und Geräusche der Luftabwehr zu hören. Der Bürgermeister schreibt auf Facebook am Mittag, dass sich eine große Anzahl feindlicher Drohnen nähere und warnt davor, den Alarm zu ignorieren: "Gehen Sie sofort in eine Notunterkunft und bleiben Sie dort bis zum Ende des Aufrufs."

+++ 14:01 Ukrainisches Militär veröffentlicht Angriffs-Video auf russischen Drohnenentwicklungsstandort +++

Das ukrainische Militär veröffentlicht ein Video, auf dem ein ukrainischer Drohnenangriff auf ein wichtiges russisches Militärtechnologiezentrum zu sehen sein soll. Das berichtet "Kyiv Independent" unter Berufung auf Angaben des 413. "Raid"-Regiments der ukrainischen Streitkräfte für unbemannte Systeme. Jene Einheit hatte den Angriff durchgeführt. Der getroffene Drohnenentwicklungs-Komplex befindet sich im von Russland besetzten Teil der ukrainischen Region Saporischschja. Bei dem Angriff wurden Schäden an mehreren Werkstätten des Zentrums bestätigt, so das Regiment. Das volle Ausmaß des Angriffs wurde nicht mitgeteilt.

+++ 13:21 Neue Luftabwehr-Strategie: Ukraine bestellt Tausende Octopus-Drohnen +++

Die Ukraine fährt ihre Produktion der Octopus-Drohnen hoch. Das berichtet das Portal Defence Express. Damit soll die ukrainische Luftabwehr gestärkt werden. Denn die Octopus-Drohne ist auf das Abfangen von Shahed-Drohnen iranischer Bauart spezialisiert. Vielfach setzt Russland diese Drohnenart im Krieg gegen die Ukraine ein. Erst Ende vergangenen Jahres war der ukrainische Drohnentyp Octopus in Massenproduktion gegangen. Einige sind bereits im Einsatz. Laut dem Bericht von Defence Express hat der ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow nun eine Charge von rund 8000 Drohnen bestellt.

+++ 12:42 Ukrainische Spezialeinheit veröffentlicht Video: Scharfschütze trifft zwei Panzer aus dem Hinterhalt +++

Ein einzelner ukrainischer Scharfschütze des 8. Spezialoperationsregiment der ukrainischen Streitkräfte soll nach eigenen Angaben zwei Panzer in Charkiw aus 750 Metern Entfernung außer Gefecht gesetzt haben. Das berichtet das Portal Defense Express. Die Spezialeinheit veröffentlicht dazu ein Video, auf dem Treffer aus dem Hinterhalt zu sehen sein sollen.

+++ 12:07 Russland veröffentlicht Zahlen zu ukrainischen Verlusten +++

Der russische Verteidigungsministerium veröffentlicht neue Verlustzahlen zu den ukrainischen Truppen in der Ukraine. Das berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Tass. Demnach haben die ukrainischen Streitkräfte innerhalb der vergangenen Woche mindestens 8010 Soldaten verloren. Westliche Schätzungen nennen geringere Verlustzahlen – wobei das auch nur Mindestwerte sind.

+++ 11:35 Ukraine: Luftalarm über Kiew wegen heftiger russischer Angriffe +++

Russland setzt seine Drohnenangriffe auf die Ukraine fort. Das berichtet die Verwaltung der Region auf ihren Kanälen in den sozialen Medien. Sie ruft Luftalarm in der gesamten Region Kiew aus. Auch die Region Sumy ist demnach betroffen. Derzeit werde an verschiedenen Orten russische Drohnen verfolgt. Unabhängig überprüfen lassen sich diese Angaben derzeit nicht.

+++ 11:07 Selenskyj fordert, Druck auf Russland zu erhöhen +++

In der vergangenen Nacht hat Russland die Ukraine vielfach in verschiedenen Regionen aus der Luft angegriffen. Das schreibt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in einem Post auf X. Bei den russischen Beschüssen sind fünf Menschen in Odessa und eine Person in Krywyj Rih verletzt worden, so Selenskyj. In der Region Charkiw wurde die Eisenbahninfrastruktur angegriffen, darunter auch Traktionsunterwerke. Eisenbahnwaggons gerieten in Brand. "Tausende Familien waren aufgrund der Beschüsse ohne Strom", so der Präsident. "Solche täglichen Angriffe zeigen, dass der Druck auf Russland erhöht werden muss." Wenn der Kreml nicht freiwillig zur Diplomatie übergehen wolle, müsse man ihn mit Sanktionen dazu zwingen.

+++ 10:38 ISW: Ukraine bekommt erste F-16-Kampfjets-Simulatoren +++

Die Ukraine hat ihre ersten mobilen F-16-Kampfflieger-Flugsimulatoren erhalten. Das schreiben die Analysten des Institute for the Study of War (ISW) in ihrem jüngsten Bericht unter Berufung auf Angaben des ukrainischen Verteidigungsministeriums. Der ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow schätzt, dass die ukrainischen Streitkräfte die Simulatoren rasch einsetzen werden. Dadurch würde die Lücke zwischen Ausbildung und Kampfeinsatz verkürzt und gleichzeitig die Abfangfähigkeit von Luftzielen während der anhaltenden russischen Raketenangriffe verbessert. Die Ukraine baut ihre Luftabwehrfähigkeiten weiter aus, während sie die gemeinsame Produktion und die Zusammenarbeit in der Verteidigungsindustrie mit westlichen Partnern ausweitet, so die Analysten des ISW.  

+++ 10:09 Ukrainischer Geheimdienst: Russischer Informant in Mykolajiw entlarvt +++

Agenten des ukrainischen Inlandsgeheimdienstes (SBU) haben einen Informanten in Mykolajiw festgenommen, der mit dem Kreml zusammengearbeitet haben soll. Das teilt der SBU mit. Der Festgenommene soll für die Russen Koordinaten der ukrainischen Streitkräfte in der Region ausfindig gemacht haben. Die Informationen hätten dem russischen Militär in der Vorbereitung gezielter Drohnen- und Raketenangriffe gegen das ukrainische Militär weitergeholfen. Die SBU-Ermittler entlarvten den Mann nach eigenen Angaben auf frischer Tat, als er gerade Informationen an einen russischen Geheimdienstoffizier übergeben wollte. Der Mann sitze derzeit in Untersuchungshaft. Ihm drohen bis zu zwölf Jahre Haft.

+++ 09:43 Ukraine: 190 von 210 Drohnenangriffen binnen einer Nacht abgewehrt +++

Binnen einer Nacht hat das russische Militär die Ukraine mit 210 Kampfdrohnen angegriffen. Das teilt die ukrainische Luftwaffe auf den sozialen Medien mit. 190 russische Drohnen hat die Luftabwehr der Ukraine demnach abgeschossen. 14 sollen an verschiedenen Zielen in der Ukraine eingeschlagen sein.

+++ 09:08 Ukraine veröffentlicht Zahlen zu russischen Verlusten +++

Der ukrainische Generalstab veröffentlicht neue Verlustzahlen zu den russischen Truppen in der Ukraine. Demnach soll Russland seit dem 24. Februar 2022 rund 1.331.710 Soldaten in der Ukraine verloren haben. Allein innerhalb von 24 Stunden betrage die Zahl der Verluste 1420. Dem Bericht aus Kiew zufolge sollen unter anderem außerdem ein Flugabwehrsystem, zwei Panzer, 100 Artilleriesysteme und 1924 Drohnen zerstört worden sein. Insgesamt soll Russland laut der Ukraine seit Beginn des Großangriffs 11.903 Panzer, 41.044 Artilleriesysteme, 1357 Flugabwehrsysteme und 435 Flugzeuge, 352 Hubschrauber, 265.284 Drohnen, 33 Schiffe sowie zwei U-Boote verloren haben. Westliche Schätzungen nennen geringere Verlustzahlen - wobei das auch nur Mindestwerte sind.

+++ 08:37 Ukraine: Nach russischem Drohnenangriff brennt ein Wohnhaus in Mykolajiw +++

Binnen einer Nacht haben russische Truppen die ukrainische Stadt Mykolajiw mehrfach mit Drohnen angegriffen. Das berichtet Ukrainska Pravda unter Berufung auf Telegram-Mitteilungen der Sprecher der Behörden der Stadt. Bei dem Angriff soll ein Wohngebäude beschädigt worden sein, in dem Haus soll ein Brand ausgebrochen sein. Nach ersten Erkenntnissen gibt es keine Verletzten.

+++ 08:04 ISW: Ukrainer gewinnen Gebiete bei Slowjansk und Kostjantyniwka zurück +++

Die ukrainischen Streitkräfte haben kürzlich an verschiedenen Stellungen an der Front Gebiete in der Region Donezk zurückerobert. Das schreiben die Analysten des Institute for the Study of War (ISW) in ihrem jüngsten Bericht. Während die russischen Streitkräfte ihre Offensivoperationen bei Slowjansk fortsetzten, hat das ukrainische Militär Gebiete im Nordosten der keine 30 Kilometer entfernten Stadt Lyman zurückerobert, so die ISW-Analysten. Zudem soll das ukrainische Militär Stellungen im Osten der Kostjantyniwka in der Donezk zurückerobert haben. In dem taktischen Gebiet Kostjantyniwka-Druschkiwka führen russische Streitkräfte derzeit Infiltrationsmissionen durch. Die Analysten des ISW beziehen sich in ihrem Bericht auf geolokalisiertes Bild- und Filmmaterial der vergangenen Tage.

+++ 07:30 Ukraine: Zwei Verletzte nach russischem Angriff auf Odessa +++

Bei einem russischen Drohnenangriff sind nach ukrainischen Angaben zwei Menschen in der Stadt Odessa verletzt worden. Die Hafeninfrastruktur in der Region sei beschädigt worden, teilt Gouverneur Oleh Kiper mit. Bei dem Angriff seien zudem zwei Hochhäuser beschädigt worden. Dadurch seien Wohnungen zerstört worden, Brände seien ausgebrochen, schreibt Kiper in der Messaging-App Telegram. Er macht keine Angaben zum Ausmaß der Schäden an den Hafenanlagen.

+++ 06:56 Russland meldet Gebietsgewinne in Donezk und Sumy +++

Russland meldet, dass seine Streitkräfte in den vergangenen 24 Stunden die Kontrolle über zwei Ortschaften in den Regionen Donezk und Sumy übernommen haben. Das russische Verteidigungsministerium erklärt in seinem täglichen Lagebericht, dass seine Streitkräfte binnen eines Tages Angriffe auf 141 ukrainische Orten durchgeführt hätten. Dabei hätten sie gezielt die Energieinfrastruktur der ukrainischen Streitkräfte, deren Startplätze für Drohnen sowie vorübergehende Einsatzorte ukrainischer bewaffneter Formationen und ausländischer Söldner ins Visier genommen.

+++ 06:18 Bericht: Ukraine und Niederlande starten gemeinsame Drohnen-Produktion +++

Die Ukraine und die Niederlande planen, in diesem Jahr gemeinsam Drohnen zu produzieren. Das bestätigt ein Sprecher des niederländischen Verteidigungsministeriums gegenüber einem Korrespondenten von Ukrinform in Den Haag. Dies sei ein wichtiger nächster Schritt in der Zusammenarbeit zwischen den Ländern, heißt es in dem Bericht. Demnach sollen unter anderem FVP-Drohnen vom Typ K4 sowie Drohnen der Serie Baton produziert werden, die für den Einsatz im Kampf mit einer Reichweite von 30 Kilometern entwickelt wurden. Die Vertragsbedingungen seien noch geheim. Laut dem Ukrinform-Bericht haben die Niederlande ein Partnerschaftsabkommen mit der Ukraine unterzeichnet und investieren 248 Millionen Euro in Drohnen. 

+++ 05:11 Ukraine greift erneut in Tuapse an +++

Russische Behörden melden einen erneuten ukrainischen Drohnenangriff auf den russischen Schwarzmeerhafen Tuapse. "In Tuapse ist infolge eines Drohnenangriffs des Kiewer Regimes ein Feuer auf dem Gelände des Seehafenterminals ausgebrochen", teilt der Generalstab der Region Krasnodar auf Telegram mit. Es habe keine Verletzten gegeben. Rettungskräfte seien im Einsatz.

+++ 03:55 Ukraine hofft auf Waffenlieferungen aus Japan +++

Die Lockerung der japanischen Vorschriften für den Waffenexport ebnet nach Ansicht der Ukraine den Weg für Gespräche über mögliche Waffenlieferungen aus Tokio. "Theoretisch ist das ein sehr großer Schritt nach vorn", sagt der ukrainische Botschafter Jurij Lutowinow in einem Interview mit Reuters. Die Ukraine gehe wegen der Sensibilität von Rüstungsexporten in Japan vorsichtig vor. Zunächst könne Tokio helfen, die Entwicklung eines ukrainischen Luftabwehrsystems zu finanzieren, so der Botschafter. Dies würde die Abhängigkeit von den zunehmend knappen Patriot-Raketen aus der US-Produktion verringern. "Wir haben alle notwendigen industriellen Kapazitäten für die Produktion. Aber wir brauchen Investitionen. Wir brauchen Geldmittel", sagt er.

+++ 01:51 Nach Druck aus Kiew: Israel weist Getreidefrachter ab +++

Ein Schiff, das Getreide aus den von Russland besetzten Gebieten der Ukraine nach Israel transportiert hat, wird dort nicht entladen. Das teilt der ukrainische Außenminister Andrii Sybiha mit. Laut Vesselfinder hat der Frachter die Bucht von Haifa verlassen und nimmt Kurs nach Westen. Das Schiff fährt unter der Flagge Pananams und soll über 25.000 Tonnen Gerste und Weizen an Bord haben. Kiew spricht von gestohlenem Getreide und hatte den israelischen Botschafter einbestellt. Die rechtlichen und diplomatischen Maßnahmen der Ukraine hätten Wirkung gezeigt, schreibt Sybiha auf X. Das israelische Außenministerium erklärt dazu, das Schiff habe "beschlossen, die israelischen Hoheitsgewässer zu verlassen".

+++ 00:32 Russland: Zwei Teenager bei ukrainischem Drohnenangriff getötet +++

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die russische Grenzregion Belgorod sind nach russischen Angaben zwei Teenager auf einem Motorrad getötet worden. Das teilt der Gouverneur der Region, Wjatscheslaw Gladkow, auf Telegram mit.

+++ 22:25 Ukraine: Russland startet psychologische Operation in Region Charkiw +++

Im Rahmen der psychologischen Kriegsführung hat Russland laut ukrainischen Angaben eine Operation in der Grenzregion Charkiw gestartet. "Der Feind wirft massenhaft Flugblätter aus Drohnen ab, die ukrainischen Banknoten täuschend ähnlich sehen", berichtet das Zentrum zur Bekämpfung von Desinformation auf Telegram. "Diese Fälschungen enthalten Aufrufe zur Zusammenarbeit, Vorschläge zur, die Positionen der ukrainischen Streitkräfte zu verraten sowie Versuche, die Staatsführung zu diskreditieren." Häufig seien QR-Codes auf den Flugblättern angebracht. "Das Scannen solcher Codes führt zu Phishing-Seiten oder schädlichen Kanälen, was zum Hacken Ihres Smartphones und zum Diebstahl persönlicher Daten führen kann", warnt das Zentrum. Gefundene Flugblätter sollen den Behörden ausgehändigt werden. 

+++ 21:14 Video zeigt Angriff ukrainischer Seedrohnen auf russische Patrouillenboote +++

Die ukrainische Marine hat nach eigenen Angaben in den frühen Morgenstunden russische Patrouillenboote nahe der Kertsch-Brücke attackiert. Dabei seien ein Boot der Sobol-Klasse des Inlandsgeheimdienstes FSB und ein Anti-Sabotage-Boot der Grachonok-Klasse der russischen Marine getroffen worden. "Diese Boote sind Schlüsseleinheiten der Küstenwache des FSB und der russischen Marine, die zur Bewachung der Kertsch-Brücke und zum Kampf gegen Saboteure verwendet werden", schreibt die Marine zu einem Video, das den Einsatz zeigen soll.

+++ 20:18 Protest gegen Russland: Jury von Kunstbiennale tritt zurück +++

Die Kunstbiennale von Venedig - eine der weltweit wichtigsten Ausstellungen zeitgenössischer Kunst - kommt nicht zur Ruhe. Wenige Tage vor Beginn der Ausstellung in der italienischen Lagunenstadt erklärt die internationale Jury geschlossen ihren Rücktritt. Wegen der Beteiligung Russlands an der Biennale trotz des Angriffskriegs gegen die Ukraine gibt es seit Monaten Streit. Zudem geriet die Jury vergangene Woche in die Kritik, weil sie Russland und Israel von der Vergabe der Biennale-Preise ausschloss.

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