Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 00:55 Selenskyj: Bisherige Militärprojekte mit Deutschland "nur der Anfang" +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj setzt auf weitere Gemeinschaftsprojekte mit Deutschland bei der Rüstungsproduktion. Derzeit gebe es sechs Projekte, "aber das ist nur der Anfang", so Selenskyj in Kiew bei einem Treffen mit Verteidigungsminister Boris Pistorius. Der SPD-Politiker betont ebenfalls die Bedeutung der Zusammenarbeit mit der Ukraine, mit der jüngst eine strategische Partnerschaft sowie eine vertiefte Zusammenarbeit bei Militär und Rüstung vereinbart worden war. An Selenskyj gerichtet sagt er über die Ukraine: "Sie sind nicht länger nur ein Konsument von Sicherheit, sondern sie stellen Sicherheit bereit."
+++ 23:23 Ehemals rechte Hand von Selenskyj unter Geldwäsche-Verdacht +++
Antikorruptionsbehörden in der Ukraine verdächtigen den ehemaligen Leiter des Präsidentenbüros, Andrij Jermak, der Geldwäsche. Er soll zu einer organisierten Gruppe gehören, die jetzt enttarnt wurde. Sie soll an der Geldwäsche von umgerechnet fast neun Millionen Euro im Zusammenhang mit einem Luxusbauprojekt in der Nähe Kiews beteiligt sein. Jermak war nach Durchsuchungen in seiner Wohnung im Zuge eines Korruptionsskandals Ende November vergangenen Jahres zurückgetreten. Er war ein langjähriger Vertrauter des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Er leitete das Präsidentenbüro seit 2020 und galt als zweitwichtigster Mann in der Ukraine.
+++ 22:23 Kallas sieht Anzeichen für Verschiebung der Kräfteverhältnisse im Krieg +++
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas sieht Anzeichen für eine Verschiebung der Kräfteverhältnisse im Ukraine-Krieg. Die "rekordverdächtigen" russischen Verluste auf dem Schlachtfeld, die tief ins Land hineinreichenden Angriffe der Ukraine auf Russland und die "immer kleiner werdende Militärparade in Moskau" zeigten, "dass sich die Dynamik des Krieges verändert", sagt Kallas nach einem Treffen der EU-Außenminister in Brüssel. Die Ukraine sei in einer "viel besseren Position als vor einem Jahr", fährt Kallas fort. Der russische Präsident Wladimir Putin hingegen befinde sich einer "schwächeren Position als je zuvor".
+++ 21:45 Kein Kriegsende in Sicht: Ukraine bereitet sich auf neue russische Luftangriffe vor +++
Vor dem offiziellen Auslaufen der "Waffenruhe" zwischen Moskau und Kiew stellt sich die Ukraine auf neue Angriffe ein. "Wir sehen auch, dass Russland nicht die Absicht hat, diesen Krieg zu beenden", sagt Präsident Wolodymyr Selenskyj in einer abendlichen Videobotschaft. "Wir bereiten uns auf neue Angriffe vor, leider." Auch am dritten und offiziell letzten Tag der von US-Präsident Donald Trump vermittelten Waffenruhe verzichteten beide Seiten weitgehend auf Luftangriffe. Am Boden berichteten sie aber von vielen Verstößen des Gegners, auf die jeweils reagiert worden sei. Ähnlich war es bereits bei der Waffenruhe über das orthodoxe Osterfest.
+++ 21:15 Ukraine dementiert russische Vorstöße im Sumpfgebiet des zerstörten Kachowka-Staudamms +++
Berichte über angebliche Versuche russischer Sabotagegruppen, über den Boden des zerstörten Kachowka-Staudamms in die Stadt Nikopol vorzudringen, entsprechen laut Ukrinform nicht der Wirklichkeit. "Jedoch überwachen die ukrainischen Verteidigungskräfte die Lage und schließen die Gefahr von Sabotageakten nicht aus", sagt der Sprecher der Heeresgruppe Süd, Wladyslaw Woloschyn, dem Medium. Die Gegend rund um den zerstörten Kachowka-Staudamm sei demnach schwer passierbar wegen versumpfter Abschnitte, des dichten Schilfs, der Wasserreste sowie des Hauptlaufs des Dnipro-Flusses, der überwunden werden müsse.
+++ 20:42 Kiesewetter sieht Handlungsbedarf: "Müssen nachrüsten - bester Partner dafür ist Ukraine" +++
Putin schlägt vor, Gerhard Schröder als Vermittler einzusetzen. CDU‑Verteidigungsexperte Roderich Kiesewetter hält diesen Vorstoß für ein durchschaubares Ablenkungsmanöver - und findet deutliche Worte für den Altkanzler: Er habe "überhaupt kein Verständnis von der Ukraine" und sei "einer der Haupt‑Handlanger" Moskaus.
+++ 20:10 Glasfaser-Drohnen sollen plötzlich wieder an Bedeutung verloren haben +++
Der ukrainische Soldat Dimko Zhluktenko berichtet auf X, Glasfasertechnik spiele nach wie vor eine Rolle, aber nicht mehr so stark wie früher. Der Grund sollen die Kosten sein. "Sie ist mittlerweile extrem teuer. Früher haben wir eine 50-km-Rolle für 300 Dollar gekauft, heute kostet sie locker 2500 Dollar", so Zhluktenko. Per Glasfaserkabel gesteuerte Drohnen sind immun gegen elektronische Störsender.
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