Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 16:06 Einige Nato-Länder loten stärkere Schutzmaßnahmen für arktische Region aus +++
Nato-Staaten prüfen nach Worten von Verteidigungsminister Boris Pistorius einen verstärkten gemeinsamen Schutz der arktischen Region um Grönland. "Es geht um Überwachung, es geht um Patrouillen, es geht um sehen, was passiert unter Wasser, über Wasser und in der Luft. Es geht um - wie gesagt - Aufklärung und es geht um regelmäßiges Üben vor Ort, um zu zeigen, dass wir da sind", sagt der SPD-Politiker bei einem Besuch der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas in Berlin. Einige Nato-Partner seien dabei, zusammen mit der Nato zu erörtern und auszuloten, welche Maßnahmen sinnvoll seien und was nötig sei, sagt Pistorius. US-Präsident Donald Trump erhebt Ansprüche auf das zu dem Nato-Mitglied Dänemark gehörende Grönland und begründet dies mit Sicherheitserfordernissen. "Wenn wir Grönland nicht nehmen, werden es Russland oder China tun, und das werde ich nicht zulassen", behauptet Trump.
+++ 15:30 Ukraine: Bedeutende Drohnenfabrik im russischen Taganrog mit Raketen getroffen +++
Die ukrainischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben in der Nacht eine Drohnenfabrik in der südrussischen Stadt Taganrog angegriffen. Ukrainische Raketen hätten die Produktionsstätten des Unternehmens "Atlant Aero" getroffen, erklärt der Generalstab. Demnach wurden Explosionen und ein Brand registriert. Das Ausmaß des Schadens werde noch ermittelt. Laut dem ukrainischen Inlandsgeheimdienst wurden in dem Werk Angriffs- und Aufklärungsdrohnen sowohl konstruiert als auch produziert und erprobt. Die Zerstörung des Werks werde nicht nur die Drohnen-Produktion verringern, sondern auch die technischen Fähigkeiten der Russen schwächen, Angriffe und Aufklärungsoperationen mit Drohnen vorzunehmen, schreibt der Geheimdienst: "Jede stillgelegte Produktionslinie bedeutet Hunderte von Drohnen, die nicht über ukrainische Städte fliegen, keine Zivilisten töten und keine Häuser zerstören werden."
+++ 15:12 Litauen lehnt mögliche EU-Verhandlungen mit Russland ab +++
Litauen lehnt Vorschläge zur Wiederaufnahme des Dialogs zwischen der EU und Russland ab. Das sagt der litauische Botschafter bei der Europäischen Union, Nerijus Aleksejunas, beim Radiosender Ziniu radijas, berichtet "LRT". "Wir haben Bedingungen vereinbart, wann wir die Kontakte wieder aufnehmen können. Bislang sehen wir kein Argument, das darauf hindeuten würde, dass sich etwas seitens Russlands geändert hat", sagt Aleksejunas. Er sieht die EU dennoch weiter am Ball. "Ich würde nicht mit Sicherheit sagen, dass die EU nicht am Verhandlungstisch sitzt. Vielleicht nicht im Mittelpunkt des Geschehens, aber wir sind in der Nähe und werden auf dem Laufenden gehalten."
+++ 14:37 Ukraine fängt russische Drohnen mit fliegenden Angeln ab +++
Ukrainische Soldaten zeigen Einfallsreichtum an der Front: Mit simplen "Angelruten" bringen sie russische Aufklärungsdrohnen zum Absturz – manchmal bleiben sie sogar unbeschädigt hängen. Ein weiteres Beispiel, wie der Drohnenkrieg im Donbass zu einem Wettlauf aus Technik, Taktik und Improvisation wird.
+++ 14:06 Sabotage für Russland? Bundesanwaltschaft klagt zwei Ukrainer an +++
Acht Monate nach der Festnahme von drei Ukrainern, die Sabotageplänen in russischem Auftrag zugestimmt haben sollen, erhebt die Bundesanwaltschaft am Oberlandesgericht Stuttgart Anklage gegen zwei von ihnen. Nach Angaben der Karlsruher Behörde sollen sie vorgehabt haben, Pakete mit Sprengsätzen aufzugeben. Diese hätten sich in Deutschland oder auf dem Weg in die Ukraine entzünden sollen. Die beiden Ukrainer sollen im Auftrag eines russischen Nachrichtendienstes Pakete mit GPS-Trackern in Richtung Ukraine verschickt haben, um einen späteren Versand von Brandsätzen auszutesten. Mehr dazu lesen Sie hier.
+++ 13:40 Litauen liefert Ukraine komplettes Heizkraftwerk - in Einzelteilen +++
Der litauische Energieversorger Ignitis Gamyba hat ein altes Heizkraftwerk aus der Hauptstadt Vilnius auseinandergebaut und in die Ukraine geliefert. Wie das britische Branchenportal Energy Institute meldet, verfügt die Anlage für Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) über eine Gesamtleistung von 1000 Megawatt (603 MW Heizleistung und 360 MW Stromleistung) und kann bis zu einer Million Menschen mit Energie und Wärme versorgen. Aus Sicherheitsgründen wird nicht mitgeteilt, in welche Region der Ukraine die Einzelteile des Kraftwerks geliefert wurden. Bekannt ist dem Bericht zufolge allerdings, dass die Anlage nicht in Gänze wiederaufgebaut wird. Stattdessen soll sie gewissermaßen als Ersatzteillager für ukrainische Kraftwerke dienen, die von Russland zerstört wurden. Es handelte sich um eine Schenkung. Mehr dazu lesen Sie hier.
+++ 13:10 Ukrainischer Verteidigungsminister Schmyhal aus dem Amt entlassen +++
Das ukrainische Parlament, die Werchowna Rada, hat den Rücktritt des ukrainischen Verteidigungsministers Denys Schmyhal aus seinem Amt bestätigt. 265 der insgesamt 395 Abgeordneten unterstützten den Rücktritt. Schmyhal war seit 17. Juli 2025 im Amt. Er wechselt jetzt in das Energieministerium und wird zusätzlich Vizepremier des Landes. Sein Nachfolger im Verteidigungsministerium wird der derzeitige Vizepremier und Digitalminister Mychajlo Fedorow. Er ist der vierte Verteidigungsminister seit Kriegsausbruch.
+++ 12:50 Selenskyj: Hunderttausende Familien ohne Strom +++
Durch die russischen Angriffe auf das ukrainische Energiesystem müssen derzeit Tausende Haushalte frieren. Hunderttausende Familien seien derzeit ohne Strom, sagt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. "Die Welt kann diesem Terror Russlands mit neuen Hilfspaketen für die Ukraine begegnen. Wir setzen darauf, die Lieferungen der bereits mit Amerika und Europa vereinbarten Güter zu beschleunigen", so Selenskyj auf Telegram. "Russland muss verstehen, dass Kälte nicht zum Sieg im Krieg beitragen wird." Der Kreml attackierte in der vergangenen Nacht ein Wärmekraftwerk der DTEK Group in Odessa (siehe Eintrag von 8:05 Uhr). "Aufgrund des Beschusses sind derzeit 47.000 Familien ohne Strom", heißt es vom Betreiber. Die Reparatur würde "lange Zeit in Anspruch nehmen". Auch in anderen Regionen zielte Russland auf die Energieinfrastruktur ab. In Kiew stünden 70 Prozent der Häuser ohne Strom da. Der staatliche Netzbetreiber Ukrenergo teilte mit, Ziel der Angriffe sei gewesen, "die Stadt von der Stromversorgung abzuschneiden".
+++ 12:17 Kreml bestellt polnischen Botschafter ein +++
Russland hat den polnischen Botschafter wegen der Verhaftung eines russischen Archäologen einbestellt. Er solle freigelassen und nicht an die Ukraine übergeben werden, teilt das russische Außenministerium mit. Krzysztof Krajewski sei bei dem Termin am Montag mitgeteilt worden, dass die ukrainischen Vorwürfe gegen den Archäologen absurd seien. Der Wissenschaftler Alexander Butjagin arbeitet für die Hermitage in St. Petersburg. Die Ukraine wirft ihm vor, nicht genehmigte Ausgrabungen vorzunehmen und insbesondere Artefakte auf der Krim zu plündern. Die Krim gehört zur Ukraine und wurde 2014 von Russland annektiert. Die Ukraine erklärt, sie verteidige nicht nur ihr Volk und Territorium, sondern auch ihr kulturelles Erbe.
+++ 11:42 Russland startet Großangriff auf militärisch-industrielle Anlagen +++
Russische Streitkräfte haben laut Angaben des Verteidigungsministeriums einen Großangriff auf militärisch-industrielle Anlagen in der Ukraine gestartet. Dieser sei eine Reaktion auf ukrainische Angriffe auf die russische zivile Infrastruktur gewesen. Der mit bodengestützen Präzisionswaffen sowie Drohnen ausgeführte russische Angriff habe sich gegen Energieinfrastrukturanlagen und Unternehmen des "militärisch-industriellen Komplexes" gerichtet.
+++ 11:07 Ukrainer erbeuten russischen Igelpanzer +++
Im November sorgt ein neuartiger Panzer der russischen Armee für Aufsehen - nicht nur bei den Ukrainern. Der einem Igel anmutende, umgebaute Panzer trägt die neueste Version eines Aufsatzes, der das Kriegsgerät gegen Drohnenangriffe sichern soll. Jetzt haben die ukrainischen Streitkräfte einen solchen Panzer erkämpft. "Soldaten des Panzerbataillons haben in Zusammenarbeit mit Kämpfern des 1. Angriffsbataillons der 92. separaten Angriffsbrigade einen russischen T-80-Panzer erbeutet", teilt die 92. Schützenbrigade auf Telegram mit. Der Panzer sei außer Gefecht gesetzt worden und nun eine Trophäe.
+++ 10:44 Sacharowa: Selenskyj-Regime für Morde an Journalisten verantwortlich +++
Maria Sacharowa, die Sprecherin des russischen Außenministeriums, macht den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selensykj für Morde an russischen Journalisten verantwortlich. "Dutzende Journalisten und Kriegsberichterstatter bezahlten den höchsten Preis für ihre Überzeugungen und fielen tragischerweise gezielten Angriffen von Neonazis der ukrainischen Streitkräfte an der Front oder von Saboteuren des Kiewer Regimes fernab der Kontaktlinie zum Opfer", teilt sie anlässlich des russischen Tages der Presse mit. "Weder die direkten Täter dieser blutigen Verbrechen und Terroranschläge noch ihre Führung noch die westlichen Unterstützer der Gräueltaten des Selenskyj-Regimes werden der Verantwortung für diese und andere Morde an Zivilisten entgehen, denen Medienschaffende nach internationalem Recht gleichgestellt sind." Gezielte Angriffe auf russische Pressevertreter oder eine Häufung von zufälligen Journalistentötungen bei Gefechten durch ukrainisches Militär sind nicht bekannt.
+++ 10:22 Schweden investiert Multimillionenbetrag in Drohnen +++
Schweden wird 4 Milliarden Kronen (umgerechnet 374 Millionen Euro) für Drohnen ausgeben, die in den nächsten zwei Jahren geliefert werden sollen, kündigt der schwedische Verteidigungsminister Pal Jonson an. Das Nato-Mitglied werde unbemannte Systeme erwerben, darunter Langstrecken-Angriffsdrohnen, Systeme für die elektronische Kriegsführung und Überwachungsdrohnen sowie Drohnen zur maritimen Überwachung und Minenräumung. Darüber hinaus werde die Regierung 1,3 Milliarden Kronen (121,5 Millionen Euro) in neue Militärsatelliten investieren, führt Jonson aus. "Niemand weiß, wie der nächste Krieg aussehen wird, aber eines ist klar: Das zukünftige Schlachtfeld wird von unbemannten Systemen und großer Reichweite geprägt sein", sagt Jonson auf der jährlichen Verteidigungskonferenz Schwedens in Salen. "Wer das nicht versteht, wird entweder tot oder besiegt sein. Krieg ist, wie wir wissen, ein grausamer Lehrmeister."
+++ 10:01 Selenskyj beklagt fehlendes "militärisches Verantwortungsgefühl" +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagt, der Kreml habe in der vergangenen Nacht acht ukrainische Regionen angegriffen. Hauptziel der russischen Schläge sei der Energiesektor gewesen. "Fast 300 Kampfdrohnen, die meisten davon vom Typ Shahed, sowie 18 ballistische Raketen und 7 Marschflugkörper wurden heute Nacht von den Russen über der Ukraine abgefeuert. Hauptziel des Angriffs war erneut unser Energiesektor: Kraftwerke und Umspannwerke. Leider wurden zahlreiche Wohnhäuser und zivile Infrastrukturen zerstört", so Selenskyj auf Telegram. Ihm zufolge griffen die Russen "ohne jegliches militärisches Verantwortungsgefühl" ein Postamt in Korotytsch in der Region Charkiw an und töteten dabei vier Menschen (siehe Eintrag von 6:40 Uhr).
+++ 09:24 Ukrainischer Angriff in Taganrog: Russland äußert sich zu Schäden +++
Bei einem Drohnenangriff in Taganrog im Süden Russlands (siehe Eintrag von 6:00 Uhr) wurden zwei Industrieanlagen, acht Wohnhäuser und mehrere Fahrzeuge beschädigt. Das sagt Bürgermeisterin Swetlana Kambulowa. Über Verletzte oder Todesopfer gibt sie bisher keine Auskunft. Eine Arbeitsgruppe sei unterwegs, die beschädigten fünf Mehrfamilien- und drei Einfamilienhäuser zu begutachten. Lediglich sieben ukrainische Drohnen konnte die russische Luftabwehr im Anflug zerstören, hieß es am Morgen (siehe Eintrag von 8:58 Uhr).
+++ 08:58 Russland zerstört elf Drohnen, die Ukraine fast 22-mal so viele +++
Die Streitkräfte Russlands haben in der vergangenen Nacht eigenen Angaben zufolge elf ukrainische Drohnen in ihrem Anflug zerstört. Die meisten davon, sieben, seien über dem Gebiet Rostow abgeschossen worden. Jeweils eine sei über Belgorod, Kursk, Orjol und der Krim zerstört worden, teilt das Verteidigungsministerium des Kreml mit. Die Luftwaffe der Ukraine meldet hingegen die Zerstörung zweier ballistischer Raketen vom Typ Iskander-M, von fünf Marschflugkörpern des Typs Iskander-K sowie 240 unbemannter Luftfahrzeuge. Das entspricht nahezu der 22-fachen Anzahl der russischen Drohnen-Abwehrschläge.
+++ 08:25 Ballistische Raketen auf Kiew gefeuert +++
Russland feuerte in der vergangenen Nacht ballistische Raketen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew ab. Das berichtet die Zeitung "Kyiv Independent". Beobachterkanäle hätten "zahlreiche" ballistische Raketen festgestellt. Die Reporter bemerkten gegen 1.10 Uhr Ortszeit eine Erschütterung durch Explosionen. "Weitere Explosionen waren gegen 8.30 Uhr zu hören", so die Zeitung am Morgen.
+++ 08:05 Russische Armee greift Wärmekraftwerk in der Ukraine an +++
Die russische Armee greift erneut ein Wärmekraftwerk an, teilt das Unternehmen DTEK Group mit. Bei der Attacke seien Anlagen des Wärmekraftwerks erheblich beschädigt worden. Es handelt sich um den achten massiven Angriff auf die Wärmekraftwerke des Unternehmens seit Oktober 2025. "Insgesamt wurden die Kraftwerke von DTEK seit Beginn der groß angelegten Invasion mehr als 220 Mal vom Feind angegriffen", so die Betreiber in ihrer Mitteilung. "Dabei wurden 59 Mitarbeiter verletzt, 4 kamen ums Leben."
+++ 07:39 Grünste Stadt der Ukraine: Angeblich Kämpfe in Swjatohirsk ausgebrochen +++
Der Kreml will die "Volksrepublik Donezk" - also die ukrainische Oblast - befreien. Nun brechen im Norden der Region neue Kämpfe aus, berichtet der Berater des russischen Chefs der "Volksrepublik", Igor Kimakowski. "Die ersten Gefechte begannen am östlichen Stadtrand von Swjatohirsk, entlang des Flusses Siwerskyj Donez", sagt er der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass. Laut DeepState sind die russischen Kräfte noch einige Kilometer von Swjatohirsk entfernt. Die Stadt war über Jahre die grünste Gemeinde der Ukraine. Auf jeden der über 4200 Einwohner entfielen im Jahr 2004 144 Quadratmeter Parkfläche. Seit dem Krieg nahm der Baumbestand ab. Dies dürfte sich nun deutlich fortsetzen.
+++ 07:00 Kreml-Kräfte töten Ukrainer bei "PR-Aktion" nahe Pokrowsk +++
Russische Streitkräfte haben eine Gruppe ukrainischer Streitkräfte getötet, die in der Nähe von Pokrowsk die ukrainische Flagge hissen wollten. Dies teilt das russische Verteidigungsministerium mit. "Das Kiewer Regime versucht weiterhin, Kämpfer der ukrainischen Streitkräfte einzusetzen, um ähnliche PR-Aktionen durchzuführen und so die angebliche Präsenz der ukrainischen Streitkräfte in von russischen Truppen befreiten Siedlungen zu beweisen", teilt das Ministerium mit. Es veröffentlicht ein Video des Luftangriffs auf die ukrainischen Soldaten.
+++ 06:40 Weitere Todesopfer bei russischem Angriff auf Charkiw +++
Die Zahl der Todesopfer durch einen russischen Drohnenangriff am Stadtrand von Charkiw ist auf vier gestiegen. Das teilt der Leiter der Charkiwer Militärverwaltung, Oleh Synjehubow, auf Telegram mit. Sechs weitere Menschen wurden seinen Angaben zufolge verletzt. Zuvor war von zwei Todesopfern die Rede (siehe Eintrag von 05:11 Uhr).
+++ 06:00 Ukraine greift südrussische Stadt Taganrog an +++
Die russische Luftabwehr wehrt einen ukrainischen Luftangriff auf die Stadt Taganrog im Süden Russlands ab. Das teilt der Gouverneur der Region Rostow, Juri Sljussar, über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Details zu den Folgen am Boden würden noch geklärt.
+++ 05:11 Mindestens zwei Tote bei Angriff in Charkiw +++
Bei einem russischen Angriff am Stadtrand von Charkiw im Nordosten der Ukraine sind nach ukrainischen Angaben mindestens zwei Menschen getötet worden. Außerdem gebe es drei Verletzte, erklärt der Gouverneur der Region Charkiw, Oleh Synjehubow, auf Telegram. Ein weiterer Angriff mit einer Langstreckendrohne habe in einer medizinischen Einrichtung für Kinder ein Feuer ausgelöst, so Charkiws Bürgermeister Igor Terechow. Ersten Erkenntnissen zufolge wurde dabei niemand verletzt.
+++ 04:41 Kallas und Pistorius beraten in Berlin über EU-Verteidigung +++
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas trifft heute Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius zu ihrem Antrittsbesuch im Berliner Bendlerblock. Nach einer Begrüßung mit militärischen Ehren stehen die Stärkung der europäischen Verteidigungsbereitschaft sowie die weitere Unterstützung der Ukraine im russischen Angriffskrieg im Zentrum der Gespräche.
+++ 03:30 Ukraine vergibt Abbaurechte für Lithium an US-nahe Investoren +++
Die Ukraine vergibt die Rechte für den Abbau des Lithium-Vorkommens Dobra an eine Investorengruppe mit Verbindungen in die USA. Im Rahmen der Vereinbarung zur Produktionsteilung werde das Unternehmen eines der größten Lithiumvorkommen der Ukraine erschließen und die Förderung mit dem ukrainischen Staat teilen, teilt die ukrainische Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko auf Telegram mit. Die Vergabe gilt als wichtiger Test, ob westliches Kapital in die vom Krieg gezeichnete Wirtschaft des Landes fließen kann. Zudem sollen die Beziehungen zu Washington vertieft werden. Hinter dem Projekt stehen die Firmen Techmet und Rock Holdings. Es soll Investitionen von mindestens 179 Millionen Dollar anziehen. Techmet wird von der US-Regierung unterstützt.
+++ 02:40 Wadephul äußert sich zuversichtlich nach Rubio-Treffen +++
Bundesaußenminister Johann Wadephul betont nach einem Treffen mit seinem US-Amtskollegen Marco Rubio die Einigkeit mit den USA. Die Partnerschaft sei stark, sagt Wadephul in Washington und verweist auf ein gemeinsames Bekenntnis zu einem gerechten Frieden in der Ukraine. Man sei sich zudem einig über die Verbindlichkeit der Beistandspflicht nach Nato-Artikel 5. Dies sei ein klares Signal an Russland.
+++ 01:03 Zahl ziviler Opfer in Ukraine deutlich gestiegen +++
Das vergangene Jahr war für die Zivilbevölkerung in der Ukraine das mit den meisten Todesopfern seit Kriegsbeginn im Februar 2022. Grund seien intensivierte Kämpfe an der Frontlinie und der vermehrte Einsatz von Langstreckenwaffen, teilt die UN-Menschenrechtsbeobachtungsmission in der Ukraine mit. Demnach wurden 2025 bei kriegsbedingter Gewalt 2514 Zivilisten getötet und 12.142 verletzt. Dies sei ein Anstieg der Opferzahlen um 31 Prozent gegenüber 2024. Fast zwei Drittel aller Opfer des vergangenen Jahres seien in Frontgebieten zu beklagen, wobei ältere Menschen besonders betroffen seien, da sie in ihren Dörfern geblieben seien.
+++ 23:57 USA verurteilen russischen Angriff mit Oreschnik-Rakete als "gefährliche Eskalation" +++
Die USA verurteilen den Angriff Russlands auf die Ukraine mit der modernen Mittelstreckenrakete Oreschnik. "Dies ist eine weitere gefährliche und unerklärliche Eskalation, während die Vereinigten Staaten mit Kiew, anderen Partnern und Moskau zusammenarbeiten, um den Krieg durch eine Verhandlungslösung zu beenden", sagt die stellvertretende US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Tammy Bruce, bei einer Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats zum Ukraine-Krieg. Die russischen Streitkräfte hatten die Oreschnik-Rakete bei massiven nächtlichen Angriffen auf die Ukraine in der Nacht zum Freitag eingesetzt. Nach Angaben Moskaus traf die Hyperschallrakete eine Flugzeug-Instandsetzungsfabrik in der westukrainischen Stadt Lwiw. Die Ukraine erklärt, es sei ein "ziviles" Ziel in der Region getroffen worden.
+++ 22:52 Russland: Autofahrer stirbt bei Drohnenangriff +++
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff ist nach russischen Angaben ein Mensch im Grenzgebiet Brjansk getötet worden. Er sei unterwegs in einem Auto im Dorf Stratschowo nahe der Grenze zur Ukraine ums Leben gekommen, teilt der Gouverneur der Region, Alexander Bogomas, mit.
+++ 22:13 Selenskyj: Russland bereitet neuen Großangriff vor +++
Der ukrainische Präsident Selenskyj warnt die Bürger seines Landes vor einem weiteren heftigen Angriff Russlands. Es gebe Geheimdienstinformationen, wonach Moskau erneut einen massiven Angriff vorbereite, sagt Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Konkret spricht er von Drohnen zur Ausschaltung der Flugabwehr und Raketen. Dieser Angriff könne in den nächsten Tagen geschehen, sagt er und fordert die Menschen auf, den Luftalarm zu beachten. Bereits am Donnerstag hatte Selenskyj vor einem massiven Angriff Moskaus in der Nacht gewarnt. Tatsächlich attackierte Russlands Militär die Ukraine in der Nacht zu Freitag heftig. In Kiew kam es in der Folge zu so heftigen Ausfällen von Strom-, Wasser- und Heizungsversorgung, dass Bürgermeister Klitschko zum vorübergehenden Verlassen der Stadt riet.
+++ 21:41 Ukrainische Einheiten: Rathaus von Kupjansk zurückerobert +++
Ukrainische Einheiten erklären, die Kontrolle über das Rathaus von Kupjansk zurückerlangt zu haben. Auf dem Gebäude sei die ukrainische Fahne gehisst worden, heißt es vom 2. Korps der Nationalgarde "Khartiia". Eine "Säuberung der Stadt" sei abgeschlossen, schreibt die "Khartiia"-Brigade in sozialen Medien. Unverifizierte Videos sollen die Rückeroberungen in Kupjansk belegen. Dem ukrainischen Militärblog Deepstate zufolge ist die Stadt im Nordosten des Landes weitgehend befreit, allerdings werden drei kleine Bereiche in der Stadt von den Bloggern noch als besetzt angegeben.
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