Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 02:16 Ukraine: 13 entführte Kinder aus russisch besetztem Gebiet heimgeholt +++
Die Ukraine meldet die erfolgreiche Rückkehr von 13 Kindern und Jugendlichen, die in den russisch kontrollierten Teil des Landes deportiert worden waren. Die fünf Mädchen und acht Jungen seien im Alter zwischen 3 und 17 Jahren mit Hilfe des Programms "Bring Kids Back UA" zurückgeholt worden, teilt der Gouverneur der teils russisch besetzten Oblast Cherson, Oleksandr Prokudin, mit. Die Kinder hätten Schreckliches erlebt, teils hätten ihnen russische Soldaten mit Erschießung gedroht. Einige Jugendliche seien gezwungen worden, sich beim Militär registrieren zu lassen. Zur Vorbereitung hätten sie auf Übungsplätzen gelernt, Schützengräben auszuheben und zu schießen. Seit Beginn der russischen Vollinvasion sind nach ukrainischen Angaben mehr als 20.000 Kinder von Russland entführt worden.
+++ 00:55 G7 wollen mit neuen Sanktionen Druck auf Russland erhöhen +++
Die USA und die anderen G7-Staaten wollen mit zusätzlichem Druck auf Russland die Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Krieges intensivieren. In einer Erklärung der Staats- und Regierungschefs vom Gipfeltreffen im französischen Évian heißt es, man werde die Sanktionen verschärfen, auch im Öl- und Gassektor. Zudem habe man vereinbart, die Lieferung von weitreichenden Waffen und Luftverteidigungskapazitäten auszuweiten.
+++ 23:11 Türkischer Außenminister äußert besorgt über "Eskalation im Ukraine-Krieg" +++
Bei einem Besuch in Moskau zeigt sich der türkische Außenminister Hakan Fidan besorgt über "die jüngste Eskalation im Ukraine-Krieg". Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow spricht Fidan zudem von einer Gefahr der "geografischen Ausweitung" des Konflikts. Dies gebe Anlass zu "ernster Sorge". Insbesondere die zunehmende Zahl von Angriffen auf Ziele hinter der Front und Angriffe, die die Sicherheit der Schifffahrt im Schwarzen Meer bedrohen, hätten "Auswirkungen, die die Interessen Dritter beeinträchtigen", so Fidan. Es seien "bestimmte deeskalierende Maßnahmen" notwendig. Die Türkei grenzt wie Russland und die Ukraine an das Schwarze Meer und unterhält zu beiden Ländern gute Beziehungen.
+++ 22:02 Kiew: Mindestens acht Tote bei russischen Luftangriffen in der Ukraine +++
Bei russischen Luftangriffen im Süden und Osten der Ukraine sind den ukrainischen Behörden zufolge am Dienstag mindestens acht Menschen getötet worden. Bei einer Drohnenattacke auf ein Auto in der Region Dnipropetrowsk habe es drei Todesopfer gegeben, erklärt der örtliche Gouverneur Oleksandr Hanscha. Die russische Armee habe mit Drohnen Zivilisten angegriffen, die "auf einer Straße unterwegs waren". Beim Beschuss von Wohngebieten in der Stadt Slowjansk in der Region Donezk kamen drei weitere Menschen ums Leben, wie der dortige Bürgermeister Vadym Liach mitteilt. Zwei weitere Tote gab es laut Behördenangaben durch Drohenbeschuss in der südlichen Region Cherson. Hier wurden demnach weitere 16 Menschen verletzt. Bei massiven russischen Angriffen waren erst in der Nacht von Sonntag auf Montag in der Ukraine mindestens elf Menschen getötet worden.
+++ 21:25 Ukrainischer Kampfjet abgestürzt - Piloten tot +++
Beim Absturz eines ukrainischen Kampfflugzeugs vom Typ Su-24 sind nach offiziellen Angaben beide Piloten ums Leben gekommen. Der Absturz habe sich am Abend in der Region Chmelnyzkyj im Westen des Landes ereignet, teilen die ukrainischen Luftstreitkräfte mit. "Die Ursachen und Umstände der Katastrophe werden geprüft", heißt es in der Mitteilung des Militärs. Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als vier Jahren gegen die von Russland betriebene Invasion des Landes. Das russische Militär hat dabei ein starkes Übergewicht an Flugzeugen, die es in der Vergangenheit immer wieder zu Luftangriffen auf den Nachbarn genutzt hat. Der Verlust jedes einzelnen Kampfjets wiegt für Kiew daher schwer.
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