Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 06:09 Kiew meldet zunehmende Probleme bei russischer Stromversorgung +++
Russland hat zunehmend Probleme, große Städte mit Strom zu versorgen. Das berichtet das Zentrum zur Bekämpfung von Desinformation unter dem Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrat der Ukraine. Demnach sei es im Januar in mindestens zwölf Orten, darunter auch Städten mit über einer Million Einwohnern, zu großflächigen Störungen beim Betrieb der Heizungs-, Wasser- und Stromnetze gekommen. Russische Behörden würden die Ausfälle mit dem extremen Winterwetter begründen. "Der wahre Grund liegt jedoch viel tiefer: chronischer Verschleiß der Infrastruktur", so Kiew in der Mitteilung. Als Beispiel nennt das Zentrum zur Bekämpfung von Desinformation die Situation in der Region Murmansk, wo Zehntausende Menschen drei Tage lang ohne Strom waren, weil Strommasten aus der Sowjetzeit zusammengebrochen seien.
+++ 05:30 Mariupols Stadtrat: Kreml will Ex-Stahlwerk Asowstal in Museum verwandeln +++
Russland plant offenbar, auf dem Gelände des früheren Stahlwerks Asowstal im besetzten Mariupol ein Museum zu errichten. Das berichtet der Stadtrat von Mariupol auf Telegram. "Die Pläne wurden vom Pseudo-Bürgermeister der Stadt, Anton Koltsov, bekannt gegeben", teilt der Stadtrat mit - und stellt klar: "Sie ändern sich während der Besatzung ständig". Dem aktuellen Plan nach soll die Produktion von Asowstal nicht wiederaufgenommen werden. Das Stahlwerk fiel 2022 den russischen Streitkräften zum Opfer.
+++ 04:00 Ukrainische Drohnen zerstören neun russische Fahrzeuge und "eliminieren" drei Soldaten +++
Drohnenpiloten der ukrainischen Grenzbrigade "Gart" zerstören neun Fahrzeuge der russischen Streitkräfte in der Region Süd-Sloboschanske in der Oblast Dnipropetrowsk. Bei den Angriffen seien auch drei Russen "eliminiert" worden, teilt der staatliche Grenzschutz mit. Unter den neun zerstörten Fahrzeugen sind zwei Quads und mehrere Autos. Videoaufnahmen zeigen die Drohnenschläge.
+++ 02:22 DRK-Chef beklagt mehr als 300 getötete zivile Helfer in Kriegen +++
Der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Hermann Gröhe, beklagt die hohe Zahl von getöteten humanitären Einsatzkräften in Konflikten weltweit und verlangt eine bessere Durchsetzung des völkerrechtlichen Schutzes. Im vergangenen Jahr seien mehr als 300 Helfer während ihres Einsatzes für andere Menschen getötet worden, darunter auch viele Mitarbeiter der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung, sagt Gröhe den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Das sei ein "untragbarer Zustand". Hinter der Zahl stecken nicht nur Einzelschicksale, es handele sich vielmehr um eine Missachtung humanitärer Grundregeln insgesamt, betont der DRK-Präsident. Die Helfer, die unter widrigen Bedingungen und großen Risiken das Leid anderer Menschen lindern wollten, seien ein Sinnbild an Mitmenschlichkeit. Gröhe sagt: "Es ist von sehr großer Bedeutung, dass den Regeln im bewaffneten Konflikt, dem humanitären Völkerrecht, endlich wieder mehr Geltung verschafft und das Recht umfassend durchgesetzt wird."
+++ 01:05 Ukraine zählt fünf Tote und 19 Verletzte an einem Tag +++
Bei russischen Angriffen auf die Ukraine seien am Freitag mindestens fünf Menschen getötet worden, schreibt der "Kyiv Independent" und beruft sich auf lokale Behörden. Weitere 19 Menschen seien verletzt worden.
+++ 23:33 Militärblog meldet russisches Vorrücken an Saporischschja-Front +++
Russische Truppen sind in der Region Saporischschja nahe den Orten Pryluky und Selene vorgerückt. Das meldet der ukrainische Militärblog Deepstatemap, der den ukrainischen Streitkräften nahesteht.
+++ 22:09 Erneut Tausende Häuser in Kiew ohne Heizung, Wasserversorgung repariert +++
Im eiskalten Kiew hat sich die Lage hinsichtlich der Heizungsausfälle drastisch verschlechtert, nachdem es am Samstagmorgen in weiten Teilen der Ukraine und in Moldau zu massiven Stromausfällen kam. Rund 2600 Häuser seien ohne Heizung, schreibt Bürgermeister Vitali Klitschko am späten Abend bei Telegram. Einige Stunden zuvor nannte Klitschko sogar die Zahl von 3500 Häusern ohne Heizung. Am Freitagabend hatte er noch von gut 250 Häusern ohne Heizung gesprochen. Den neuesten Angaben zufolge wurde die Wasserversorgung in der gesamten Stadt wiederhergestellt. In diesem Monat waren bereits Tausende Häuser in Kiew aufgrund russischer Angriffe vorübergehend ohne Strom oder Heizung gewesen. Am Sonntag sollen die Temperaturen in Kiew auf bis zu Minus 24 Grad fallen - bei Höchstwerten um Minus 14 Grad. In der gesamten Ukraine ist die Stromversorgung laut dem Energieministerium inzwischen wiederhergestellt.
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