Iran-Krieg im Liveticker+++ 04:52 Größter Schiffskonvoi seit Kriegsbeginn kehrt vor der Straße von Hormus um +++
Eine Gruppe von rund 20 Handelsschiffen hat den Versuch abgebrochen, die Straße von Hormus zu passieren. Schiffsbewegungsdaten zufolge sind die meisten Schiffe, darunter Containerschiffe, Massengutfrachter und Tanker, wieder umgekehrt. Der Grund dafür ist zurzeit unklar. Zu der Gruppe gehören auch drei Containerschiffe der französischen Reederei CMA CGM. Sie lehnte eine Stellungnahme ab. Die Schiffe waren Teil des bisher größten Schiffskonvois Richtung Straße von Hormus seit Beginn des Iran-Krieges.
+++ 03:49 Drei iranische Kurden im Nordirak bei Angriffen getötet +++
Bei Drohnen- und Raketenangriffen im Nordirak sind nach Angaben einer Exil-Oppositionsgruppe drei iranische Kurden getötet worden, darunter zwei Frauen. Der Iran habe am Freitag eine neue Welle von Raketen- und Drohnenangriffen gestartet, erklärt die Demokratische Partei des iranischen Kurdistan (PDKI) im Onlinedienst X. Ein Angriff habe sich gegen ein ziviles PDKI-Lager gerichtet, bei einem weiteren Angriff seien zwei Kämpferinnen getötet worden.
+++ 02:47 Iran: Straße von Hormus wird bei fortgesetzter US-Blockade wieder geschlossen +++
Der Iran wird die Straße von Hormus bei einer Fortsetzung der US-Blockade nach Angaben von Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf wieder sperren. "Bei der Fortsetzung der Blockade wird die Straße von Hormus nicht offen bleiben", schreibt Ghalibaf im Onlinedienst X. Für die Durchfahrt durch die Meerenge sei eine Genehmigung des Iran notwendig.
+++ 01:45 Libanons Präsident sieht Land vor "neuer Phase" +++
Libanons Präsident Joseph Aoun sieht das Land nach Inkrafttreten der zehntägigen Waffenruhe mit Israel am Beginn einer "neuen Phase". "Es ist die Phase des Übergangs von der Arbeit an einer Waffenruhe zur Arbeit an dauerhaften Abkommen", sagt Aoun in einer im Fernsehen übertragenen Rede an die Nation. Diese sollten "die Rechte unseres Volkes, die Einheit unseres Landes und die Souveränität unserer Nation bewahren". Der Libanon sei nicht mehr "der Faustpfand im Spiel" der anderen oder "der Schauplatz der Kriege" anderer Akteure, sagt der Staatschef weiter. "Und wir werden es nie wieder sein." Vielmehr habe die libanesische Regierung die Entscheidungsgewalt im Land zum ersten Mal in fast einem halben Jahrhundert wieder an sich gezogen. Aoun deutet damit auf die mächtige, vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz. Diese hatte nach Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar Raketenangriffe auf Israel gestartet - und den Libanon damit in den Krieg der USA und Israels gegen Teheran hineingezogen.
+++ 00:43 Dobrindt: Keine erhöhte Migration nach Europa durch Iran-Krieg +++
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt erwartet aufgrund des Iran-Kriegs vorerst keine höhere Migration nach Europa. "Aktuell sehen wir keinen erhöhten Migrationsdruck", sagt Dobrindt der "Rheinischen Post". "Wir haben einen sehr genauen Blick auf die Migrationsbewegungen, beispielsweise im Iran und im Libanon. Aktuell sehen wir hohe Zahlen von Binnenmigration in beiden Ländern, aber wir erkennen noch keinen Druck auf die türkische Grenze. Dies wäre der erste Indikator für eine Migrationsbewegung weiter nach Europa." Vorsorgemaßnahmen würden aber auf europäischer Ebene vorbereitet. Eine Verlängerung der Binnengrenzkontrollen ab September hält sich der CSU-Politiker offen.
+++ 23:29 Hochfahren der Ölproduktion wird in einigen Golf-Staaten länger dauern +++
Saudi-Arabiens Finanzminister Mohammed Al-Dschadaan erklärt am Rande der Frühjahrstagung von IWF und Weltbank in Washington, einige Länder der Golfregion könnten ihre Ölförderung schnell wieder hochfahren. Andere bräuchten wegen der erlittenen Schäden mehr Zeit. Die größte Herausforderung sei derzeit nicht die Produktionsmenge. Vielmehr stelle sich die Frage, ob Versicherer die Transporte absichern würden, erklärt der Minister.
+++ 22:27 Iran droht USA für Fall andauernder Seeblockade +++
Der Iran hat den USA für den Fall gedroht, dass sie an ihrer Seeblockade in der Straße von Hormus für Schiffe mit einem iranischen Hafen als Start oder Ziel festhalten. "Die sogenannte Seeblockade stellt einen Verstoß gegen die Waffenruhe dar und wird eine angemessene Reaktion des Irans zur Folge haben", sagt der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Ismail Baghai, der Nachrichtenagentur Tasnim zufolge. Er fügt hinzu, das Öffnen und Schließen der Straße von Hormus finde nicht in den sozialen Medien statt, sondern es sei der Iran, "der als entscheidender Akteur in dieser Angelegenheit" agiere.
+++ 21:51 Iran: Transfer von angereichertem Uran in die USA nie eine Option +++
Der Transfer von angereichertem Uran in die USA ist für den Iran nach offiziellen Angaben nie eine Option gewesen. Dies teilt das iranische Außenministerium dem Staatsfernsehen mit. "Irans angereichertes Uran wird nirgendwohin transferiert", sagt der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Bakaei, im Staatsfernsehen. "So wie der iranische Boden in unseren Augen heilig ist, ist auch diese Frage von großer Bedeutung für uns", fügt der Sprecher hinzu. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor gesagt, die USA arbeiteten mit dem Iran daran, das angereichterte Uran zu bergen und es in die USA zu bringen. Das sei Teil der geplanten Abmachungen.
+++ 21:21 Trump lehnt Nato-Hilfe in Straße von Hormus ab: "Sollen wegbleiben" +++
US-Präsident Donald Trump hat eine Hilfe der Nato bei der Sicherung der Straße von Hormus abgelehnt. "Jetzt, wo die Situation an der Straße von Hormus zu Ende ist, habe ich einen Anruf von der Nato bekommen, ob wir Hilfe brauchen", schreibt Trump auf seiner Onlineplattform Truth Social. "Ich habe ihnen gesagt, sie sollen wegbleiben, es sei denn, sie wollen einfach nur ihre Schiffe mit Öl beladen." Die Nato sei "nutzlos" gewesen, als sie gebraucht worden sei, schreibt Trump weiter. Er beschimpfte das westliche Verteidigungsbündnis - wie er es bereits mehrfach getan hatte - erneut als "Papiertiger". Unklar ist jedoch, ob Trump tatsächlich die Nato meinte oder einzelne Nato-Mitgliedstaaten.
+++ 21:08 Trump rechnet mit Iran-Deal in "ein oder zwei Tagen" +++
Donald Trump rechnet in den nächsten Tagen mit einem Abkommen mit dem Iran. "Ich denke, wir werden in den nächsten ein oder zwei Tagen eine Einigung erzielen", zitiert das Nachrichtenportal "Axios" den US-Präsidenten nach einem Telefongespräch. Vertreter Washingtons und Teherans träfen sich "wahrscheinlich" am Wochenende. Aus dem Weißen Haus verlautet, dass die Planungen für eine weitere Gesprächsrunde noch liefen. Ein konkreter Termin sei bislang nicht angesetzt, sagt ein hochrangiger Regierungsbeamter.
Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen.