Politik

Angriff auf den Iran im Liveticker+++ 04:25 Irans Militär greift kurdische Gruppen im Irak an +++

05.03.2026, 00:01 Uhr

Die iranischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben erneut kurdische Gruppen im benachbarten Irak angegriffen. Es seien drei Raketen auf das Hauptquartier oppositioneller Verbände abgefeuert worden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf die Militärführung in Teheran. Der regierungstreue Sender Press TV veröffentlichte Videos, auf denen Einschläge in den Stellungen «anti-iranischer Separatisten» zu sehen sein sollen.

+++ 03:54 Israel sieht "historische Erfolge" in Iran-Krieg +++

Die israelische Regierung hat nach eigenen Angaben bereits "historische Erfolge" im Krieg gegen den Iran erzielt. "Israel und die USA haben gemeinsam historische Erfolge erzielt, um unsere Bürger und die zivilisierte Welt zu schützen", sagt Regierungssprecherin Schosch Bedrosian in der Nacht in einem Internetvideo. Die US-israelischen Luftangriffe seien notwendig gewesen, weil der Iran sein Atomprogramm in "neuen unterirdischen Bunkern" wieder aufgebaut habe, sagt die Sprecherin. Außerdem habe es Anzeichen dafür gegeben, dass der Iran "Israel und amerikanische Truppen im Nahen Osten" habe angreifen wollen.

+++ 03:22 Katar räumt Umgebung der US-Botschaft +++

Die Umgebung der US-Botschaft in Katar ist evakuiert worden. Die Bewohner der umliegenden Gebäude seien vorübergehend und vorsorglich in Sicherheit gebracht worden, teilt das Innenministerium des Golfstaats mit. Ihnen seien anderweitige Unterkünfte gestellt worden. Zu den Hintergründen der Evakuierung machte die Behörde zunächst keine Angaben.

+++ 02:51 Explosion an Tanker im Persischen Golf gemeldet +++

Vor der Küste von Kuwait im Persischen Golf ist es zu einer Explosion an einem Tanker gekommen. Der Kapitän des rund 55 Kilometer südöstlich von Mubarak al-Kabir vor Anker liegenden Schiffes habe eine große Explosion an der Backbordseite bemerkt, bevor ein kleines Boot davongefahren sei, berichtet die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO). Öl aus dem Ladetank laufe ins Meer aus. Ein Brand sei zunächst nicht gemeldet worden, der Besatzung gehe es gut. Zuletzt wurden im Persischen Golf, der Straße von Hormus und dem Golf von Oman immer wieder Schiffe von iranischen Geschossen getroffen.

+++ 02:20 Israelische Luftwaffe greift Hisbollah-Stellungen in Beirut an +++

Die israelische Luftwaffe hat erneut Stellungen der proiranischen Hisbollah in Beirut angegriffen. Ziel sei die Infrastruktur der Terrororganisation, erklärt die Armee. Zuvor hatte das Militär bereits ein Gebäude in den südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt als Stützpunkt der schiitischen Miliz identifiziert und einen Angriff angekündigt. Ein Armeesprecher rief die Anwohner dazu auf, sich in Sicherheit zu bringen. Die Hisbollah hatte in der Nacht zu Montag begonnen, als Reaktion auf die Tötung des iranischen Staatsoberhaupts Ali Chamenei Raketen auf Israel zu schießen. Seitdem greift auch Israels Militär in mehreren Teilen des Landes wieder massiv Ziele im Libanon an.

+++ 01:45 Macron warnt Netanjahu vor Bodenoffensive im Libanon +++

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron ruft den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu dazu auf, von einer Bodenoffensive im Libanon abzusehen. Es sei wichtig, dass die territoriale Integrität des Libanon gewahrt werde und dass die proiranische Hisbollah-Miliz ihre Angriffe auf Israel einstelle, teilt Macron nach Gesprächen mit Netanjahu und dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun auf der Plattform X mit. Es sei wichtig, dass die Parteien zum Waffenruheabkommen zurückkehrten. Frankreich werde die libanesischen Streitkräfte in ihren Bemühungen unterstützen, damit sie ihre Hoheitsaufgaben uneingeschränkt wahrnehmen und der Bedrohung durch die Hisbollah ein Ende setzen könnten, sagt Macron.

+++ 01:25 Erster deutscher Evakuierungsflug nach Frankfurt gestartet +++

In Omans Hauptstadt Maskat ist der erste Evakuierungs-Jet der Bundesregierung im aktuellen Nahost-Konflikt gestartet. Das geht aus Daten des Flugdienstleisters Flightradar24 hervor. Die Lufthansa-Maschine vom Typ Airbus A340-300 wird laut aktuellem Plan gegen 07.22 Uhr am Frankfurter Flughafen erwartet. An Bord des Fluges LH345 befinden sich Menschen, die von der Bundesregierung ausgewählt worden sind. Sie waren infolge des US-Angriffs auf den Iran in der Golf-Region gestrandet und mussten über den Landweg nach Maskat gebracht werden. Die genaue Zahl der heimgeholten Reisenden ist unklar. Die Maschine hat in der Konfiguration der Lufthansa 279 Passagiersitze, es müssen aber auch die Crew des Hinflugs sowie weiteres Personal mitgenommen werden.

+++ 00:43 Resolution zur Beschneidung von Trumps Iran-Befugnissen im US-Senat gescheitert +++

Im US-Senat ist ein Versuch gescheitert, die Befugnisse von Präsident Donald Trump im Iran-Krieg zu beschneiden. Die sogenannte Kriegsbefugnisresolution (War Powers Resolution) wurde in der Kongresskammer mit der Mehrheit von Trumps Republikanern abgelehnt. 53 Senatoren stimmten gegen die Resolution, 47 Senatoren dafür. Bei beiden Parteien gab es jeweils einen Abweichler, der sich der Gegenseite anschloss: Bei den Demokraten Senator John Fetterman und bei den Republikanern Senator Rand Paul. Mit der Resolution sollte Trump untersagt werden, den Militäreinsatz gegen den Iran ohne Beschluss des US-Kongresses fortzusetzen. Eingebracht worden war der Text vom Demokraten Tim Kaine und dem Republikaner Paul, der Militärinterventionen grundsätzlich skeptisch sieht.

+++ 23:33 Iranischer Geheimdienst: Keine Kontakte zur CIA +++

Das iranische Geheimdienstministerium dementiert laut der Nachrichtenagentur Tasnim einen Bericht über mögliche geheime Kontakte zur Beendigung des Krieges. Anlass ist ein Bericht der "New York Times", wonach Mitarbeiter des Ministeriums einen Tag nach Kriegsbeginn indirekt über den Geheimdienst eines Drittstaates an den US-Geheimdienst CIA herangetreten seien, um mögliche Bedingungen für ein Ende des Konflikts auszuloten. Eine "informierte Quelle" bezeichnet dies laut Tasnim als falsch und Teil einer psychologischen Kriegsführung.

+++ 22:55 Berichte: Kurdische Kämpfer sollen Bodenoffensive im Iran gestartet haben +++

Tausende kurdische Kämpfer haben laut US-Medien mit einer Boden-Offensive im westlichen Iran begonnen. Das berichten Axios und Fox-News mit Verweis auf einen US-Beamten. Zuvor meldete bereits der Sender i24 vom Beginn einer Operation auf iranischem Gebiet. "Die Bodenoperationen der kurdischen Streitkräfte gegen den Iran haben bereits seit Mitternacht des 2. März begonnen", sagte der Beamte gegenüber dem Sender. Er sagte, iranische Streitkräfte hätten bereits am Dienstag die Grenzstadt Mariwan evakuiert und mit dem Aufbau von Verteidigungsstellungen in und um das Gebiet begonnen.

+++ 22:27 USA planen Iran-Einsatz vorerst ohne Bodentruppen +++

Die USA setzen im Krieg gegen den Iran bislang auf Luftangriffe. Ein Einsatz von US-Bodentruppen sei "derzeit nicht Teil des Plans für diese Operation", sagt Regierungssprecherin Karoline Leavitt auf Nachfrage bei einer Pressekonferenz. Dennoch wolle die US-Regierung eine solche Option grundsätzlich nicht ausschließen.

+++ 22:03 Weißes Haus dementiert Pläne zur Bewaffnung kurdischer Milizen +++

Das Weiße Haus hat Medienberichte über eine geplante Bewaffnung kurdischer Gruppen durch die US-Regierung zurückgewiesen. Die Behauptung, US-Präsident Donald Trump habe solche Plänen zugestimmt, sei falsch und sollte nicht verbreitet werden, sagt Regierungssprecherin Karoline Leavitt in Washington. Richtig sei, dass Trump mit kurdischen Anführern in der Region mit Blick auf den US-Stützpunkt im Norden des Iraks gesprochen habe. Zuvor berichtete unter anderem CNN, dass die CIA angeblich daran arbeite, kurdische Kräfte zu bewaffnen, um einen Volksaufstand im Iran gegen das Regime anzustoßen.

+++ 21:42 Israel meldet neue Angriffswelle auf Teheran +++

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben weitere Ziele in Teheran angegriffen. Ziel der Angriffe sei "militärische Infrastruktur des iranischen Regimes in ganz Teheran", heißt es am Mittwochabend in einer Erklärung der israelischen Armee. Iranische Staatsmedien melden daraufhin Explosionen im Westen Teherans sowie in mehreren weiteren Städten, darunter in Bandar Abbas am Persischen Golf und in Täbris im Nordwesten des Landes.

+++ 21:14 Hisbollah-Chef: Kapitulieren nicht vor "israelisch-amerikanischen Aggression" +++

Die Schiitenmiliz Hisbollah im Libanon hat angekündigt, sich der "israelisch-amerikanischen Aggression" entgegenzustellen. Die Hisbollah werde nicht "kapitulieren", sagt der Chef der vom Iran finanzierten Gruppe, Naim Kassem, am Mittwochabend. Der "Aggression" werde die Hisbollah "bis zum äußersten Opfer" entgegentreten, droht Kassem.

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