Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 03:57 Ukraine: Drei Tote bei russischem Angriff auf Region Charkiw +++

09.06.2026, 00:41 Uhr

Bei einem russischen Angriff auf die Stadt Tschuhujiw in der nordöstlichen ukrainischen Region Charkiw wurden nach Angaben des dortigen Gouverneurs drei Menschen getötet. Rettungskräfte seien im Einsatz, um ein Feuer zu löschen, teilt Oleh Synjehubow über den Kurznachrichtendienst Telegram mit.

+++ 02:53 Bundesregierung überprüft Versorgung der Armee in Krisenzeiten +++

Der Nationale Sicherheitsrat der Bundesregierung hat beschlossen, die Versorgung der Bevölkerung und der Streitkräfte mit lebenswichtigen Gütern und kritischer Infrastruktur zu überprüfen. In seiner Sitzung am Abend habe der Sicherheitsrat eine Überprüfung der sogenannten Sicherstellungs- und Vorsorgegesetze angeordnet, teilt ein Regierungssprecher mit. Sie sollen aktuellen sicherheits- und verteidigungspolitischen Herausforderungen angepasst werden.

+++ 01:43 Nikopol attackiert: ein Todesopfer und mehrere Verletzte +++

Erneut gibt es zivile Opfer in der Ukraine: Laut dem Gouverneur der Region Dnipropetrowsk wurde eine 49-jährige Frau bei einem russischen Angriff auf die Stadt Nikopol getötet, vier weitere Menschen wurden teilweise schwer verletzt. Ein Hochhaus, eine Bankfiliale und ein Geschäft seien beschädigt worden, schreibt der Gouverneur bei Telegram. Zudem seien zwei Tankstellen im Bezirk Pawlohrad angegriffen worden - ein 62-jähriger Mann wurde verletzt. Mehrere Autos brannten.

+++ 00:48 Zahl wehrfähiger Ukrainer in Deutschland deutlich gestiegen +++

Seit Anfang des vergangenen Jahres ist die Zahl der wehrfähigen Ukrainer in Deutschland deutlich gestiegen. Das ergibt sich aus Daten des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, die dem Redaktionsnetzwerk Deutschland vorliegen. Der Grund ist offenbar eine Lockerung des Ausreiseverbots von Ende August 2025, seitdem wehrfähige Männer im Alter zwischen 18 und 22 Jahren die Ukraine verlassen dürfen. Den Behördenangaben zufolge hielten sich am Stichtag 30. Mai 1.348.258 Menschen in Deutschland auf, die im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine nach Deutschland eingereist waren, darunter 355.745 Männer zwischen 18 und 63 Jahren. Zum Stichtag 8. März 2025 waren es nur 1.253.569 gewesen, darunter 297.660 Männer zwischen 18 und 63 Jahren.

+++ 23:44 Moskau gibt Kraftstoff-Probleme wegen Kiews Angriffen zu +++

Das russische Energieministerium hat Probleme bei der Kraftstoffversorgung infolge ukrainischer Angriffe eingeräumt. In letzter Zeit hätten Unternehmen des Kraftstoff- und Energiesektors mit einer Zunahme von feindlichen Angriffen aus der Luft zu kämpfen, "was zu vorübergehenden Schwierigkeiten mit der Kraftstoffversorgung in einer Reihe von südlichen Regionen führt", heißt es in einer Mitteilung der Behörde bei Telegram. Ein nun im Energieministerium gebildeter Stab mit Unternehmen aus eben diesem Sektor soll eine stabile und effiziente Versorgung des Landes sicherstellen, teilt die Behörde weiter mit. Von Moskau eingesetzte Behörden auf der annektierten Schwarzmeerhalbinsel Krim und dem ebenfalls annektierten Gebiet Luhansk in der Ostukraine hatten schon zuvor die Ausgabe von Benzin eingeschränkt.

+++ 22:54 EU überweist Ukraine Milliardenhilfe +++

Die EU zahlt der Ukraine weitere Finanzhilfen in Höhe von knapp 2,8 Milliarden Euro aus. "Das Tempo und das Engagement der Ukraine bei der Umsetzung bedeutender Reformen haben diese Zahlung gerechtfertigt", teilt EU-Erweiterungskommissarin Marta Kos mit. Die ukrainische Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko erklärt, die Gelder sollten für die Finanzierung der wichtigsten Staatsausgaben verwendet werden - darunter für den sozialen und humanitären Bedarf. Bei der Auszahlung handelt es sich der EU zufolge um die mittlerweile siebte aus der sogenannten Ukraine-Fazilität. Über dieses Finanzierungsinstrument sollen bis Ende 2027 bis zu 50 Milliarden Euro an das von Russland angegriffene Land gehen können.

+++ 22:21 Selenskyj spricht in Moldau mit Witkoff und Kushner +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj berichtet von einem "sehr positiven Gespräch" mit den US-Unterhändlern Steve Witkoff und Jared Kushner während eines Zwischenstopps in Moldaus Hauptstadt Chişinău. Selenskyj schreibt: "Wir haben die Aussichten im Zusammenhang mit dem G7-Gipfel und anderen Veranstaltungen im Juni erörtert. Ich skizzierte die Daten, die wir darüber haben, worauf Moskau aus ist."

+++ 21:43 Heftige Explosion im Raum Belgorod gemeldet +++

Es gibt Berichte über eine heftige Explosion in einem Waldstück nahe der russischen Stadt Belgorod. Sie soll von mehreren Orten im Umkreis aus zu sehen gewesen sein. Der Bürgermeister von Belgorod bestätigt Schäden durch eine Detonation. An 20 Mehrfamilienhäusern und zwei Einfamilienhäusern seien Fensterscheiben beschädigt worden, schreibt er bei Telegram. Auch eine soziale Einrichtung habe Schaden genommen. Verletzt worden sei dort niemand. Zur Ursache sagt er bislang nichts. Die unabhängigen russischen Telegram-Kanäle Pepel und Meduza schreiben unter Berufung auf die regionale Einsatzleitung, dass in dem Dorf Belovskoye im Bezirk Belgorod fünf Menschen verletzt worden seien. Wie der auf Nachrichten zu Belgorod fokussierte Kanal Pepel schreibt, könnte in der Nähe des Dorfes ein Munitionsdepot explodiert sein. Straßen und Vorgärten des Dorfes seien mit Blindgängern übersät. Die Behörden hätten damit begonnen, Bewohner zu evakuieren.

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