Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 08:52 Unionsaußenpolitiker: Gebietsabtretung wäre "ein Zeichen von Schwäche" +++

17.02.2026, 00:01 Uhr

Der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jürgen Hardt, hält es für "schlicht unvorstellbar", dass der ukrainische Präsident bereit ist, Gebiete aufzugeben, "die Russland in vier Jahren Krieg nicht hat erobern können". Im Frühstart“ von RTL/ntv sagt Hardt weiter: "Wenn die Ukraine das tut, wäre das auch ein Zeichen von Schwäche, das Putin sofort falsch deuten würde." Er würde dann nach einer Phase von Waffenruhe in kurzer Zeit einen Vorwand suchen, "weiterzugehen und sein Ziel tatsächlich weiter zu verfolgen, nämlich die gesamte Ukraine unter Kontrolle zu bringen".

+++ 08:22 "Wäre fatal, Festungsgürtel in Ost-Ukraine aufzugeben" +++

In den Diskussionen um einen möglichen Waffenstillstand in der Ukraine rückt auch die Frage nach Gebietsabtretungen wieder in den Vordergrund. ntv-Reporterin Kavita Sharma erfährt von ukrainischen Soldaten, warum das Land die Gebiete im Osten unbedingt halten will.

+++ 07:56 Polens Luftwaffe aktiviert: "Stehen für eine sofortige Reaktion bereit" +++

Wegen russischer Luftangriffe auf die Ukraine ist auch Polens Luftwaffe in Alarmbereitschaft. "Aufgrund der Aktivitäten von Langstreckenflugzeugen der Russischen Föderation, die Angriffe auf ukrainischem Territorium durchführen, hat der Einsatz von Militärflugzeugen im polnischen Luftraum begonnen", teilen die Streitkräfte auf X mit. Bodengestützte Luftverteidigungs- und Radarerkennungssysteme sind demnach in Bereitschaft. "Diese Maßnahmen sind präventiver Natur und zielen darauf ab, den Luftraum, insbesondere in angrenzenden Gebieten, zu sichern und zu schützen. Das operative Kommando der Streitkräfte überwacht die aktuelle Lage, und seine unterstellten Kräfte und Ressourcen stehen für eine sofortige Reaktion bereit."

+++ 07:25 "Putin verspottet erneut öffentlich den Friedensprozess" - Angriffe trotz Gesprächen +++

Ungeachtet der trilateralen Gespräche in Genf attackiert Russland die Ukraine und überzieht das Land mit einer weiteren massiven Welle von Luftangriffen. Im ganzen Land wird Luftalarm ausgerufen. Ein Friedenswille ist darin schwer zu erkennen, wie Kommentatoren auf X bemerken. "Putin verspottet erneut öffentlich den Friedensprozess. Wie oft müssen wir das noch wiederholen?", so etwa ein User auf X.

+++ 07:15 Russische Delegation trifft in Genf ein +++

In Genf trifft laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Interfax eine russische Verhandlungsdelegation ein. In der Schweizer Stadt sollen im Laufe des Tages die Gespräche zwischen Russland, der Ukraine und den USA über ein Ende des Krieges fortgesetzt werden. Die vom Sekretär des ukrainischen Sicherheitsrats, Rustem Umjerow, geleitete Delegation aus Kiew traf bereits am Montag in Genf ein. "Die Tagesordnungspunkte sind abgestimmt, das Team ist bereit zur Arbeit", so Umjerow.

+++ 06:46 Estland warnt Kreml vor Angriff: "Wir werden den Krieg nach Russland tragen" +++

Estlands Außenminister Margus Tsahkna warnt Russland eindringlich vor Vergeltung im Falle eines Angriffs. In einem Interview mit "The Telegraph" erklärt Tsahkna, die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen würden jeden Angreifer zurückschlagen und einen vernichtenden Gegenangriff starten. "Wir werden den Krieg nach Russland tragen und tief in Russland hinein angreifen. Wir wissen genau, was zu tun ist", sagt Tsahkna. "Deshalb beschleunigen wir jetzt unsere Investitionen und bauen unsere Fähigkeiten aus ... deshalb investieren wir 5 Prozent des BIP in die Verteidigung unserer Region." Zugleich weist er Befürchtungen zurück, Moskau könne im Osten rasch Gebiete erobern. Tsahkna bezieht sich dabei auf Befürchtungen in Verteidigungskreisen, dass Kremlchef Wladimir Putin nach dem Ende des Krieges in der Ukraine die Invasion und teilweise Besetzung eines baltischen Staates plane.

+++ 06:14 Großbrand in Ölraffinerie in Krasnodar +++

In der Nacht werden mehrere russische Regionen Russlands von Drohnen angegriffen, darunter die Ölraffinerie Ilsky in der Region Krasnodar, in der es zu einem Großbrand kommt. Dies berichtet "Kyiv Independent" unter Berufung auf lokale Behörden, Telegram-Kanäle und Beobachtungsgruppen. Die Raffinerie, die offenbar russische Truppen mit Treibstoff versorgt, soll jährlich 6,42 Millionen Tonnen Öl verarbeiten. Wegen ihrer Nähe zu den Schwarzmeerhäfen werden ihre Produkte in großem Umfang zur Unterstützung der Kreml-Militärlogistik eingesetzt, heißt es in dem Bericht. Die Region Krasnodar, eine strategisch wichtige Region im Südwesten Russlands am Schwarzen Meer und am Asowschen Meer, liegt gegenüber der von Russland besetzten Halbinsel Krim auf der anderen Seite der Straße von Kertsch.

+++ 05:43 Trump drängt Ukraine zu baldiger Einigung mit Russland +++

Im Vorfeld der Gespräche zwischen Vertretern der Ukraine und Russlands unter Vermittlung der USA über eine Beendigung des Krieges in der Ukraine drängt US-Präsident Donald Trump Kiew zu einer baldigen Einigung mit Moskau. "Die Ukraine sollte besser schnell an den Verhandlungstisch kommen", sagt Trump an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj beklagte am Samstag bei der Münchner Sicherheitskonferenz, die USA kämen immer wieder auf die Frage von Zugeständnissen zurück, diese werde aber "oft nur im Zusammenhang mit der Ukraine diskutiert".

+++ 04:26 Verteidigungsministerium: Januar mit Höchstwert bei russischem Raketenbeschuss +++

Im Januar 2026 feuerten russische Streitkräfte 91 ballistische Raketen auf die Ukraine ab. Dies ist der höchste Monatswert seit dem russischen Überfall auf die Ukraine vor fast vier Jahren. Das ukrainische Verteidigungsministerium teilt dazu mit, die Verbündeten müssten deshalb die Lieferung von Patriot-Flugabwehrraketen beschleunigen.

UkraineAngriffe auf zivile Infrastruktur

+++ 03:08 Moskau: Gebietsfragen in Genf im Fokus +++

Vertreter der Ukraine und Russlands kommen heute in Genf zu einer neuen Runde von Friedensgesprächen zusammen. Bei den von den USA vermittelten Verhandlungen werde die Gebietsfrage der zentrale Streitpunkt sein, teilt der Kreml mit. US-Präsident Donald Trump drängt Moskau und Kiew zu einer Einigung, um den größten Krieg in Europa seit 1945 zu beenden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj beklagt sich jedoch, dass vor allem sein Land unter Druck gesetzt werde, Zugeständnisse zu machen. Russland fordert von der Ukraine die Abtretung der verbleibenden 20 Prozent der östlichen Region Donezk, die Moskau bisher nicht erobern konnte. Kiew lehnt dies ab.

+++ 01:55 Ex-Wagner-Söldner sollen Sabotage-Akte in Europa organisieren +++

Nach Angaben westlicher Geheimdienstmitarbeiter sind Anwerber und Propagandisten, die zuvor für die russische private Militärfirma Wagner-Gruppe gearbeitet haben, zu einem wichtigen Instrument des Kremls bei der Organisation von Sabotageakten in ganz Europa geworden. Das berichten "Financial Times" und Ukrinform. Der Status der Wagner-Gruppe ist seit Juni 2023 ungewiss, nachdem ein gescheiterter Putsch gegen die russische Militärführung zu Repressionen und dem Tod des Gruppengründers Jewgeni Prigoschin geführt hatte. Offiziellen Angaben zufolge haben Wagner-Rekrutierer, die zuvor auf die Anwerbung von Männern aus abgelegenen russischen Regionen für Kämpfe in der Ukraine spezialisiert waren, nun einen neuen Auftrag erhalten: die Rekrutierung wirtschaftlich schwacher Europäer für Sabotageakte auf Nato-Gebiet.

+++ 00:43 Gespräche in Genf: Witkoff Vermittler zwischen Kiew und Moskau +++

Vertreter der Ukraine und Russlands treffen sich heute in Genf zu zweitägigen Gesprächen unter Vermittlung der USA, um über eine Beendigung des Krieges in der Ukraine zu verhandeln. Die USA werden vom US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner, dem Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, vertreten. Zwei vorherige Gesprächsrunden in Abu Dhabi hatten kein Ergebnis gebracht. In zentralen Fragen liegen Moskau und Kiew weiterhin weit auseinander. Moskau fordert als Voraussetzung für ein Ende des Krieges einen vollständigen Rückzug Kiews aus der Industrieregion Donbass. Die Ukraine lehnt dies ab.

+++ 23:25 Selenskyj rechnet mit neuen russischen Energie-Attacken +++

Kurz vor der Wiederaufnahme der Friedensgespräche in Genf warnt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj vor neuen schweren russischen Luftangriffen. Geheimdienstberichte deuteten darauf hin, dass Russland weitere massive Schläge gegen die Energieinfrastruktur vorbereite, sagt Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. Solche Angriffe erschwerten eine Einigung zur Beendigung des fast vierjährigen Krieges. "Russland kann der Versuchung der letzten kalten Wintertage nicht widerstehen und will die Ukrainer schmerzhaft treffen", sagt Selenskyj. Dies erfordere besondere Unterstützung der Verbündeten, allen voran der USA.

+++ 22:22 Millionen Artilleriegranaten: Tschechiens Munitionsinitiative für die Ukraine "äußerst erfolgreich" +++

Die Ukraine hat dem tschechischen Präsidenten Petr Pavel zufolge 4,4 Millionen großkalibrige Artilleriegranaten durch die Munitionsinitiative seines Landes erhalten. Das seien mehr als 50 Prozent aller bisher an Kiew gelieferten Granaten dieser Art. Pavel zufolge wird die Initiative von Verbündeten als "äußerst erfolgreich" beschrieben, wie er dem Portal odkryto.cz sagt.

+++ 21:45 Stopp russischer Öllieferungen: Ungarn und Slowakei bitten Kroatien um Hilfe +++

Nach dem Stopp russischer Öllieferungen durch die Ukraine bitten Ungarn und die Slowakei Kroatien um Unterstützung. Außenminister Peter Szijjarto fordert die Regierung in Zagreb auf, den Transport über die Adria-Pipeline zu ermöglichen. Der kroatische Wirtschaftsminister Ante Susnjar signalisiert Hilfsbereitschaft, solange dies im Einklang mit EU- und US-Vorschriften stehe. Parallel dazu beantragt der ungarische Energiekonzern MOL bei der Regierung in Budapest die Freigabe strategischer Ölreserven. Sollten die Lieferungen aus dem Osten nicht in den kommenden Tagen wieder anlaufen, müssten zunächst rund 250.000 Tonnen Rohöl freigegeben werden, teilt das Unternehmen mit. Die Lieferungen über die Druschba-Pipeline sind seit dem 27. Januar unterbrochen.

+++ 21:05 Reisner erklärt Marschflugkörper: Ukraine-Waffe "Flamingo" muss Rückschlag hinnehmen +++

Seit dem vergangenen Jahr verfügt die Ukraine über eigene Marschflugkörper vom Typ FP-5 "Flamingo", doch bislang bleibt die Waffe hinter den Erwartungen zurück. Oberst Markus Reisner vom österreichischen Bundesheer erklärt im Interview mit ntv, was einer der Gründe dafür ist:

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