Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 04:17 Zehntausende in Krywyj Rih ohne Strom +++
Nach den russischen Drohnenangriffen auf Energieinfrastruktur in Krywyj Rih muss der Strom für mehr als 45.000 Kunden abgestellt werden. Das teilt der Leiter der Militärverwaltung, Olexander Wilkul, mit. Auch die Wärmeversorgung sei gestört.
+++ 03:09 Rostow am Don: Russische Flugabwehrrakete soll Wohnhaus getroffen haben +++
In der südrussischen Hafenstadt Rostow am Don brennt nach einem ukrainischen Drohnenangriff ein Industriebetrieb. Nach Angaben des Bürgermeisters Alexander Skrjabin wurden auch mehrere Wohnhäuser durch herabfallende Trümmer beschädigt. Das ukrainische Online-Medium "Kyiv Indipendent" berichtet, ein Brand in einem Wohngebäude sei durch eine russische Flugabwehrrakete ausgelöst worden.
+++ 01:26 Drohnenangriff auf Krywyj Rih: Einwohner sollen Wasser bevorraten +++
Russland greift Krywyj Rih in der Südukraine mit Drohnen an. Es gebe einen "massiven Angriff" auf Infrastruktureinrichtungen, teilen die Behörden mit. Die Einwohner werden dazu aufgerufen, sich mit Wasser einzudecken und, wenn möglich, ihre elektronischen Geräte aufzuladen. Verletzte soll es nicht geben. Erst vergangene Woche waren in der Stadt zwei Menschen durch einen Raketenangriff gestorben.
+++ 23:20 Scholz: Putin plante Krieg schon zwei Jahre vorher +++
Ex-Bundeskanzler Olaf Scholz geht davon aus, dass sich Kremlherrscher Wladimir Putin schon deutlich vor 2022 zum Angriffskrieg gegen die Ukraine entschlossen hat. "Ich bin heute fest davon überzeugt, dass Putin seinen Angriff zwei Jahre vorher fest geplant hatte und dass ihn weniges davon hat abbringen können", sagt der SPD-Politiker in Berlin bei der Vorstellung des Buchs "Das Versagen", einer kritischen Betrachtung der deutschen Russlandpolitik. Scholz vertritt die Ansicht, dass Putin Forderungen, wie eine Absage an einen Nato-Beitritt der Ukraine oder an die Stationierung weitreichender Raketen auf ukrainischem Territorium, auch ohne Waffengang hätte erreichen können. "Das hätte man alles ohne Krieg haben können und die Ukrainer hätten es gemacht am Ende und wir alle auch. Das heißt, er wollte den Krieg", sagt Scholz.
+++ 22:10 Ukraine bezahlt Stromnetz-Reparaturtrupps besser +++
Die ukrainische Regierung führt Bonuszahlungen für Mitarbeiter der Stromnetzbetreiber ein, die in Reparatur- und Instandsetzungsteams tätig sind. "Dies betrifft Fachkräfte, die direkt zu den betroffenen Orten fahren und die Versorgung mit Wärme, Strom, Wasser und Gas wiederherstellen", sagt die ukrainische Premierministerin Julija Swyrydenko. Sie danke den Arbeitern, die Tag und Nacht, bei eisigen Temperaturen und unter Beschuss für Licht und Wärme in den Häusern der Bevölkerung ihr Bestes geben würden.
+++ 21:37 Moskaus Nacht-Angriffe zielen abermals auf Energieanlagen +++
Bei den Angriffen in der vergangenen Nacht wurden laut ukrainischen Angaben 15 kritische Infrastruktureinrichtungen angegriffen. Darunter waren Wärmekraftwerke und Anlagen des Wassersystems. Das sagt der Vize-Minister für Gemeindeentwicklung, Kostjantyn Kowaltschuk, der Nachrichtenagentur Interfax-Ukraine zufolge. Abwasser -und Wasserversorgung hätten dadurch aber keinen Schaden genommen. Was die Heizung betrifft, seien 98,5 Prozent des Wohnungsbestands der Ukraine und 99 Prozent der sozialen Einrichtungen im ganzen Land versorgt, sagt er. Allerdings seien in Kiew in Folge vorangegangener Angriffe noch fast 500 Häuser ohne Heizung.
+++ 21:09 Russen rücken langsam an Donezk-Front vor +++
An der Front im schwer umkämpften Gebiet Donezk machen russische Truppen punktuelle Fortschritte. Sie seien nahe der Dörfer Shandryholove and Svyato-Pokrovske vorgerückt, meldet der Militärblog Deepstate, der dem ukrainischen Militär nahesteht. Somit rückt die Frontlinie auch ein Stück weit näher an die Stadt Lyman heran. Der "Kyiv Independent" schreibt dazu einordnend: "Die Dörfer sind Teil eines größeren Kampfes im Norden von Donezk, wo kleine Veränderungen auf der Karte oft eher langsame Vorstöße entlang von Baumgrenzen und lokalen Straßen widerspiegeln als einen größeren Durchbruch."
+++ 20:38 Drohnenangriffe im Schwarzen Meer treiben Versicherungskosten hoch +++
Nach den jüngsten Drohnenangriffen auf zwei Öltanker im Schwarzen Meer haben sich die Versicherungskosten für Schiffe in der Region fast verdoppelt. Auch die Kosten für einen Hafenaufenthalt in den Terminals im Schwarzen Meer zogen an, wie fünf Brancheninsider der Nachrichtenagentur Reuters sagen. Munro Anderson vom Spezialversicherer Vessel Protect erklärt, eine rasche Risikoeskalation ohne Vorwarnung sei zu einem Kennzeichen der Lage im Schwarzen Meer geworden. Zudem werden die Versicherungsbedingungen nun alle 24 Stunden überprüft, während es im vergangenen Monat noch alle 48 Stunden waren. Zwei griechisch geführte Tanker waren auf dem Weg zu einem Terminal an der russischen Küste von unbekannten Drohnen getroffen worden. Ein Tanker war von Chevron gechartert, wie der US-Ölkonzern mitteilt. Der andere Tanker war von einer Tochterorganisation des kasachischen Staatskonzerns Kasmunaigas gechartert. (Siehe Eintrag um 19.18 Uhr)
+++ 19:55 Obi-Baumärkte verschwinden aus Russland +++
Schon im April 2022 hat Obi seine 27 russischen Baumärkte abgestoßen. Der größte Teil von 25 Geschäften firmierte jedoch unverändert weiter als Obi Baumärkte. Jetzt werden diese Läden an die russische Lenta-Gruppe verkauft. Das russische Kartellamt hat dem Deal zugestimmt, wie Lenta mitteilt. Es geht um insgesamt 263.000 Quadratmeter Handelsfläche. Bis Mai sollen die Läden den Lenta-Look übernehmen, womit Obi in dem Kriegstreiberland der Vergangenheit angehört.
Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen.