Iran-Krieg im Liveticker+++ 06:41 Vance sieht zeitnahe Einigung mit Iran - vielleicht aber erst in ein paar Monaten +++
Der US-Vizepräsident JD Vance bekräftigt die Behauptung, Washington stehe "kurz vor" einem Abkommen, das das iranische Atomprogramm "langfristig" regeln würde. "Ich denke, wir werden vor den Zwischenwahlen im [November] schon viel wissen", sagt er gegenüber CBS News. "Sehen Sie, ich glaube, das Abkommen könnte schon in der nächsten Woche zustande kommen, aber es könnte auch erst in einigen Monaten zustande kommen." Vance äußert sich in einem Interview, das am Sonntag in voller Länge ausgestrahlt werden soll. "Ich habe derzeit das Gefühl, dass wir in der Lage sind, ein Abkommen zu erzielen, das für die Vereinigten Staaten wirtschaftlich vorteilhaft ist und das das iranische Atomprogramm wirklich in den Griff bekommt - nicht nur jetzt, nicht nur solange Donald Trump Präsident ist, sondern langfristig, sodass meine Kinder, wenn sie erwachsen sind, sagen können: 'Der Iran wird keine Atomwaffen besitzen'", sagt Vance. Sätze dieser Art sind seit Wochen aus der US-Regierung zu hören. Über eine tatsächliche Annäherung auf diplomatischer Ebene ist dagegen nichts bekannt. Im Gegenteil: Zuletzt gab es immer wieder Angriffe aufeinander.
+++ 06:12 USA: Keine Schäden, keine Verletzten durch iranische Angriffe +++
Ein US-Beamter erklärt Reuters, ihm lägen derzeit keine Berichte über Verletzungen von US-Personal oder bekannte Schäden an US-Einrichtungen vor. Nahezu alle vom Iran abgefeuerten Raketen und Drohnen seien abgefangen worden.
+++ 05:28 Iran greift Ziele in Jordanien und Kuwait an +++
Nach den US-Angriffen auf den Iran nimmt dieser offenbar auch Ziele in Kuwait unter Beschuss. Die Luftverteidigung sei im Einsatz, teilt die Armee des Golfstaats mit. Die iranischen Revolutionsgarden haben nach eigenen Angaben außerdem einen US-Luftwaffenstützpunkt in Jordanien angegriffen. Dabei seien ballistische Mittelstreckenraketen zum Einsatz gekommen.
+++ 04:30 Iran meldet Drohnenangriff auf US-Stützpunkt in Bahrain +++
Die iranischen Revolutionsgarden haben nach eigenen Angaben einen US-Stützpunkt in Bahrain angegriffen. Ziel sei das Hauptquartier der US-Marine für den Nahen Osten gewesen, heißt es in iranischen Medien. Es handle sich um eine Reaktion auf die nächtlichen US-Bombardements. In dem Golfstaat heulten Sirenen auf. Das Innenministerium ruft die Bevölkerung dazu auf, sich in Sicherheit zu bringen.
+++ 03:42 US-Militär: Angriffe im Iran sind abgeschlossen +++
Das US-Militär hat nach seine Angriffe auf Ziele im Iran beendet. Das teilt das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando Centcom auf X mit. Die "Verteidigungsschläge" gegen den Iran als Antwort auf den Abschuss eines US-Militärhubschraubers seien abgeschlossen. Ziele seien iranische Luftabwehranlagen, Bodenkontrollstationen und Überwachungsradaranlagen im Bereich der Straße von Hormus gewesen.
+++ 01:20 Iran: "Werden keinen Angriff unbeantwortet lassen" +++
Teheran droht nach den US-Angriffen auf Ziele im Iran mit Gegenschlägen. "Unsere schlagkräftigen Streitkräfte werden keinen Angriff und keine Bedrohung unbeantwortet lassen", schreibt der iranische Außenminister Abbas Araghtschi auf X. "Verlassen Sie unsere Region, wenn Sie in Sicherheit sein wollen. Die Geschichte des Persischen Golfs kennt viele Kapitel über das tragische Schicksal von Eindringlingen", fügt er hinzu.
+++ 00:34 Trump: "Entschlossene Reaktion" auf Hubschrauber-Abschuss +++
US-Präsident Trump telefoniert mit einem Korrespondenten des US-Senders ABC News, als das Militär die neuen Schläge gegen den Iran ankündigt. Trump betont, dass es sich um einen Vergeltungsschlag für den mutmaßlichen Abschuss eines Hubschraubers vor der Küste des Oman handele: "Ich halte es für sehr wichtig, darauf zu reagieren", so Trump. "Dies ist eine Reaktion auf das, was sie gestern Abend mit unserem Hubschrauber gemacht haben, und ich glaube, die Reaktion sollte sehr entschlossen und sehr kraftvoll sein, und genau das ist sie." Der US-Militärhubschrauber war nach Informationen von ABC News von einer iranischen Drohne angegriffen worden.
+++ 23:31 Vergeltung für Hubschrauber-Abschuss: US-Armee startet neue Schläge gegen Iran +++
Das US-Zentralkommando Centcom startet nach eigenen Angaben neue Angriffe gegen den Iran. Die Schläge dienen der Selbstverteidigung und seien eine Reaktion auf den Abschuss eines Apache-Hubschraubers der US-Armee am Vortag, teilt das US-Militär mit. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor erklärt, dass die Piloten bei dem Hubschrauber-Abschuss zwar unverletzt geblieben seien, die Vereinigten Staaten aber "gezwungenermaßen auf diesen Angriff reagieren" müssten.
+++ 23:21 Libanon: Israel hat Tyros erst angegriffen und dann zur Evakuierun aufgerufen +++
Der jüngste Luftangriff Israels auf die libanesische Hafenstadt Tyros ist örtlichen Angaben zufolge noch vor dem israelischen Aufruf zur Evakuierung erfolgt. Bei dem Beschuss wurden laut dem libanesischen Gesundheitsministerium mindestens acht Menschen getötet. Erst neun Minuten nach dem Angriff habe das israelische Militär auf X erstmals die Evakuierung der gesamten Stadt im Süden des Landes angeordnet. Ein Militärsprecher äußert sich auf Anfrage der Nachrichtenagentur Reuters zunächst nicht dazu, warum vor der Warnung angegriffen wurde. Rettungskräfte suchen in den Trümmern nach Überlebenden. Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen setzt ihre Arbeit in der Region vorübergehend aus.
+++ 22:09 Bericht: Netanjahu zu Alleingang gegen den Iran bereit +++
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ist nach Angaben des Fernsehsenders i24News unter Umständen zu einem eigenständigen Militärschlag gegen den Iran ohne Unterstützung der USA bereit. Der Sender berief sich auf eine Kabinettssitzung am Montagabend und zitierte Netanjahu mit den Worten: "Es könnte sein, dass wir in eine Situation geraten, in der wir den Iranern allein, ohne Rückendeckung der USA, gegenüberstehen - mit allen damit verbundenen Kosten: Rüstungsausgaben und weltweite Isolation." Israel wolle nicht, dass es so weit komme, wisse aber, dass es so weit kommen könne, sagte Netanjahu demnach.
+++ 21:25 Hisbollah: Libanesische Regierung soll Verhältnis zum Iran verbessern +++
Die libanesische Hisbollah-Miliz hat die Regierung in Beirut dazu aufgerufen, ihre Beziehungen zum Iran zu verbessern. Der Angriff Teherans auf Israel "zur Verteidigung unseres libanesischen Volkes ist eine Botschaft der moralischen, politischen und praktischen Hilfe", erklärt die Miliz. Die Islamische Republik hatte die neuerlichen Attacken auf Israel am Sonntagabend und Montagmorgen mit den Luftangriffen der israelischen Armee auf die libanesische Hauptstadt Beirut begründet.
+++ 20:02 Iran beschlagnahmt zahlreiche Vermögen von Kritikern +++
Irans Justiz hat eigenen Angaben zufolge mehr als 200 Vermögen von Kritikern und Regierungsgegnern beschlagnahmt. Justizsprecher Asghar Dschahangir sprach iranischen Medien zufolge von "Vaterlandsverrätern", deren Besitz und Vermögen konsequent eingezogen werde. Auf welchen Zeitraum er sich bezog, blieb zunächst unklar. Seit Ausbruch des Kriegs durch die USA und Israel Ende Februar haben auch Bewohner der iranischen Metropolen von zunehmenden Repressionen berichtet. Unter anderem haben Kontrollen von Fahrzeugen durch die Sicherheitsdienste in den Städten zugenommen. Viele Iranerinnen und Iraner sehen mit Sorge, dass Konten von Kritikern eingefroren werden.
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