Iran-Krieg im Liveticker+++ 06:18 Iran nach Verhandlungen: USA blockieren Friedensabkommen +++
Der Iran gibt den USA die Schuld am Scheitern einer Einigung zur Beendigung des Krieges. In den intensivsten Gesprächen auf höchster Ebene seit 47 Jahren habe sich der Iran in gutem Glauben engagiert, teilt der iranische Außenminister Abbas Araghtschi mit. Kurz vor dem Abschluss der Gespräche in Islamabad sei man jedoch auf Maximalforderungen, immer neue Bedingungen und eine Blockade gestoßen. Es seien "null Lehren" gezogen worden, kritisiert der Minister.
+++ 05:48 Trump: Irans Rückkehr an den Verhandlungstisch würde keine Rolle spielen +++
Eine Rückkehr Teherans zu Verhandlungen über eine dauerhafte Beendigung des Iran-Krieges würde US-Präsident Donald Trump zufolge keine Rolle spielen. "Es ist mir egal, ob sie zurückkommen oder nicht", sagt Trump vor Journalisten auf dem Luftwaffenstützpunkt Joint Base Andrews vor den Toren der US-Hauptstadt Washington. "Wenn sie nicht zurückkommen, ist das für mich in Ordnung", fügt er hinzu.
+++ 04:44 Trump attackiert Papst Leo: "schrecklich" +++
US-Präsident Donald Trump hat das Oberhaupt der Katholischen Kirche, Papst Leo XIV., in einem außergewöhnlichen Akt attackiert. Der Papst sei "schrecklich" in Bezug auf Außenpolitik, schreibt der Republikaner auf der Plattform Truth Social. Trump schreibt, der Papst sollte "dankbar" sein, da er nur Papst geworden sei, weil er US-Amerikaner sei - damit man besser mit Trump umgehen könne. "Wenn ich nicht im Weißen Haus wäre, wäre Leo nicht im Vatikan", behauptet Trump, der sich häufig bei seiner Politik auf den christlichen Glauben bezieht. Der US-Präsident schreibt weiter, er wolle keinen Papst, der es in Ordnung finde, dass der Iran eine Atomwaffe besitze. Er wolle keinen Papst, der denke, dass es falsch sei, dass die USA Venezuela angegriffen hätten. "Leo sollte sich als Papst zusammenreißen", schreibt Trump in seinem Beitrag weiter und erklärt später gegenüber Reportern, er sei kein großer Fan des Pontifex.
+++ 03:49 Teherans Parlamentspräsident: US-Drohungen gegen Iran wirkungslos +++
Die Drohungen der USA haben nach Angaben des iranischen Parlamentspräsidenten Mohammed Bagher Ghalibaf ihren Einfluss verloren. "Der Iran hat in den vergangenen Wochen bewiesen, dass er sich Drohungen nicht beugen wird und dass sie keinerlei Wirkung mehr haben", sagt Ghalibaf laut der Nachrichtenagentur Tasnim. Ohne US-Präsident Donald Trump namentlich zu nennen, deutete er die amerikanischen Drohungen als Ausdruck von Ratlosigkeit, in die Washington seit dem Ausbruch des Krieges geraten sei. Der Iran werde Logik mit Logik und Kampf mit Kampf erwidern und den USA erneut eine Lektion erteilen. "Die USA aber sollten lieber das Vertrauen des Irans zurückgewinnen und das Versäumte wiedergutmachen", so der einflussreiche Politiker. Als Leiter der iranischen Delegation bei den Friedensgesprächen war Ghalibaf der erste iranische Politiker seit fast 50 Jahren, der direkt mit einem US-Vizepräsidenten - JD Vance - gesprochen hat.
+++ 02:50 Nach Trumps Seeblockade-Ankündigung: Ölpreise steigen +++
Die Ölpreise sind nach den vorerst gescheiterten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran wieder gestiegen. In der Nacht lag der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni zur Eröffnung bei 102,50 US-Dollar. Vor dem Start der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad am Samstag hatte der Preis pro Barrel noch bei 95,20 Dollar gelegen. Auch der Preis der US-Sorte WTI zur Lieferung im Mai legte in der Nacht zum Montag wieder zu. Die Ölpreise bleiben derzeit der wichtigste Gradmesser für die Inflations- und Konjunktursorgen am Markt.
+++ 01:47 Blatt: Trump erwägt begrenzte Militärschläge im Iran +++
US-Präsident Donald Trump und seine Berater erwägen einem Zeitungsbericht zufolge die Wiederaufnahme begrenzter Militärschläge im Iran. Diese Maßnahme sei zusätzlich zur US-Blockade der Straße von Hormus im Gespräch, berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Insider. Damit solle der Stillstand bei den Friedensgesprächen überwunden werden.
+++ 00:51 US-Militär: Seeblockade der Straße von Hormus beginnt Montag +++
Die von US-Präsident Donald Trump angekündigte Seeblockade der Straße von Hormus durch das US-Militär soll am Montag beginnen. Ab 10.00 Uhr US-Ostküstenzeit (16.00 Uhr MESZ) werde der Seeverkehr für Schiffe blockiert, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen, kündigt das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) auf der Plattform X an. Dies schließe iranische Häfen am Persischen Golf und am Golf von Oman ein. Die Blockade werde gegenüber Schiffen aller Nationen durchgesetzt, heißt es weiter. Zugleich erläuterte Centcom, dass die Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus, deren Ziel oder Startpunkt nicht ein iranischer Hafen ist, durch das US-Militär nicht beeinträchtigt werde.
+++ 00:17 Irans Marinechef nennt Trumps Blockade-Drohung für Straße von Hormus "lächerlich" +++
Die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, die Straße von Hormus zu blockieren, ist vom Chef der iranischen Marine als "lächerlich" zurückgewiesen worden. Schahram Irani sagt nach Angaben des Staatsfernsehens: "Die Drohungen des US-Präsidenten, Iran auf See zu blockieren, sind lächerlich und absurd." Die iranische Marine "überwacht und kontrolliert alle Bewegungen der aggressiven US-Armee in der Region".
+++ 23:18 Nach Telefonat mit Putin: Irans Präsident gibt sich friedenswillig +++
Teheran ist iranischen Staatsmedien zufolge zu einem "ausgewogenen und fairen" Abkommen bereit, das dauerhaften Frieden und Sicherheit gewährleistet. Eine Einigung sei nicht in weiter Ferne, sollten die USA "in den Rahmen des Völkerrechts zurückkehren", sagt der iranische Präsident Massud Peseschkian nach dem Bericht in einem Telefonat mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin.
+++ 22:15 Iran veröffentlicht Video von Kommunikation mit US-Kriegsschiff +++
Das iranische Militär veröffentlicht ein Video, in dem der Vorfall mit einem US-Kriegsschiff vom Samstag gezeigt werden solle. Die USS Michael Murphy hatte nach US-Angaben die Straße von Hormus durchfahren. Das sollte der Vorbereitung der Minenräumung dienen, hieß es. Der Iran reagierte darauf und warnte das Schiff, seine Fahrt fortzusetzen, drohte sogar mit Beschuss. Diese Warnung habe das US-Militär aber nicht erhalten, erklärt ein Offizieller gegenüber Axios am Samstag, wie Korrespondent Barak Ravid auf X schreibt. Das nun veröffentlichte Video stellt die Situation anders dar. Dort ist zu hören, wie die Michael Murphy auf die Warnung des Irans reagiert.
+++ 21:53 Iran meldet mehr als 3300 Tote seit Beginn des Krieges +++
Im Iran sind seit Beginn der US-israelischen Angriffe auf das Land nach Behördenangaben mehr als 3300 Menschen getötet worden. Unter ihnen seien knapp 500 Frauen, teilt die iranische Rechtsmedizin-Organisation mit, die zur Justiz des Landes gehört. Von unabhängiger Seite können die Angaben nicht überprüft werden. Es habe sich um 2875 männliche und 496 weibliche Opfer gehandelt. Angaben zu Kindern unter den Opfern werden nicht gesondert gemacht.
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