Brisante Waffenlieferungen Iran könnte mit chinesischer Rakete US-Kampfjet abgeschossen haben

Während des Iran-Kriegs wird erstmals seit Jahrzehnten ein US-Kampfjet durch Feindbeschuss vom Himmel geholt. In einer dramatischen Militäraktion wird auch das zweite verschollene US-Besatzungsmitglied gerettet. Nun könnte China laut einem Bericht in den Abschuss involviert sein.
Der im April über dem Südwesten Irans abgeschossene F-15-Kampfjet wurde einem Medienbericht zufolge möglicherweise von einer in China hergestellten schultergestützten Rakete getroffen. In der Anfangsphase des Konflikts könnte China dem Iran auch ein Langstrecken-Frühwarnradar zur Verfügung gestellt haben, das US-Tarnkappenflugzeuge aufspürt, die eigentlich der Entdeckung entgehen sollen, berichtet NBC News unter Berufung auf drei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Demnach untersuchen US-Behörden weiterhin die Umstände des Abschusses der amerikanischen F-15E Strike Eagle.
Das Kampfflugzeug war Anfang April von iranischen Kräften abgeschossen worden. Beide US-Besatzungsmitglieder konnten sich per Schleudersitz retten. Der Pilot konnte anschließend rasch von US-Kräften gerettet werden. Doch die Suche nach dem Waffenoffizier wurde zu einem Wettrennen zwischen den Kräften Teherans und Washingtons. Schließlich wurde auch das zweite Besatzungsmitglied nach zwei Tagen durch das US-Militär gerettet. Dabei waren Dutzende Flugzeuge, Drohnen und Helikopter verschiedener Typen im Einsatz. Es war das erste Mal seit Jahrzehnten, dass ein US-Kampfjet durch Feindeinwirkung abgeschossen worden war.
Wann genau China die militärische Ausrüstung zum Abschuss des F-15-Kampfjets an den Iran übergeben haben soll, ist den Quellen zufolge unklar. Die schultergestützte Rakete, die vermutlich die F-15 abgeschossen hat, könnte erst kürzlich an den Iran geliefert worden sein. Sie könne aber auch aus Waffenbeständen stammen, die vor Jahren an den Iran geliefert wurden, so die Quellen. Ebenso unklar sei, ob das Radar, bekannt als YLC-8B, während des Krieges im Einsatz war.
Als das Flugzeug letzten Monat abgeschossen wurde, sagte US-Präsident Donald Trump, es sei von einer schultergestützten Rakete getroffen worden. Die etwa 2,1 Meter langen und 18 Kilogramm schweren Raketen, auch bekannt als tragbare Luftverteidigungssysteme oder Manpads, bieten eine kostengünstige und effektive Möglichkeit, tieffliegende Flugzeuge abzuschießen.
In einem Interview mit Fox News sagte Trump, Chinas Staatspräsident Xi Jinping habe ihm versichert, China werde keine Militärausrüstung an den Iran liefern. "Präsident Xi hat mir versprochen, dass er keine Waffen an den Iran liefert. Das ist ein wunderbares Versprechen. Ich nehme ihn beim Wort. Ich habe es sehr geschätzt", sagte Trump zudem vergangene Woche vor Reportern im Weißen Haus.
Peking kritisiert "Verleumdungen"
Auf die Frage nach dem Abschuss der F-15 teilte laut NBC ein Sprecher der chinesischen Botschaft mit: "China handelt beim Export von Militärgütern stets umsichtig und verantwortungsbewusst und übt strenge Kontrollen gemäß den chinesischen Exportkontrollgesetzen und -bestimmungen sowie den geltenden internationalen Verpflichtungen aus. China lehnt unbegründete Verleumdungen und böswillige Assoziationen entschieden ab."
US-Geheimdienstberichte deuten jedoch darauf hin, dass China plant, dem Iran in den kommenden Wochen neue Luftverteidigungssysteme zu liefern. Laut dem Nachrichtensender CNN gebe es Anzeichen dafür, dass China versucht, die Lieferungen über Drittländer zu leiten, um ihre Herkunft zu verschleiern. Ehemalige nationale Sicherheitsbeamte vermuten NBC zufolge, dass US-Beamte diese Informationen möglicherweise absichtlich durchgestochen haben, um Chinas Pläne aufzudecken - eine Taktik, die bereits von früheren Regierungen angewandt wurde.