Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 06:39 Eingefrorene russische Gelder: London überweist Hunderte Millionen an Kiew +++

17.04.2026, 00:01 Uhr

Großbritannien überweist eingefrorene russische Vermögenswerte in Höhe von umgerechnet 863 Millionen Euro an die Ukraine.. "Die Ukraine hat die jüngste Tranche aus dem Vereinigten Königreich in Höhe von 752 Millionen Pfund Sterling als Teil der G7-Initiative 'Extraordinary Revenue Acceleration for Ukraine' erhalten"“, teilt das ukrainische Finanzministerium am . Finanzminister Serhij Marchenko erklärt, die Mittel würden zur Deckung dringender Bedürfnisse im ukrainischen Sicherheits- und Verteidigungssektor verwendet. "Ich bin der Regierung des Vereinigten Königreichs dankbar für ihre konsequente und entschlossene Unterstützung der Ukraine bei der Abwehr der russischen Aggression im fünften Jahr der Vollinvasion."

+++ 06:12 Russland greift Tschernihiw in der Nordukraine an +++

Das russische Militär greift die ukrainische Stadt Tschernihiw an und schneidet mehrere Viertel von der Stromversorgung ab. Nach Angaben des regionalen Militärverwalters Dmitri Bryschinskyj werden mehrere Objekte der Energieinfrastruktur getroffen und in Brand gesetzt. Vorerst gibt es keine Berichte über mögliche Verletzte. Bryschinskyj macht in seiner Mitteilung auf Telegram keine Angaben, welche Waffen bei dem Angriff eingesetzt wurden.

+++ 05:43 Brüssel stellt Ukraine nach Reformen weitere Milliardenhilfen in Aussicht +++

Die Europäische Union will nach Fortschritten bei Reformen in der Ukraine in Kürze weitere Milliardenhilfen an das Land auszahlen. Es gehe um 2,5 bis 2,7 Milliarden Euro, teilt EU-Erweiterungskommissarin Marta Kos am Rande der Frühjahrstagung von IWF und Weltbank in Washington mit. Das ukrainische Parlament habe in der vergangenen Woche die dafür notwendigen Gesetze verabschiedet. "Es gibt einen Ukraine-Plan, in dem 173 Reformen aufgeführt sind, die sie umsetzen müssen und wenn sie diese erfüllen, können wir ihnen das Geld geben", so Kos nach der Veranstaltung.

+++ 04:49 EU fliegt Tausende Patienten aus der Ukraine aus +++

Mehr als 5000 Patienten sind nach Angaben der EU-Kommission seit Beginn des russischen Angriffskriegs vor über vier Jahren aus der Ukraine zur Behandlung in europäische Krankenhäuser gebracht worden. Die Kommission habe im Rahmen des EU-Katastrophenschutzverfahrens "die sichere Verlegung von mehr 5000 Patienten aus der Ukraine in Krankenhäuser in 22 Ländern in ganz Europa für spezialisierte medizinische Behandlungen ermöglicht", heißt es. Zuletzt wurden demnach am Mittwoch Patienten nach Deutschland, Finnland, Norwegen und in die Niederlande ausgeflogen.

+++ 02:49 Russland eskaliert Drohnenstreit mit Balten und Finnland +++

Der Sekretär des russischen Sicherheitsrates, Sergei Schoigu, warnt Finnland, Estland, Lettland und Litauen, dass Moskau sich das von ihm so bezeichnete "Recht auf Selbstverteidigung" vorbehalte, falls ukrainische Drohnen Russland über ihren Luftraum angreifen sollten, berichtet die kremlnahe Nachrichtenagentur TASS. Die Äußerungen folgen auf eine separate Warnung Moskaus vom Vortag, dass die europäische Unterstützung für die Drohnenfähigkeiten der Ukraine "unvorhersehbare Folgen" haben könnte. Schoigu beschuldigt mehrere Länder, Teil von Kiews "strategischem Hinterland" zu werden.

+++ 00:38 Insider: USA verzögern Waffenlieferungen an Europa +++

Die USA werden Insidern zufolge voraussichtlich einige bereits vereinbarte Waffenlieferungen an europäische Länder verzögern. US-Regierungsvertreter hätten ihre europäischen Kollegen darüber informiert, dass der Krieg im Iran an den Waffenbeständen zehre, sagen drei mit dem Vorgang vertraute Personen. Betroffen seien mehrere Staaten, darunter Länder im Baltikum und in Skandinavien. Bei den Rüstungsgütern handele es sich um Käufe im Rahmen des US-Programms für ausländische Militärverkäufe (FMS), die noch nicht ausgeliefert worden seien. Das Weiße Haus, das US-Verteidigungsministerium und das Außenministerium in Washington nehmen bislang nicht Stellung. Die europäischen Staaten rüsten wegen Russlands Angriff auf die Ukraine ihre Armeen massiv auf.

+++ 23:13 Zwei Verdächtige nach Anschlag in Kiew festgenommen +++

In der Ukraine werden zwei junge Männer nach einem mutmaßlichen Terroranschlag festgenommen. Die 17- und 23-Jährigen sollen für eine Explosion in der Region Kiew verantwortlich sein, berichtet "Ukrainska Prawda" unter Berufung auf den ukrainischen Geheimdienst SBU.

+++ 22:09 Enorme schwarze Rauchsäule nach ukrainischem Drohnenangriff auf Ölanlage +++

Der ukrainische Angriff auf die Ölanlagen im Schwarzmeerhafen Tuapse hat zu schweren Bränden geführt. Auf Bildern ist eine kilometerhohe schwarze Rauchsäule zu sehen.

Das Kommando der ukrainischen Armee-Spezialeinheiten teilt mit, dass die Ölverladeanlagen wie Objekte der örtlichen Raffinerie beschädigt worden seien. Der Komplex gehört dem größten russischen Ölkonzern Rosneft.

Blick-aus-dem-All-auf-die-russische-Schwarzmeerkueste-bei-Tuapse-Die-Auswirkungen-der-Braende-im-Oeldepot-des-russischen-Hafens-sind-auf-der-Satellitenaufnahme-vom-16-April-2026-gut-zu-erkennen-Der-Kuestenabschnitt-im-Bild-ist-von-Nordwesten-bis-Suedosten-rund-170-Kilometer-lang-Die-auf-dem-Bild-erkennbare-Qualmwolken-ziehen-sich-ueber-rund-70-Kilometer-hinaus-Richtung-Suedwesten-aufs-offene-Meer
Blick aus dem All auf die russische Schwarzmeerküste bei Tuapse: Die Auswirkungen der Brände im Öldepot des russischen Hafens sind auf der Satellitenaufnahme vom 16. April 2026 gut zu erkennen. Der Küstenabschnitt im Bild ist von Nordwesten bis Südosten rund 170 Kilometer lang. Die auf dem Bild erkennbare Qualmwolken ziehen sich über rund 70 Kilometer hinaus Richtung Südwesten aufs offene Meer. (Foto: Satellitenfoto © Copernicus Sentinel Data 2026)

+++ 21:39 Deepstate: Russen rücken in der Region Sumy vor +++

Laut dem ukrainischen Militärbeobachtungsportal Deepstaate kann die russische Armee in der Region Sumy Geländegewinne verzeichnen. "Der Feind rückte in der Nähe von Novodmitrowka und Stepka vor", heißt es bei Deepstate. Die Region Sumy liegt direkt an der Grenze zu Russland. Derzeit hat Moskau auf ukrainischem Gebiet in der Region die Kontrolle über rund 150 Quadratkilometer. 

+++ 21:00 Klingbeil: Russland darf nicht Gewinner des Ukraine-Kriegs sein +++

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil warnt davor, dass Russland vom Iran-Krieg profitiert. "Es liegt nicht in unserem Interesse - und es kann auch nicht im Interesse der Vereinigten Staaten liegen - dass Russland als Sieger aus dem Iran-Krieg hervorgeht", sagt der SPD-Politiker am Rande der Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds in Washington. Die russische Wirtschaft wachse, Russland profitiere von der Energiesituation. Er habe dies auch im Rahmen der G7 gegenüber den Vereinigten Staaten angesprochen: "Russland ist der Gewinner dieser Situation. Und das ist keine gute Situation."

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