Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 06:51 Inszenierung in Nordkorea: Kim zeigt Wohnungen für Familien von in der Ukraine getöteten Soldaten +++
Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat Wohnungen für die Familien von in Russlands Krieg gegen die Ukraine getöteten nordkoreanischen Soldaten enthüllt. Mit dem Bau bezwecke Pjöngjang, dass "seine vortrefflichen Söhne, die das Heiligste verteidigt haben, indem sie ihr Wertvollstes opferten, für immer weiterleben", sagte Kim in einer Rede, wie die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA berichtet. Von KCNA veröffentlichte Bilder zeigen Kim in Begleitung seiner Tochter und möglichen Nachfolgerin Kim Ju Ae bei der Eröffnung der Wohnungen entlang der Straße Saeppyol. Auf einem Foto ist Kim zu sehen, wie er auf einem Sofa offenbar mit Angehörigen eines gefallenen Soldaten spricht, seine Tochter steht hinter ihnen. "Vor ihrem Tod werden sich die heldenhaften Märtyrer vor dem inneren Auge ihre geliebten Familien in dem ewig aufblühenden Land ausgemalt haben", sagte Kim in seiner Rede. Das international isolierte Nordkorea hat nach Angaben der Geheimdienste Südkoreas und westlicher Staaten tausende Soldaten entsandt, die im Ukraine-Krieg an der Seite der russischen Armee kämpfen. Seoul schätzt, dass bislang etwa 2000 von ihnen getötet wurden.
+++ 06:20 Russland: Feuer in Schwarzmeerhafen Taman nach Drohnenangriff gelöscht +++
Ein Feuer im russischen Schwarzmeerhafen Taman ist den örtlichen Behörden zufolge gelöscht worden. Es war bei einem ukrainischen Drohnenangriff am Sonntag ausgebrochen. Dabei wurden nach Angaben von Gouverneur Wenjamin Kondratjew ein Öltank, ein Lagerhaus und Terminals beschädigt. Die Oblast Krasnodar liegt im Südwesten Russlands am Schwarzen Meer und gegenüber der 2014 von Russland annektierten ukrainischen Halbinsel Krim, mit der sie durch die Brücke von Kertsch verbunden ist.
+++ 05:41 Russland bietet eintägige Feuerpause an im Fall von Ukraine-Wahlen +++
Russland wäre bereit, die Angriffe auf die Ukraine für einen Tag zu pausieren, wenn dort Wahlen abgehalten würden. Das sagt der stellvertretende Außenminister Michail Galuzin der staatlichen Nachrichtenagentur Tass. Der Vorschlag von Präsident Putin, die Angriffe am Wahltag auszusetzen, sei "weiterhin gültig", so Galuzin. Der ukrainische Präsident Selenskyj hatte auf der Münchner Sicherheitskonferenz gesagt, die Ukraine sei bereit, nach mindestens zwei Monaten Waffenstillstand Wahlen abzuhalten. Die Ukraine könne zudem ebenfalls einen Waffenstillstand verkünden, wenn Russland selbst Wahlen abhalten würde.
+++ 03:24 Berichte: Zivilisten in Odessa gehen auf Rekrutierungsbeamte los +++
In Odessa haben Bewohner offenbar Rekrutierungspersonal der ukrainischen Armee angegriffen. Das berichtet die Nachrichtenseite "Kyiv Independent". Die Soldaten hätten einen Wehrpflichtigen kontrolliert und abgeführt, als sie von einer Gruppe von Zivilisten angegriffen worden seien. Die Zivilisten hätten dabei auch Tränengas eingesetzt, teilt das regionale Rekrutierungszentrum auf Facebook mit. Es habe Verletzte gegeben, auch ein Militärfahrzeug und Kameras seien beschädigt worden.
+++ 01:27 Ukrainische Drohnenangriffe beschädigen Energieversorgung im russischen Brjansk +++
In der westrussischen Region Brjansk ist Behördenangaben zufolge nach ukrainischen Drohnenangriffen die Energieversorgung teilweise zusammengebrochen. "Durch einen Schlag des Feindes gegen Objekte der Energieinfrastruktur im Gebiet Brjansk sind in fünf Gemeinden und teilweise in der Stadt Brjansk Wärme und Strom ausgefallen", schreibt Gouverneur Alexander Bogomas auf Telegram. Seinen Angaben nach handelte es sich um einen der schwersten ukrainischen Angriffe seit Kriegsbeginn. Der Drohnenbeschuss habe mehr als zwölf Stunden gedauert. Mehr als 170 Drohnen seien abgewehrt worden. Das ukrainische Militär fokussiert sich bei Angriffen auf russisches Gebiet meistens auf die Öl- und Gasverarbeitung.
+++ 23:29 1100 Wohnhäuser in Kiew weiter ohne Heizung +++
Nach den jüngsten russischen Angriffen auf die ukrainische Energieinfrastruktur sind in der Hauptstadt Kiew weiterhin hunderte Gebäude ohne Heizung. Rund 1100 Wohngebäude und 500 andere Gebäude könnten mitten im Winter nicht beheizt werden, teilen die Behörden der Hauptstadt mit. In den letzten Tagen war es in Kiew mit Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt nicht mehr ganz so kalt, ab morgen werden aber wieder zweistellige Minusgrade erwartet.
+++ 22:20 Melnyk: "Barbarischer Krieg" wird ohne Europas Einlenken noch Jahre andauern +++
Die Münchner Sicherheitskonferenz hätte der Ukraine weitere konkrete Hilfe zusagen müssen, beklagen Kiews UN-Botschafter Andrij Melnyk und der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter im "Tagesspiegel" (Montagsausgabe). Melnyk warnte, dass ein "de-facto-Weiter-so-Kurs Europas" den "barbarischen Krieg um Jahre verlängern" werde. Kiesewetter forderte die umstrittene Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern an die Ukraine.
+++ 21:46 Rheinmetall-CEO rechnet in diesem Jahr nicht mit Frieden in der Ukraine +++
Russland habe kein Interesse an einem Kriegsende, glaubt Armin Papperger, Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG. Der Chef des Rüstungskonzerns rechnet in diesem Jahr nicht mit Frieden in der Ukraine. "Wir produzieren derzeit mehr Munition, als wir Verträge haben", sagte Papperger im Podcast "Table.Today" von "Table.Briefings" (abrufbar ab Montag 5 Uhr) laut Vorabmeldung. Rheinmetall könne "mehr Flugabwehrgeschütze, mehr Munition und sogar mehr Panzer liefern", doch es fehle die Finanzierung. Papperger kündigte an, die Zahl der Beschäftigten in seinem Unternehmen in den kommenden Jahren auf 70.000 zu erhöhen. Bis Ende dieses Jahres werde der Auftragsbestand bei rund 140 Milliarden Euro liegen.
+++ 21:03 Moskau meldet nahe Hauptstadt-Flughafen Drohnen-Großangriff vom "Feind" +++
Im Laufe des Tages sollen mehrere ukrainische Drohnen auf die russische Hauptstadt zugeflogen sein. "An den Absturzstellen der Trümmer sind Spezialisten der Rettungsdienste im Einsatz," meldete der Moskauer Bürgermeister Sergei Sobjanin bei Telegram. Die Drohnen seien laut Alexander Bogomas, Gouverneur des Gebiets Brjansk, von der russischen Luftverteidigung abgeschossen worden. "Seit dem frühen Morgen hat der Feind einen Großangriff auf unsere Region versucht", schrieb der Gouverneur bei Telegram. Die Kreml-nahe Nachrichtenagentur RIA Novosti meldete, dass der Flughafen Domodedowo die Ankünfte und Abflüge von Flugzeugen zeitweise einschränken musste. Der Flughafen liegt rund 42 Kilometer südöstlich vom Moskauer Stadtzentrum entfernt.
+++ 20:06 Selenskyj: "Ich bin jünger als Putin, er hat nicht viel Zeit" +++
Die Zeit spiele gegen Putin, glaubt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. "Ich bin jünger als Putin. Glauben Sie mir, das ist wichtig. Er hat nicht mehr viel Zeit - Gott segne ihn," sagte der 48-Jährige in einem "Politico"-Interview zum Abschluss der Münchner Sicherheitskonferenz. "Ich glaube, Putin befindet sich ebenfalls in einer schwierigen Lage, denn ich kann mit Ihnen sprechen und Ihnen die Hand schütteln, ich habe keine Angst. Ich möchte frei sein." Im Kreml setzt Putin auf einen außergewöhnlich langen Tisch, mit dem der 73-Jährige Staatsgäste auf Abstand hält.
+++ 19:28 Ukraine erhält nach Münchner Sicherheitskonferenz Hilfspaket für Luftverteidigung +++
Selenskyj äußerte sich am Abend in einer Videoansprache bei Telegram zufrieden mit den "zwei sehr intensiven Tagen" auf der Münchner Sicherheitskonferenz. "Es wird neue Unterstützungspakete für die Ukraine geben", verkündete der ukrainische Staatschef. Im Mittelpunkt stünden Raketen für die Luftverteidigung. "Das ist das Thema Nummer eins während dieses gesamten Winters," erklärte Selenskyj.
Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen.