Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 14:20 Moskau-Korrespondent Munz: Im Sommer "werden wir heftige Kämpfe erleben" +++

15.05.2026, 00:01 Uhr

Russland und die Ukraine überziehen sich mit Angriffen, beide Seiten beklagen viele Tote. ntv-Korrespondent Rainer Munz erwartet für den Sommer heftige Kämpfe an der Front - ohne große Verschiebungen, aber mit hoher Belastung für beide Seiten. In Russland wachse derweil der Unmut.

+++ 13:53 Putin lobt Russlands Wirtschaft trotz gesenkter Wachstumsprognose +++

Der russische Präsident Wladimir Putin hat die jüngste Entwicklung der heimischen Wirtschaft gelobt und erste positive Ergebnisse staatlicher Konjunkturmaßnahmen hervorgehoben. Die Wirtschaftsdaten für März seien mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,8 Prozent positiv ausgefallen, sagt Putin bei einem im Fernsehen übertragenen Regierungstreffen. Die von der Regierung eingeleiteten Maßnahmen zur Stützung der Wirtschaft würden greifen. Putin räumt bei dem Treffen jedoch ein, dass die Wirtschaft im gesamten ersten Quartal um 0,3 Prozent geschrumpft sei. Seine optimistische Einschätzung der März-Zahlen steht damit im Kontrast zu der schwachen Entwicklung im gesamten ersten Vierteljahr 2026. Diese hatte die Regierung zu einer deutlichen Korrektur ihrer Erwartungen veranlasst und die Notwendigkeit weiterer staatlicher Eingriffe unterstrichen.

+++ 13:18 Nordkorea: London wird für Sanktionen wegen Kinderlager "Preis zahlen" +++

Nordkorea verurteilt die von Großbritannien verhängten Sanktionen wegen eines Sommerlagers für Kinder. London werde für diesen böswilligen Akt einen Preis zahlen, hieß es in einer von der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA verbreiteten Erklärung des Außenministeriums. Die Sanktionen seien unbegründet und verletzten die Rechte und Interessen der Kinder des Landes. Großbritannien hatte am Montag Sanktionen gegen das internationale Kinderlager Songdowon wegen dessen mutmaßlicher Beteiligung an von Russland betriebenen Deportationen und die Umerziehung ukrainischer Kinder verhängt.

+++ 12:45 Ukraine zerstört 32 russische Artilleriegeschütze +++

Die Ukraine hat nach eigenen Angaben in den vergangenen 24 Stunden 32 Artilleriesysteme der russischen Angreifer zerstört. Das geht aus der Lageübersicht des ukrainischen Generalstabs hervor. Darüber hinaus wurden den Angaben zufolge 1150 Kämpfer Moskaus getötet oder verwundet. In dem Zeitraum konnten zudem vier Panzer, zwölf Schützenpanzer und ein Mehrfachraketenwerfer außer Gefecht gesetzt werden. 

+++ 12:12 Munz: "China lässt Russland seinen Krieg weiterführen" +++

Präsident Putin kündigt einen eintägigen Arbeitsbesuch beim chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping am 20. Mai an. Russland-Korrespondent Rainzer Munz meint, das sende eine klare Botschaft: China ließe Russland seinen Krieg gegen die Ukraine weiterführen.  

+++ 11:28 Ukraine schießt 130 russische Drohnen ab +++

In der vergangenen Nacht haben die ukrainischen Streitkräfte wieder russische Luftangriffe abgewehrt. Dabei setzten Putins Streitkräfte insgesamt 141 Drohnen ein, von denen 130 abgeschossen werden konnten, so die Luftwaffe. Darüber hinaus setzte Russland auch Raketen vom Typ Kh-31P ein. Schäden gab es demnach an sechs Orten über die Ukraine verteilt. 

+++ 10:57 Explosion erschüttert UN-Konvoi - zweiter Angriff folgt +++

Ein UN-Hilfsfahrzeug wird zur Zielscheibe: In der ukrainischen Region Cherson wird ein deutlich gekennzeichnetes Fahrzeug der Vereinten Nationen bei einem Hilfseinsatz von einer Drohne getroffen, als es sich gerade auf dem Weg in das unterversorgte Gebiet befindet.

+++ 10:26 Ukraine bestätigt Drohnenangriff auf Raffinerie +++

Drohnen haben nach Angaben des Kommandeurs der ukrainischen Drohnenstreitkräfte, Robert Browdi, eine Ölraffinerie in der zentralrussischen Stadt Rjasan getroffen. Damit bestätigt er entsprechende Berichte in den sozialen Medien. Die Stadt liegt etwa 200 Kilometer südöstlich von Moskau. Zudem hätten seine Truppen in der Nacht 23 militärische Ziele und Einrichtungen in Russland sowie in den besetzten ukrainischen Gebieten getroffen, erklärt Kommandeur Browdi.

+++ 09:53 Russland und Ukraine tauschen je 205 Kriegsgefangene aus +++

Russland und die Ukraine tauschen einem Bericht der staatlichen russischen Nachrichtenagentur RIA zufolge jeweils 205 Kriegsgefangene aus. Der Austausch ist Teil einer von US-Präsident Donald Trump vermittelten dreitägigen Feuerpause über die russischen Feiern zum Sieg über Nazi-Deutschland am 9. Mai, der Russland zugestimmt hatte.

+++ 09:19 Gefangene landen an der Front – russische Gefängnisse leeren sich +++

Die Zahl der russischen Gefängnisinsassen hat sich seit Beginn des Angriffskriegs drastisch reduziert. Ende 2021 saßen dort noch 465.000 Menschen ein, heute sind es nur 282.000, berichtet Kyiv Independent unter Berufung auf den Chef des russischen Strafvollzugsdienstes, Arkadi Gostew. Die Zahl der Insassen nahm demnach um rund 40 Prozent ab. Dabei gibt es einen Zusammenhang zum Krieg: Insassen in Gefängnissen werden großflächig als Soldaten für die Streitkräfte Putins angeworben.

+++ 08:35 Vorübergehender Drohnen-Alarm in Finnlands Hauptstadtregion +++

In Finnlands Hauptstadtregion ist vorübergehend Alarm wegen Drohnen unbekannter Herkunft ausgerufen worden. "Die Gefahr ist vorüber. Die Menschen können sicher zur Arbeit und zur Schule gehen", erklärt Innenministerin Mari Rantanen auf X. Der Flugverkehr am Flughafen Helsinki wird nach einer dreistündigen Unterbrechung wieder aufgenommen, wie der Betreiber auf seiner Website mitteilt. Zuvor ließen die Streitkräfte einem Bericht des öffentlich-rechtlichen Senders Yle zufolge Kampfjets aufsteigen. Ministerpräsident Petteri Orpo erklärt auf X, die Streitkräfte hätten ihre Kontrollen intensiviert.

+++ 07:59 Russland meldet massiven ukrainischen Drohnenangriff +++

Das russische Verteidigungsministerium meldet den Abschuss von 355 ukrainischen Drohnen über russischen Regionen in der Nacht. In der zentralrussischen Stadt Rjasan kommen bei einem Drohnenangriff drei Menschen ums Leben, zwölf weitere werden verletzt. Zudem werden Hochhäuser beschädigt und ein Industrieunternehmen getroffen, wie der regionale Gouverneur Pawel Malkow mitteilt.

+++ 07:32 Totenzahl nach russischen Luftangriffen auf Kiew steigt auf 24 +++

Infolge der russischen Luftangriffe am Donnerstag sind 24 Menschen gestorben. Darunter befinden sich drei Kinder, melden die ukrainischen Behörden. Die Zahl der Todesopfer war über Nacht noch einmal um drei Menschen gestiegen. Bei dem Angriff war unter anderem ein neunstöckiges Wohngebäude attackiert worden. Dieses brach durch den Angriff in sich zusammen und begrub etliche Personen unter sich. 

+++ 06:59 Heftige Brände nach ukrainischem Angriff auf Ölraffinerie +++

Die ukrainischen Angriffe auf eine Ölraffinerie in der russischen Stadt Rjasan haben dort Brände ausgelöst. Auf Videos in den sozialen Medien sind riesige Rauchwolken zu sehen. Die Raffinerie in der Stadt zählt zu den größten Russlands. Die Anlage liegt rund 600 Kilometer von der Ukraine entfernt. 

+++ 06:30 Selenskyj will Verhandlungen intensivieren +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj setzt auf eine baldige Fortsetzung der Verhandlungen für ein Ende des Angriffskriegs gegen sein Land. "Wir freuen uns darauf, die Verhandlungspause zu beenden und die diplomatischen Bemühungen zu intensivieren", schreibt Selenskyj auf X. "Dies ist wichtig, um das Leben unserer Bevölkerung zu schützen und die Sicherheit in Europa wiederherzustellen."

+++ 05:50 Ukraine: Drohnenalarm in mehreren Region +++

In der Ukraine ist am frühen Morgen in mehreren Regionen Drohnenalarm ausgerufen worden. Darunter ist auch die Hauptstadt Kiew, berichtet die Ukrainska Prawda. Auch in allen Regionen, die direkt an Russland grenzen, wurde eine entsprechende Warnung herausgegeben. 

+++ 04:30 Ukrainischer Außenminister: Mehr Druck auf Putin nötig +++

Nach Angaben des ukrainischen Außenministers Andrij Sybiha zeigt der schwere russische Angriff während des China-Besuchs von US-Präsident Donald Trump, dass Russland den Krieg trotz der Friedensbemühungen Washingtons fortsetzen wolle. Es müsse mehr internationaler Druck auf Putin ausgeübt werden. "Ich bin sicher, dass die Staats- und Regierungschefs der USA und Chinas genug Einfluss auf Moskau haben, um Putin zu sagen, dass er den Krieg endlich beenden soll", schreibt er auf X.

+++ 03:31 Klitschko ruft nach massiven Kiew-Angriffen Trauertag aus +++

Der Bürgermeister von Kiew, Vitali Klitschko, erklärt den heutigen Freitag zu einem Trauertag. Bei einem russischen Angriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew sind am Donnerstag nach Angaben der Rettungskräfte mindestens 21 Menschen getötet worden, darunter drei Kinder. Der staatliche Rettungsdienst teilt mit, Retter suchten in einem zerstörten neunstöckigen Wohnhaus weiter nach Vermissten. 

+++ 02:21 Generalinspekteur der Bundeswehr: Russland könnte Nato 2029 angreifen +++

Der Generalinspekteur der Bundeswehr, Carsten Breuer, rechnet damit, dass Russland spätestens 2029 die Nato militärisch testen könnte: "Die verschiedenen Indikatoren - Aufrüstung, Personalaufbau, wirtschaftliche und politische Entwicklungen - laufen auf einen Punkt zu: 2029. Könnte es früher passieren? Ja", sagt Breuer in einem gemeinsamen Interview mit seinem britischen Amtskollegen Air Chief Marshal Sir Richard Knighton in der "Süddeutschen Zeitung". "Unser Problem ist in Moskau und nirgendwo anders", warnt Breuer.

+++ 01:22 Zahl der Toten steigt nach Angriffen auf Kiew weiter +++

 Die Zahl der Toten nach den jüngsten massiven Angriffen Russlands auf die ukrainische Hauptstadt Kiew ist nach Behördenangaben auf 21 gestiegen. Unter den Toten seien drei Kinder, teilt der staatliche Katastrophenschutz in der Nacht bei Telegram mit. Einsatzkräfte durchsuchen im Stadtteil Darnytskyji weiter die Trümmer eines Gebäudes nach Opfern.

+++ 00:35 Ukraine zieht beim Eurovision Song Contest ins Finale ein +++

Auch mitten im Krieg nimmt die Ukraine am Eurovision Song Contest teil. LELÉKA sichert sich am späten Donnerstagabend in Wien das Ticket für die Finalshow am Samstag. LELÉKA ist das Musikprojekt von Victoria Leleka, das die Künstlerin 2016 während ihres Aufenthaltes in Berlin gründete. Ihre Musik vereint ukrainische Tradition mit modernen Klängen. Die Sängerin und Songwriterin absolvierte ihr Studium an der Karpenko-Karyi-Theateruniversität in Kiew und arbeitete zeitweise als Schauspielerin am Molodyi-Theater in der ukrainischen Hauptstadt.

+++ 23:46 Russland greift Energieanlage in der Oblast Odessa an +++

Russische Streitkräfte greifen am Abend die Energieinfrastruktur im Gebiet Odessa an, sodass kritische Infrastruktureinrichtung auf Notstromversorgung umgeschaltet werden muss, berichtet das Portal "Ukrainska Pravda". Demnach gibt es keine Verletzten. DTEK - das größte private Energieunternehmen der Ukraine - teilt mit, dass die Energieversorger alle Maßnahmen ergreifen würden, um die Stromversorgung aller Verbraucher "so schnell wie möglich" wiederherzustellen.

+++ 22:31 Nach tödlichem Angriff auf Kiew: Zahl der Toten auf 16 gestiegen - darunter zwei Kinder +++

Die Zahl der Todesopfer des russischen Angriffs auf Kiew in der der vergangenen Nacht ist auf 16 gestiegen, darunter zwei Kinder. Das meldet der Staatliche Dienst für Notfallsituationen in der Ukraine bei Telegram. Demnach wurden mindestens 57 Menschen verletzt, 27 befinden sich im Krankenhaus. Die Zahl der Toten könnte noch steigen: Laut der Mitteilung sind die Rettungskräfte noch dabei, Trümmer nach Vermissten zu durchsuchen.

+++ 21:54 Tschernobyl-Sperrzone: Erneut Brände nach Drohnenabschuss ausgebrochen +++

In schwer zugänglichem Gelände innerhalb der Sperrzone von Tschernobyl sind nach dem Abschuss mehrerer russischer Drohnen erneut Brände ausgebrochen. Das teilt die staatliche Agentur der Ukraine für die Verwaltung der Sperrzone bei Facebook mit. Demnach sind unter anderem russische "Geran-2"-Drohnen im wissenschaftlichen Forschungs- und Naturschutzgebiet Opatschytschi des Tschernobyl-Biosphärenreservats für Strahlenschutz und Ökologie abgefangen worden. Nach Angaben der staatlichen Atomaufsichtsbehörde der Ukraine wird die Lage durch starke Rauchentwicklung, umgestürzte Bäume und das schwierige Gelände erschwert.

+++ 21:13 Nach tödlichem Angriff auf Kiew: Selenskyj fordert schmerzhaftere Sanktionen für Russland +++

Nach einem verheerenden russischen Angriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew mit vielen Toten und Verletzten fordert Präsident Wolodymyr Selenskyj schmerzhaftere Sanktionen für Russland. In ein Gebäude in Kiew sei ein Marschflugkörper vom Typ Ch-101 eingeschlagen, der im zweiten Quartal dieses Jahres hergestellt worden sei, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft unter Berufung auf vorläufige Angaben. Das bedeute, dass Russland die dafür nötigen Komponenten weiterhin beziehe und die weltweiten Sanktionen umgehe. In Kiew stieg die Zahl der Toten nach dem Angriff auf mindestens zwölf Menschen an, wie der Zivilschutz mitteilte. Darunter seien zwei Minderjährige. Bürgermeister Vitali Klitschko sprach außerdem von mehr als 50 Verletzten. 

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