Iran-Krieg im Liveticker+++ 05:32 Nach gescheitertem US-Friedensvorschlag für Iran: Ölpreise ziehen an +++
Gescheiterte Friedensbemühungen im Konflikt zwischen den USA und dem Iran haben die Ölpreise am Morgen kräftig steigen lassen. Die Nordseesorte Brent verteuerte sich um 3,14 Prozent auf 104,47 Dollar je Barrel, während US-Leichtöl der Sorte WTI um 3,24 Prozent auf 98,51 Dollar zulegte. Hoffnungen auf ein baldiges Ende der seit zehn Wochen andauernden Auseinandersetzung und eine Öffnung der für den Öltransport wichtigen Straße von Hormus erhielten einen Dämpfer, nachdem US-Präsident Donald Trump die iranische Antwort auf einen US-Friedensvorschlag als inakzeptabel zurückgewiesen hatte.
+++ 04:37 Iranische Nobelpreisträgerin Mohammadi für ärztliche Behandlung gegen Kaution freigelassen +++
Iranische Behörden haben die inhaftierte Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi nach Angaben ihrer Unterstützer wegen ihres schlechten Gesundheitszustandes gegen Kaution freigelassen. Mohammadi sei zur medizinischen Behandlung nach Teheran gebracht worden, teilt ihre Stiftung mit. Nach einem zehntägigen Krankenhausaufenthalt in Sandschan im Norden des Iran, wo sie ihre Haftstrafe verbüßt, sei Mohammadi "gegen eine hohe Kaution eine Aussetzung der Strafe gewährt" worden. Die Nobelpreisträgerin sei mit dem Krankenwagen in ein Krankenhaus in Teheran gebracht worden, wo sie "von ihrem eigenen Ärzteteam" behandelt werde, heißt es weiter. Die Höhe der Kaution wird in der Erklärung nicht genannt.
+++ 03:43 Bundesnetzagentur: Gaspreise können moderat steigen +++
Wegen des Iran-Kriegs kann es nach Worten des Chefs der Bundesnetzagentur zu moderaten Preissteigerungen beim Gas kommen. "Die Auswirkungen des Iran-Kriegs spüren alle, die an den Börsen Gas beschaffen müssen", sagt Klaus Müller dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Für die meisten privaten Haushalte gelten hingegen Preisgarantien für 12 Monate oder länger." Es könne bei Anschlussverträgen zu Preissteigerungen kommen. Müller ergänzt: "Aber nicht in der Dimension wie nach dem russischen Angriff auf die Ukraine." Müller mahnt zugleich, mit Gas sorgsam umzugehen. "Gas ist ein wertvolles Gut." Beim Strom sieht es anders aus. "Im Strombereich haben wir sinkende Preise durch einen - auch jahreszeitlich bedingt - deutlichen Anteil kostengünstiger erneuerbarer Energie", sagt Müller.
+++ 02:43 US-Senator: US-Munitionsvorräte stark aufgebraucht +++
Die Munitions- und Raketenvorräte des US-Militärs sind nach Worten eines US-Senators stark aufgezehrt. Es sei "schockierend, wie stark wir diese Bestände aufgebraucht haben", sagt Mark Kelly in der CBS-Sendung "Face The Nation" und fügt an, dass US-Präsident Donald Trump die USA in einen Krieg "ohne strategisches Ziel, ohne Plan, ohne Zeitplan" hineingezogen habe. Als Mitglied des Streitkräfte-Ausschusses hatte das Pentagon den Senator aus Arizona über bestimmte Munitionsarten informiert - nach Kellys Aussage gehörten dazu etwa Angaben zu Raketen der Typen Tomahawk, ATACMS, SM-3 oder für Patriots. Es werde "Jahre" dauern, um diese Bestände wieder aufzubauen. Konkrete Angaben macht Kelly nicht.
+++ 01:31 Umfrage: 51 Prozent der Deutschen für Beteiligung an Hormus-Militärmission +++
Die Bundesregierung diskutiert seit einigen Wochen die deutsche Beteiligung an einer Militärmission zur Sicherung der Straße von Hormus. Die Bereitschaft dazu hatte Bundeskanzler Friedrich Merz mehrfach erklärt. Voraussetzungen für eine solche Beteiligung sind das Ende der Kampfhandlungen zwischen den USA und dem Iran, ein tragfähiges militärisches Konzept, etwa durch eine UN-Resolution, sowie die Zustimmung des Bundestags. Auch wenn die Bedingungen für einen solchen Einsatz nach wie vor unklar sind, stehen die Deutschen in dieser Frage hinter ihrer Regierung. Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag des "Stern" und RTL sind 51 Prozent dafür, 44 Prozent dagegen.
+++ 00:25 Schiffe in Straße von Hormus: Iran droht UK und Frankreich +++
Die iranische Regierung droht Großbritannien und Frankreich mit einer "entschiedenen und sofortigen Antwort”, falls deren Kriegsschiffe in der Straße von Hormus aktiv werden. "Wir erinnern sie daran, dass sowohl in Kriegs- als auch in Friedenszeiten allein die Islamische Republik Iran in der Straße für Sicherheit sorgen kann und sie keinem Land erlauben wird, sich in diese Dinge einzumischen", erklärt Vize-Außenminister Kasem Charibabadi auf X. Der französische Präsident Emmanuel Macron betont unterdessen, seine Regierung habe "nie" einen Einsatz von Kriegsschiffen in der Straße von Hormus geplant, sondern eine "mit dem Iran abgestimmte" Mission zur Sicherung der Schifffahrt in der Meerenge.
+++ 23:39 Großbritannien entsendet Kriegsschiff in den Nahen Osten +++
Das britische Verteidigungsministerium kündigt an, die HMS Dragon in den Nahen Osten verlegen, um bei der Sicherung der Schifffahrt durch die Straße von Hormus zu helfen. Das Schiff ist derzeit im östlichen Mittelmeer stationiert, wohin es Anfang März entsandt worden war, um die britischen Militärstützpunkte vor iranischen Drohnenangriffen zu schützen. Großbritannien und Frankreich führen eine internationale Initiative an, um die Meerenge wieder zu öffnen und zu schützen, sobald sich der derzeitige fragile Waffenstillstand in eine stabile Waffenruhe verwandelt. Ein französischer Flugzeugträgerverband durchquerte am Mittwoch den Suezkanal, um diese Bemühungen zu unterstützen.
+++ 22:42 Trump: Antwort des Iran auf US-Vorschlag absolut inakzeptabel +++
US-Präsident Donald Trump hält die Antwort des Irans auf den US-Vorschlag zur Beendigung des Krieges für "völlig inakzeptabel". "Ich habe gerade die Antwort der sogenannten "Vertreter" des Iran gelesen. Das gefällt mir nicht - VÖLLIG INAKZEPTABEL", schreibt er auf seiner Plattform Truth Social. Weitere Details zu dem Vorschlag nennt er nicht.
+++ 22:08 Netanjahu telefoniert offenbar mit Trump +++
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat einem Medienbericht zufolge mit US-Präsident Donald Trump telefoniert. Dies berichtet die Jerusalem Post mit Verweis auf eine anonyme Quelle. Der Inhalt des Gesprächs ist nicht bekannt. Der Iran hat über den Pakistan am Nachmittag seine Antwort auf einen US-Vorschlag für ein mögliches Kriegsende übermittelt.
+++ 21:33 Bericht: Iran antwortet ausführlich auf US-Vorschlag, will aber Nuklearanlagen behalten +++
Der Iran lehnt einem Medienbericht zufolge den US-Vorschlag für eine Beendigung des Krieges ab. Wie das "Wall Street Journal" mit Verweis auf zwei anonyme Quellen berichtet, habe Teheran ausführlich auf mehreren Seiten auf die US-Offerte geantwortet. Die Antwort bringe beide Seiten jedoch nicht zusammen: Der Iran schlage ein Ende der Angriffe und eine stückweise Öffnung der Straße von Hormus vor. Zudem solle in den nächsten 30 Tagen verhandelt werden, was mit dem iranischen Uran passiere. Teheran biete an, einen Teil des radioaktiven Materials in ein Drittland zu schaffen - jedoch einen Teil im Land zu behalten. Sollten die Verhandlungen scheitern, fordere der Iran eine Garantie, das angereicherte Uran zurückzubekommen. Das Regime lehne zudem ab, seine Nuklearanlagen abzubauen.
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