Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 06:54 Bericht: Video zeigt massive Angriffe des ukrainischen Geheimdienstes auf russische Stellungen in Luhansk +++
Beamte des Inlandsgeheimdienstes der Ukraine (SBU) haben gemeinsam mit Einheiten des ukrainischen Militärs massive Angriffe gegen die russischen Streitkräfte in der Region Luhansk durchgeführt. Das schreibt Ukrinform unter Berufung auf eine Mitteilung des SBU. Dazu veröffentlicht der Geheimdienst ein Video. Das Gebiet Luhansk ist teilweise bereits seit 2014 unter Kontrolle der von Moskau unterstützten Separatisten. Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine gelang es den Russen, große Teile der Region zu besetzen. Durch verschiedene Gegenoffensiven versuchen die Ukrainer, die Region zurückzuerobern. Der ukrainische Inlandsgeheimdienst habe zunächst strategische Stellungen identifiziert. Daraufhin führten Einheiten der ukrainischen Streitkräfte und des SBU "hochpräzise Drohnen-Angriffe" auf verschiedene Ziele durch. Dabei soll unter anderem ein Munitionsdepot, ein Logistiklager und weitere Stützpunkte des russischen Armeepersonals in der Region getroffen worden sein.
+++ 06:15 ISW: Ukrainer gewinnen Gebiete in Charkiw und Saporischschja zurück +++
Die ukrainischen Streitkräfte haben kürzlich an verschiedenen Stellungen an der Front Gebiete zurückerobert. Das schreiben die Analysten des Institute for the Study of War (ISW) in ihrem jüngsten Bericht. Das ukrainische Militär sei in der Region Charkiw im Nordosten der Ukraine sowie in der Nähe der Stadt Orichiw in der Region Saporischschja in der südlichen Ukraine vorgerückt. Die Analysten des ISW beziehen sich in ihrem Bericht auf geolokalisiertes Bild- und Filmmaterial der vergangenen Tage.
+++ 04:22 Ungarns designierter Regierungschef Magyar strebt Treffen mit Selenskyj an +++
Ungarns designierter Regierungschef Peter Magyar bietet ein Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj angeboten. Ziel sei es, die Situation der ethnischen Ungarn in der westukrainischen Region Transkarpatien zu verbessern, schreibt Magyar auf Facebook. Das Treffen könne Anfang Juni in Berehowe stattfinden, wo mehrheitlich ungarische Einwohner lebten. In Transkarpatien lebt eine große ungarische Gemeinschaft. Die Beziehungen zwischen Budapest und Kiew hatten sich 2017 verschlechtert, als die Ukraine ein Gesetz verabschiedete, das Ukrainisch als Hauptsprache für die Sekundarbildung vorschrieb. "Es ist an der Zeit, dass die Ukraine die seit mehr als einem Jahrzehnt bestehenden rechtlichen Beschränkungen aufhebt", sagt Magyar. Wenn diese Probleme gelöst werden könnten, "können wir sicherlich ein neues Kapitel in den bilateralen Beziehungen zwischen der Ukraine und Ungarn aufschlagen".
+++ 02:45 US-Botschafterin in der Ukraine wirft hin +++
Die amtierende US-Botschafterin in Kiew, Julie Davis, tritt von ihrem Posten zurück. Sie werde im Juni 2026 aus dem diplomatischen Dienst ausscheiden, teilt das US-Außenministerium mit. Die "Financial Times" hatte zuvor berichtet, Davis' Rückzug sei auf Meinungsverschiedenheiten mit der Politik von Präsident Donald Trump und ihre Frustration über dessen nachlassende Unterstützung für die Ukraine zurückzuführen. Das Außenministerium weist diese Darstellung als "falsch" zurück. Die von den USA geleiteten Waffenstillstandsgespräche mit Russland und der Ukraine sind weitgehend ins Stocken geraten, da Washington seinen Fokus auf den Krieg mit dem Iran konzentriert hat.
+++ 01:11 Moskauer Siegesparade am 9. Mai ohne militärische Ausrüstung +++
Die Militärparade in Moskau zum Tag des Sieges über Nazi-Deutschland wird in diesem Jahr ohne die Kolonne mit militärischer Ausrüstung stattfinden. Das teilt das russische Verteidigungsministerium mit. Es werden demnach Soldaten aller Teilstreitkräfte mitmarschieren, außerdem werde es Kunstflugstaffeln und SU-25-Kampfflugzeuge zu sehen geben. Kadetten von Militärschulen seien aufgrund der "operativen Lage" aber nicht dabei.
+++ 23:24 Selenskyj: Ukrainische Rüstungsindustrie produziert inzwischen auch für den Export +++
Die ukrainische Rüstungsindustrie produziert nach Angaben von Präsident Selenskyj inzwischen teilweise mehr, als die eigenen Streitkräfte an Waffen benötigen. "Aktuell verfügen wir über Produktionsbereiche mit 50 Prozent Überkapazität", sagt Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Angesichts der großen Waffenexpertise, die das Land in den vier Jahren Krieg gegen Russland gewonnen habe, ergeben sich Exportmöglichkeiten, um die Finanzen des Landes aufzubessern. Drohnengeschäfte gebe es mittlerweile mit anderen Ländern in Europa, im Nahen Osten und im Kaukasus. Nach Beginn des Iran-Kriegs hatte Selenskyj mit mehreren Monarchien in der Golfregion Verträge über Abfangdrohnen geschlossen.
+++ 22:26 Putin beklagt ukrainische Angriffe auf zivile Infrastruktur in Russland +++
Kremlchef Wladimir Putin beklagt eine Häufung ukrainischer Angriffe gegen zivile Objekte in Russland . "Immer öfter werden auch mit Drohnen Schläge gegen zivile Infrastruktur geführt", sagte er bei einer Sitzung zu Fragen der Sicherheit bei den bevorstehenden Duma-Wahlen im Herbst. Er verwies dabei auf die jüngsten Attacken gegen Ölreservoirs in der Schwarzmeerstadt Tuapse. Die Ukraine hat innerhalb der vergangenen zwei Wochen drei schwere Angriffe gegen Tuapse gestartet. Als nach der jüngsten Attacke in der Nacht zum Dienstag erneut schwere Brände ausbrachen, riefen die Behörden erstmals zur Evakuierung anliegender Straßenzüge auf. Grenzwerte für Benzol, Xylol und Ruß in der Luft wurden selbst nach offiziellen Angaben um das Doppelte bis Dreifache überschritten. Kiew zielt bei seinen Attacken bewusst auf die Ölindustrie, weil Russland mit deren Einnahmen den von Putin befohlenen Krieg gegen die Ukraine finanziert. Russland attackiert seit Jahren die Infrastruktur in der Ukraine wie das Eisenbahn- und Stromnetz sowie gezielt Heizkraftwerke im Winter. Bei den russischen Attacken kommen in der Ukraine fast täglich Zivilisten zu Tode, Wohnhäuser und für die Bewohner lebenswichtige Infrastruktur werden zerstört.
+++ 21:57 König Charles ruft in den USA zur Verteidigung der Ukraine auf +++
Der britische König Charles setzt sich vor dem US-Kongress in Washington für die Ukraine ein. Dieselbe unerschütterliche Entschlossenheit, die nach den Anschlägen vom 11. September 2001 auf die Vereinigten Staaten zu beobachten gewesen sei, sei auch für die Verteidigung der Ukraine "und ihres äußerst mutigen Volkes" erforderlich, um einen wahrhaft gerechten und dauerhaften Frieden zu sichern, sagt Charles in einer Rede vor dem Kongress. Die Partnerschaft zwischen Europa und den USA sei "heute wichtiger denn je".
+++ 21:12 "Waffenexporte aus der Ukraine werden Realität werden" - Selenskyj stellt Drohnen-Abkommen für Partner vor +++
Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj wird der Export ukrainischer Waffen in andere Länder Realität. Das erklärte der ukrainische Staatschef am Abend in den sozialen Medien. "Der Export ukrainischer Waffen wird Realität - wir haben alle Details auf Ebene unserer staatlichen Institutionen genehmigt. Unsere Sicherheitsexpertise und unsere im modernen Krieg erprobten Waffen sind derzeit für alle Partner von Interesse", so Selenskyj. Ihm zufolge hat die ukrainische Regierung den Partnern, die die Ukraine unterstützen, ein spezielles Kooperationsformat namens "Drohnen-Abkommen" vorgeschlagen. Diese Abkommen umfassen die Produktion und Lieferung von Drohnen, Raketen, Munition und anderen gefragten Waffensystemen, militärischer Ausrüstung und Software, die Integration in die Verteidigungssysteme der Partner sowie den Austausch ukrainischer Expertise und notwendiger Technologien. "Auf zwischenstaatlicher Ebene definieren wir auf Grundlage des Gegenseitigkeitsprinzips den Rahmen für die Sicherheitskooperation durch ein entsprechendes Abkommen. Anschließend wird der Prozess auf Ebene der staatlichen Institutionen und der Hersteller fortgesetzt. Wir vereinfachen bürokratische Verfahren, gewährleisten ein angemessenes Niveau der Exportkontrolle und führen praktische Betriebsmechanismen für Unternehmen ein", betonte er.
+++ 20:26 Für Moskau Spione rekrutiert: Geheimdienst nimmt IT-Spezialisten fest +++
Der ukrainische Sicherheitsdienst SSU hat einen IT-Spezialisten festgenommen, der russische Geheimdienste bei der Rekrutierung ukrainischer Staatsbürger unterstützt haben soll. Das teilt der Sicherheitsdienst laut Ukrinform mit. Der Festgenommene, ein IT-Experte aus der Region Tscherkassy, hatte neue Rekrutierungskanäle für den russischen Geheimdienst eingerichtet, die sich an ukrainische Einwohner ansprechen sollten. Den Akten zufolge registrierte er Mobilfunknummern ukrainischer Telekommunikationsanbieter, um gefälschte Social-Media-Profile zu erstellen.
+++ 19:43 Pistorius: Deutschland profitiert von strategischer Zusammenarbeit mit Ukraine +++
Deutschland profitiert laut Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius von der militärischen Unterstützung der Ukraine. Es sei eine strategische Partnerschaft daraus geworden, die immer weiter ausgebaut werde, sagte der SPD-Politiker in Berlin nach Beratungen. Daran nahmen von deutscher Seite neben Pistorius auch Finanzminister Lars Klingbeil und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche teil. Virtuell zugeschaltet war der ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow. Auch Vertreter aus der Finanzbranche, von Startups und aus der Rüstungsindustrie waren eingeladen. Pistorius sagte, Deutschland lerne zum Beispiel von der Ukraine in den Bereichen Drohnen und Cyberabwehr hinzu.
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