Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 05:55 Wieder Drohnenangriffe auf der Krim +++

29.06.2026, 00:01 Uhr

Aus russisch besetzten Gebieten werden in der Nacht zahlreiche Explosionen gemeldet. Berichten zufolge gab es Angriffe auf der Krim, unter anderem in Sewastopol, Simferopol und Kertsch. Drohnenangriffe hat es laut dem Kanal Exilenova+ auch in Melitopol in der Region Saporischschja gegeben. Über Schäden gibt es bislang keine Informationen.

+++ 01:21 Gegenseitiger Verzicht auf Langstreckenwaffen: Putin spricht von "Ablenkungsmanöver" +++

Russlands Präsident Putin weist einen gegenseitigen Verzicht auf Langstreckenangriffe zurück, den nach seinen Worten die Ukraine vorgeschlagen hat. Moskau betrachte den Vorstoß als Ablenkungsmanöver von dem Ziel, vier ukrainische Regionen vollständig einzunehmen, sagt Putin im russischen Staatsfernsehen. Der Vorschlag werde nur gemacht, da die russischen Gegenschläge tief ins ukrainisches Gebiet "viel stärker, wirkungsvoller und, ehrlich gesagt, zerstörerischer" seien. Russland habe nicht die Absicht, "das Kiewer Regime zu retten". Die ukrainischen Angriffe sollten die russischen Streitkräfte lediglich von der vollständigen Einnahme des Donbass sowie der Regionen Saporischschja und Cherson ablenken.

+++ 22:15 Putin gibt sich siegessicher - trotz heftiger Rückschläge und Angriffen auf Raffinerien +++

Trotz deutlicher Rückschläge seiner Truppen an den Fronten in der Ukraine gibt sich der russische Präsident Wladimir Putin weiterhin siegessicher. Die russische Armee werde weiterhin alles unternehmen, um die Ziele der Spezialoperation, wie der Angriffskrieg gegen die Ukraine in Moskau offiziell genannt wird, umzusetzen, betonte Putin in einem Interview des Korrespondenten des russischen Staatsfernsehens, Pawel Sarubin .Putin begründete seinen Optimismus unter anderem mit einem "katastrophalen Personalmangel" der ukrainischen Streitkräfte. Er behauptete, dass den russischen Streitkräften der Vorschlag unterbreitet worden sei, die Kampfhandlungen auf vier Gebiete in der Ostukraine zu beschränken. Dies würde Kiew die Möglichkeit geben, Truppen aus anderen Gebieten in diese Regionen zu verlegen. "Aber die Rettung des Kiewer Regimes ist nicht Teil unserer Pläne."

+++ 21:31 Ukraine: Mindestens vier Tote bei russischen Angriffen +++

Bei russischen Angriffen im Süd- und Nordosten der Ukraine werden nach Behördenangaben mindestens vier Menschen getötet. In der Stadt Saporischschja kommen zwei Menschen ums Leben, 16 weitere werden verletzt, teilt Gouverneur Iwan Fedorow bei Telegram mit. Zunächst waren dort lediglich Verletzte gemeldet worden. In der Grenzregion Charkiw gab es bei einem Raketenangriff auf die Stadt Smijiw einen Toten und acht Verletzte, darunter zwei Kinder, erklärt Gouverneur Oleh Synjehubow. Zudem stirbt nach Polizeiangaben ein Beamter bei der Evakuierung von Anwohnern in einer weiter nördlich gelegenen Gemeinde. Eine russische Stellungnahme liegt bislang nicht vor.

+++ 20:52 Selenskyj plant Gedenkstätte für Helden der Ukraine in Kiew +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat ein Gesetzesprojekt zur Errichtung einer Gedenkstätte für alle herausragenden Persönlichkeiten der Ukraine in Kiew ins Leben gerufen. "Die Namen aller Helden, die in verschiedenen Jahrhunderten und Epochen für die Ukraine gekämpft und die Ukraine inspiriert haben, werden vereint und für immer in unsere Geschichte eingeschrieben", er bei sagte er bei einer Veranstaltung zum Tag der Verfassung. "Niemand wird den Ukrainern jemals wieder vorschreiben, welche Helden sie verehren, welche Feiertage sie begehen oder welche Geschichte sie lernen sollen", fügte sein Präsidialamtschef Kyrylo Budanow hinzu. "Für dieses Recht auf freie Selbstbestimmung und nationale Unabhängigkeit haben unsere Vorfahren jahrhundertelang gekämpft, und genau dafür vergießen unsere Soldaten heute ihr Blut." Der Hinweis auf Selbstbestimmung galt auch als Stichelei in Richtung des Nachbarn Polen, dessen Präsident Karol Nawrocki in einem Geschichtsstreit Selenskyj einen hohen Orden aberkannt hatte.

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