Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 03:30 Ukraine vergibt Abbaurechte für Lithium an US-nahe Investoren +++
Die Ukraine vergibt die Rechte für den Abbau des Lithium-Vorkommens Dobra an eine Investorengruppe mit Verbindungen in die USA. Im Rahmen der Vereinbarung zur Produktionsteilung werde das Unternehmen eines der größten Lithiumvorkommen der Ukraine erschließen und die Förderung mit dem ukrainischen Staat teilen, teilt die ukrainische Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko auf Telegram mit. Die Vergabe gilt als wichtiger Test, ob westliches Kapital in die vom Krieg gezeichnete Wirtschaft des Landes fließen kann. Zudem sollen die Beziehungen zu Washington vertieft werden. Hinter dem Projekt stehen die Firmen Techmet und Rock Holdings. Es soll Investitionen von mindestens 179 Millionen Dollar anziehen. Techmet wird von der US-Regierung unterstützt.
+++ 02:40 Wadephul äußert sich zuversichtlich nach Rubio-Treffen +++
Bundesaußenminister Johann Wadephul betont nach einem Treffen mit seinem US-Amtskollegen Marco Rubio die Einigkeit mit den USA. Die Partnerschaft sei stark, sagt Wadephul in Washington und verweist auf ein gemeinsames Bekenntnis zu einem gerechten Frieden in der Ukraine. Man sei sich zudem einig über die Verbindlichkeit der Beistandspflicht nach Nato-Artikel 5. Dies sei ein klares Signal an Russland.
+++ 01:03 Zahl ziviler Opfer in Ukraine deutlich gestiegen +++
Das vergangene Jahr war für die Zivilbevölkerung in der Ukraine das mit den meisten Todesopfern seit Kriegsbeginn im Februar 2022. Grund seien intensivierte Kämpfe an der Frontlinie und der vermehrte Einsatz von Langstreckenwaffen, teilt die UN-Menschenrechtsbeobachtungsmission in der Ukraine mit. Demnach wurden 2025 bei kriegsbedingter Gewalt 2514 Zivilisten getötet und 12.142 verletzt. Dies sei ein Anstieg der Opferzahlen um 31 Prozent gegenüber 2024. Fast zwei Drittel aller Opfer des vergangenen Jahres seien in Frontgebieten zu beklagen, wobei ältere Menschen besonders betroffen seien, da sie in ihren Dörfern geblieben seien.
+++ 23:57 USA verurteilen russischen Angriff mit Oreschnik-Rakete als "gefährliche Eskalation" +++
Die USA verurteilen den Angriff Russlands auf die Ukraine mit der modernen Mittelstreckenrakete Oreschnik. "Dies ist eine weitere gefährliche und unerklärliche Eskalation, während die Vereinigten Staaten mit Kiew, anderen Partnern und Moskau zusammenarbeiten, um den Krieg durch eine Verhandlungslösung zu beenden", sagt die stellvertretende US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Tammy Bruce, bei einer Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats zum Ukraine-Krieg. Die russischen Streitkräfte hatten die Oreschnik-Rakete bei massiven nächtlichen Angriffen auf die Ukraine in der Nacht zum Freitag eingesetzt. Nach Angaben Moskaus traf die Hyperschallrakete eine Flugzeug-Instandsetzungsfabrik in der westukrainischen Stadt Lwiw. Die Ukraine erklärt, es sei ein "ziviles" Ziel in der Region getroffen worden.
+++ 22:52 Russland: Autofahrer stirbt bei Drohnenangriff +++
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff ist nach russischen Angaben ein Mensch im Grenzgebiet Brjansk getötet worden. Er sei unterwegs in einem Auto im Dorf Stratschowo nahe der Grenze zur Ukraine ums Leben gekommen, teilt der Gouverneur der Region, Alexander Bogomas, mit.
+++ 22:13 Selenskyj: Russland bereitet neuen Großangriff vor +++
Der ukrainische Präsident Selenskyj warnt die Bürger seines Landes vor einem weiteren heftigen Angriff Russlands. Es gebe Geheimdienstinformationen, wonach Moskau erneut einen massiven Angriff vorbereite, sagt Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Konkret spricht er von Drohnen zur Ausschaltung der Flugabwehr und Raketen. Dieser Angriff könne in den nächsten Tagen geschehen, sagt er und fordert die Menschen auf, den Luftalarm zu beachten. Bereits am Donnerstag hatte Selenskyj vor einem massiven Angriff Moskaus in der Nacht gewarnt. Tatsächlich attackierte Russlands Militär die Ukraine in der Nacht zu Freitag heftig. In Kiew kam es in der Folge zu so heftigen Ausfällen von Strom-, Wasser- und Heizungsversorgung, dass Bürgermeister Klitschko zum vorübergehenden Verlassen der Stadt riet.
+++ 21:41 Ukrainische Einheiten: Rathaus von Kupjansk zurückerobert +++
Ukrainische Einheiten erklären, die Kontrolle über das Rathaus von Kupjansk zurückerlangt zu haben. Auf dem Gebäude sei die ukrainische Fahne gehisst worden, heißt es vom 2. Korps der Nationalgarde "Khartiia". Eine "Säuberung der Stadt" sei abgeschlossen, schreibt die "Khartiia"-Brigade in sozialen Medien. Unverifizierte Videos sollen die Rückeroberungen in Kupjansk belegen. Dem ukrainischen Militärblog Deepstate zufolge ist die Stadt im Nordosten des Landes weitgehend befreit, allerdings werden drei kleine Bereiche in der Stadt von den Bloggern noch als besetzt angegeben.
+++ 21:06 Ukraine bekommt Winterhilfe von Norwegen +++
Norwegen stellt der Ukraine Hilfen über 400 Millionen Dollar bereit - knapp 343 Millionen Euro. "Häuser müssen beheizt, Mahlzeiten zubereitet, Kinder unterrichtet, Beamte bezahlt und die Gesundheitsversorgung aufrechterhalten werden", erklärt der norwegische Außenminister Espen Barth Eide bei seinem Besuch in Kiew. Die Hälfte der Mittel soll für die dringendsten Bedürfnisse im Winter verwendet werden, die andere Hälfte zur Unterstützung des Staatshaushalts, sagt Eide der Nachrichtenagentur Ukrinform zufolge. Vorgesehen seien Reparaturen im Energie-Sektor und der Kauf von Gas.
+++ 20:40 Hunderte Wohnhäuser in Kiew weiter ohne Heizung +++
Die Menschen in der ukrainischen Hauptstadt haben weiterhin mit den Folgen massiver russischer Angriffe zu kämpfen. Wie Bürgermeister Vitali Klitschko am Nachmittag mitteilt, sind noch fast 800 Häuser weiterhin ohne Heizung, während in einigen Teilen Kiews die Wärmeversorgung wiederhergestellt werden konnte. Die Reparaturen liefen rund um die Uhr, schreibt Klitschko in sozialen Medien. Mitarbeiter von Versorgungsunternehmen "tun in dieser Ausnahmesituation alles Mögliche und Unmögliche, um die Einwohner der Stadt mit den notwendigen Dienstleistungen zu versorgen". Nach russischen Luftangriffen in der Nacht zu Freitag waren zunächst etwa 6000 Wohnhäuser ohne Heizung gewesen. Auch die Strom- und Wasserversorgung wurde zunächst eingestellt. Klitschko sprach von den schlimmsten Schäden an der Infrastruktur seit Kriegsbeginn. Er riet den Bewohnern, die Stadt vorübergehend zu verlassen.
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