Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 06:44 Russischer Großangriff beschädigte Dutzende Wohnhäuser +++
Die ukrainische Ministerpräsidentin Julija Swyrydenko äußert sich zum Ausmaß der Schäden der russischen Angriffe in der Nacht zu Sonntag. In der gesamten Ukraine seien 150 Objekte beschädigt worden, darunter 63 Wohnhäuser und ein Krankenhaus, schreibt sie am Sonntagabend bei Facebook. Zudem spricht sie den Angehörigen der vier Todesopfer ihr Beileid aus. Fast Hundert Menschen wurden verletzt.
+++ 06:10 Energie-Infrastruktur in Belgorod laut Behörden beschädigt +++
Bei einem massiven Raketenangriff auf die an die Ukraine grenzende russische Region Belgorod wurde die Energie-Infrastruktur beschädigt. Davon ist auch die gleichnamige Stadt betroffen, wie die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf örtliche Behörden meldet. Die Strom- und Wasserversorgung ist den Angaben zufolge unterbrochen worden.
+++ 05:40 Tschernobyl-Museum in Kiew durch Angriffe zerstört +++
Bei den russischen Luftangriffen auf Kiew in der Nacht zu Sonntag wurde unter anderem das Tschernobyl-Museum zerstört. Es beherbergte zahlreiche Exponate in Zusammenhang mit dem Reaktorunglück 1986. Auf Bildern von ukrainischen Journalisten sind sehr starke Zerstörungen zu sehen:
+++ 04:01 Warum war der russische Luftangriff so verheerend? +++
Serhii Flash Beskrestnow, ein Berater des ukrainischen Verteidigungsministers Mykhailo Fedorow, berichtet auf Telegram, weshalb der vergangene russische Luftangriff die Ukraine so hart traf. "Leider gab es zu viele Raketen für die verfügbaren Ressourcen unserer Luftverteidigung", so der Drohnenexperte. 90 Stück waren es laut Luftwaffe. Vor allem bei ballistischen Kurzstreckenraketen fehlen der Ukraine durchweg ausreichend Flugabwehrraketen zur Bekämpfung. "Ich denke, dass die Ziele in Kiew vom Gegner lediglich als Vorwand für einen Angriff auf die Stadt gewählt wurden. Zum Beispiel das Werk in Lukjaniwka, wo im Laufe der Kriegsjahre durch Raketen längst alles zerstört wurde, was zerstört werden konnte. Oder das Gelände des Kommandos der Landstreitkräfte, wo sich seit dem ersten Kriegstag niemand mehr befindet - ebenso wie auf allen ähnlichen Objekten in Kiew", schreibt Beskrestnow.
+++ 02:16 Russland meldet ukrainischen Drohnenangriff auf Region Jaroslawl +++
Die russische Region Jaroslawl nordöstlich von Moskau wird nach Angaben des dortigen Gouverneurs mit Drohnen angegriffen. Dies teilt Michail Jewrajew auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit.
+++ 23:55 "Schockierend" - Wadephul verurteilt russische Angriffe +++
Bundesaußenminister Johann Wadephul verurteilt den jüngsten russischen Raketenangriff auf die Ukraine. "Raketenterror ist schockierend. Der Einsatz einer Oreschnik ist eine weitere Eskalation", schreibt der CDU-Politiker auf der Plattform X. Dies bestärke ihn darin, die beim Nato-Außenministertreffen gemachten Vorschläge konsequent weiterzuverfolgen. Nur eine starke Ukraine werde den russischen Präsidenten Wladimir Putin zum Einlenken bewegen können.
+++ 22:11 Albanien verurteilt russischen Angriff - Residenz des Botschafters getroffen +++
Der jüngste umfangreiche Angriff Russlands auf die Ukraine und Kiew hat dem albanischen Außenminister Ferit Hoxha zufolge den Wohnkomplex getroffen, in dem der Botschafter Albaniens in der Ukraine residiert. Sein Leben sei dabei in Gefahr gebracht worden. "Das ist unakzeptabel", schreibt Hoxha auf X. Albanien verurteile aufs Schärfste "einen weiteren brutalen und wahllosen großangelegten Angriff mit ballistischen Raketen und Drohnen, den Russland gestern Nacht gegen zivile Ziele in der Ukraine verübt hat – unter völliger Missachtung menschlichen Lebens und grundlegender menschlicher Würde", so Hoxha.
+++ 21:34 In Macron-Lukaschenko-Telefonat wurde auch dezent gewarnt +++
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat den belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko nach französischen Angaben in einem Telefonat vor den Folgen einer Beteiligung am russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine gewarnt. In dem Gespräch habe Macron "die Risiken" hervorgehoben, die für Belarus darin bestünden, "in Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine hineingezogen zu werden", verlautete am Sonntag aus dem Umfeld Macrons. Ferner habe Macron den belarussischen Staatschef gedrängt, "die notwendigen Schritte zu ergreifen, um die Beziehungen zwischen Belarus und Europa zu verbessern", hieß es weiter. Es war das erste offiziell bestätigte Telefonat zwischen Macron und Lukaschenko seit Beginn des russischen Kriegs gegen die Ukraine im Februar 2022. Lukaschenko ist ein enger Verbündeter des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Zuvor war aus dem Telefonat bereits bekannt, was von Minsker Seite an die Öffentlichkeit gedrungen war (siehe Eintrag von 16:52 Uhr).
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