Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 07:06 Ukrainischer Generalstab: Fast 1200 russische Soldaten getötet oder verletzt +++
Russland hat nach ukrainischen Angaben in den vergangenen 24 Stunden fast 1200 Soldaten in der Ukraine verloren. Das meldet der ukrainische Generalstab in seinem täglichen Update auf Facebook. Nach dieser Zählung hat Russland seit seinem Überfall auf die Ukraine damit mehr als 1,4 Millionen Soldaten verloren; dies schließt Verwundete und Tote ein. Überprüfbar sind die Angaben nicht.
+++ 06:35 Ölterminal in St. Petersburg steht offenbar in Flammen +++
Auf die russische Großstadt St. Petersburg hat es am Morgen erneut Drohnenangriffe gegeben. Um 06.30 Uhr örtlicher Zeit (05.30 Uhr MESZ) seien in der Stadt Explosionen zu hören gewesen, meldet der "Kyiv Independent" unter Berufung auf russische Telegram-Kanäle. Die ukrainische Nachrichtenagentur RBC berichtet, ein Ölterminal am Hafen von St. Petersburg sei getroffen worden. St. Petersburg liegt mehr als 1000 Kilometer von der Ukraine entfernt.
+++ 06:11 Feuer im Fährhafen von Kertsch +++
Nach Angaben russischer Telegram-Kanäle hat die Ukraine in der Nacht zahlreiche Ziele auf der russisch besetzten Halbinsel Krim angegriffen. Russland nutzt die Krim für Angriffe auf das ukrainische Festland. Von einem Militärflugplatz seien Feuer gemeldet worden, berichtet der "Kyiv Independent". Auch am Fährhafen von Kertsch am Ostzipfel der Krim soll es brennen.
+++ 05:41 Angriff auf Mariupol: Russischer Lkw-Parkplatz gesprengt +++
In dem von Russland besetzten Mariupol sind in der Nacht Explosionen zu hören, bei denen ukrainische Drohnen einen Parkplatz mit russischen Lastwagen trafen. Der Stadtrat von Mariupol, der von ukrainisch kontrolliertem Gebiet aus operiert, meldet den Vorfall auf Telegram und veröffentlicht ein entsprechendes Video aus der Stadt, wie Ukrinform berichtet. Laut lokalen Telegram-Kanälen traf der Angriff einen Lkw-Parkplatz im 17. Wohnbezirk der Stadt. Mindestens drei Lkw wurden demnach vollständig zerstört.
+++ 04:45 Russische Drohnengeschwader überziehen Dnipropetrowsk +++
Im Südosten der Ukraine starben bei mehr als 50 Angriffen mit Drohnen, Artillerie und Bomben drei Menschen in der Region Dnipropetrowsk, darunter zwei in der Nähe von Nikopol. Die Stadt liegt am Fluss Dnipro, gegenüber dem von Russland besetzten Atomkraftwerk Saporischschja. In der Stadt Saporischschja selbst kamen nach Angaben des dortigen Gouverneurs Iwan Fedorow bei weiteren Angriffen zwei Menschen ums Leben, 21 wurden verletzt.
+++ 03:42 Ukraine meldet mindestens vier Tote bei russischem Angriff auf Sumy +++
Bei einem russischen Angriff mit einer Gleitbombe auf das Zentrum der nordukrainischen Stadt Sumy sind am Abend nach offiziellen Angaben mindestens vier Menschen getötet worden. Unter den Opfern seien ein fünfjähriges Kind und dessen Mutter, teilt der regionale Gouverneur Oleh Hryhorow auf dem Nachrichtendienst Telegram mit. Zudem seien 27 Menschen verletzt worden. Die Bombe sei in einem belebten Viertel mit einem Hochhaus und Geschäften eingeschlagen. Präsident Wolodymyr Selenskyj veröffentlicht Bilder der Zerstörung und fordert die Verbündeten der Ukraine auf, den Druck auf Russland zu erhöhen.
+++ 02:28 Weltkriegs-Streit: Ukraine schlägt Polen Schritte zur Krisenbewältigung vor +++
Im jüngsten Streit um die Weltkriegsvergangenheit hat die Ukraine Polen mehrere Maßnahmen vorgeschlagen, um die Spannungen zwischen beiden Ländern zu entschärfen. "Ich habe ein Maßnahmenpaket zur Krisenbewältigung vorgeschlagen", erklärt der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha nach einem Treffen mit seinem polnischen Amtskollegen Radoslaw Sikorski in Warschau im Onlinedienst X. Die Maßnahmen beinhalteten "Beratungen zwischen unseren Außenministerien, die Organisation eines Treffens von Historikern sowie die Einbeziehung der religiösen Anführer beider Nationen". Das polnische Außenministerium fordert derweil "eine Deeskalation der Spannungen und die Schaffung nachhaltiger Mechanismen, die auf einem gegenseitigen Verständnis der Geschichte beruhen".
+++ 01:21 Joschka Fischer zweifelt an Fortbestand der Nato: "USA sind auf dem Weg nach draußen" +++
Der frühere Bundesaußenminister Joschka Fischer hält einen Bruch der Nato für wahrscheinlich und plädiert für diesen Fall für eine europäische Allianz mit eigenem Atom-Schutzschirm. "Die Amerikaner sind faktisch auf dem Weg nach draußen", sagt Fischer wenige Tage vor dem Nato-Gipfel in Ankara den Funke-Zeitungen. "Die europäischen Staats- und Regierungschefs und der Nato-Generalsekretär nähern sich Donald Trump auf breiter Schleimspur, um ihn bei der Stange zu halten", erklärt Fischer. Sie müssten das machen, er sehe keine Alternative. "Aber ich glaube nicht, dass die Nato auf die Dauer so überleben wird."
+++ 00:22 Neue Rüstungsprojekte: Rheinmetall-Chef fordert klare Zusagen der Politik +++
Der Rheinmetall-Vorstandsvorsitzende Armin Papperger hat vor dem Nato-Gipfel in Ankara die Politik aufgefordert, verbindliche Zusagen zu neuen Rüstungsprojekten zu treffen. "Um unsere Verantwortung gegenüber den Streitkräften zu erfüllen, brauchen wir Planungssicherheit von der Politik. Klare Abnahmegarantien und finanzielle Anzahlungen sind notwendig, um massiv in neue Produktionskapazitäten und Zukunftstechnologien investieren zu können", sagt Papperger dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Der Rheinmetall-Chef bezeichnet die transatlantische Partnerschaft als "unverzichtbar". Er erklärt: "Die Programme, die wir gemeinsam mit unseren US-Partnern vorantreiben, sind essenziell für die Sicherheit auf unserem Kontinent."
+++ 23:17 Russische Behörden: Fünf Tote im besetzten Teil von Saporischschja +++
Bei einem Angriff auf einen Markt im von Russland kontrollierten Teil der ukrainischen Region Saporischschja sind nach Angaben der dortigen Behörden fünf Menschen getötet worden. 18 weitere Menschen seien bei dem Angriff auf den Markt in Tokmak verletzt worden, erklärt der von Russland eingesetzte Gouverneur Jewgeni Balizky auf Telegram. Kurz zuvor hatte Balizky bereits erklärt, dass bei weiteren Angriffen in der Region drei Menschen getötet worden seien. Das ukrainische Militär greift seit mehreren Wochen systematisch russische Nachschubrouten hinter der Front an. Ukrainische Behördenvertreter hatten daher als Vorsichtsmaßnahme Zivilisten zur Flucht aus den russisch kontrollierten Gebieten aufgefordert. Tokmak liegt rund 25 Kilometer von der Frontlinie entfernt.
+++ 22:13 Russland meldet Einnahme der Stadt Kostjantyniwka in der Ostukraine +++
Moskau meldet die Einnahme der ostukrainischen Stadt Kostjantyniwka. "Die Stadt steht nun vollständig unter unserer Kontrolle", sagt Kremlsprecher Dmitri Peskow vor Journalisten. Kostjantyniwka ist ein strategisch wichtiger Stützpunkt auf dem Weg zu den letzten größeren Städten in der Donbass-Region, die noch unter der Kontrolle Kiews stehen: Slowjansk und Kramatorsk. Was genau mit "vollständiger Kontrolle" gemeint ist, ist unklar. Zuletzt gab es unterschiedliche Darstellungen, wie groß die Teile der Stadt sind, die Russland besetzt hat. Dass die Stadt nun tatsächlich zu 100 Prozent unter russischer Kontrolle steht, ist eher nicht anzunehmen. Zuletzt sollen sich allein im Stadtzentrum noch einige hundert ukrainische Soldaten befunden haben, auch wenn die Angaben in so dynamischen Situationen schwer zu verifizieren sind oder sich zügig ändern können.
+++ 21:53 Zivilist bei russischem Gleitbombenangriff in Saporischschja getötet +++
Bei einem russischen Gleitbombenangriff ist in der frontnahen südostukrainischen Großstadt Saporischschja mindestens ein Zivilist getötet worden. Weitere fünf seien verletzt worden, teilt der Militärgouverneur des gleichnamigen Gebiets, Iwan Fedorow, bei Telegram mit. Durch die Bombe sei das Gebäude eines Industrieunternehmens beschädigt worden.
+++ 21:36 Ukrainische Drohnen treffen zehn Umspannwerke auf der Krim +++
In der Nacht greift die ukrainische Armee 48 Ziele, vor allem auf der von Russland besetzten Krim, mit Drohnen an. Laut Robert Browdy, dem Chef der ukrainischen Drohnen-Einheit, sind darunter zehn Energieanlagen und ein Flugabwehrsystem. Bei den Energieanlagen soll es sich um Umspannwerke handeln. Über Schäden und mögliche Opfer ist nichts bekannt. Videos in sozialen Medien sollen die nächtlichen Angriffe dokumentieren. Dort werden die Ziele auch konkret genannt.
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