Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 08:50 Zehntausende Ukrainer werden vermisst +++

25.02.2026, 00:01 Uhr

Die Zahl der Vermissten in der Ukraine geht in die Zehntausende. Dies schreibt die "Ukrainska Prawda" und beruft sich dabei auf Artur Dobroserdow, den Beauftragten für Vermisste im ukrainischen Verteidigungsministerium. Demnach gelten mindestens 90.000 Ukrainer als vermisst – die meisten von ihnen Soldaten. Allerdings sind auch Kinder und andere Zivilisten unter den Vermissten. In die Zahl sind nur offizielle Statistiken eingeflossen, so dass die Zahl der tatsächlich vermissten Ukrainer noch höher sein könnte.

+++ 08:23 "Schnellere Reaktionszeiten" - Rüstungskonzern Renk baut Werk in Polen +++

Der Augsburger Rüstungskonzern Renk will seine Präsenz in Osteuropa verstärken. Das Unternehmen plane "einen Aufbau von Service- und Montagekapazitäten in Polen", sagt Vorstandschef Alexander Sagel dem "Spiegel". Zunächst will Renk dort Getriebe, Motoren und Fahrwerke warten, später auch Produkte herstellen. Damit ermögliche der Konzern "Kunden in Polen, der Ukraine oder dem Baltikum schnellere Reaktionszeiten", so Sagel. Insgesamt wolle Renk in den nächsten vier bis fünf Jahren bis zu 500 Millionen Euro in den Ausbau von Kapazitäten sowie Forschung und Entwicklung investieren.

+++ 07:49 Insider: Krieg endet erst mit Putins Abgang +++

Ist Russland an echten Friedensverhandlungen interessiert? Ein Insiderbericht lässt daran einmal mehr Zweifel aufkommen. Wie das russische Oppositionsmedium "Verstka" berichtet, erklärte eine Quelle aus dem Umfeld des russischen Außenministeriums, dass sich die Position Russlands in den Verhandlungen "überhaupt nicht geändert" habe und dass Russland seine Kriegsziele "erreichen muss". Hierzu gehören unter anderem der Donbass, der Status der russischen Sprache, die "legitime" Autorität in Kiew, Sicherheitsgarantien. Das Portal zitiert auch eine andere Quelle aus dem Umfeld des Kreml, wonach grundlegende Differenzen in den Verhandlungen weiterhin ungelöst seien, wie die rechtliche Anerkennung der illegalen Annexion ukrainischer Gebiete durch Russland und das Verbot von NATO-Truppen auf ukrainischem Territorium. Die Quelle schätzt ein, dass diese Fragen "nicht gelöst werden können". Moskau täusche allerdings beharrlich aktive Verhandlungen vor, wobei es gleichzeitig diese hinauszögere. "Solange wir noch verhandeln, hat die Ukraine – um es deutlich zu sagen – keine Tomahawks." Die Quelle räumt ein, dass "mit Putins Abgang der Krieg enden wird", betont aber, dass es dem Kremlchef gut gehe. Ähnlich klingt ein regionaler Beamter: "Es herrscht absolut kein Gefühl, dass der Krieg zu Ende geht", sagt der Mann, der aktiv an der Rekrutierung von Kämpfern und der Unterstützung der Front beteiligt ist, dem Portal Verstka.

+++ 07:12 Ukrainischer Chefunterhändler und US-Gesandte treffen sich heute in Genf +++

Vertreter der Ukraine und der USA beraten heute in Genf erneut über mögliche Wege hin zu einem Ende des russischen Angriffskriegs. Das Gespräch zwischen dem ukrainischen Chefunterhändler Rustem Umerow und den US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner solle der Vorbereitung des für Anfang März geplanten nächsten "trilateralen Treffens mit Russland" dienen, kündigt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj an. Die Regierung in Kiew hofft, in den kommenden zehn Jahren rund 800 Milliarden Dollar an öffentlichen und privaten Mitteln für den Wiederaufbau zu mobilisieren. Nach russischen Angaben wird auch der Kreml-Gesandte für internationale Wirtschaftsfragen, Kirill Dmitriew, heute nach Genf reisen, um mit den US-Vertretern zu sprechen. In Genf hatte Mitte Februar eine trilaterale Gesprächsrunde mit Vertretern Russlands, der Ukraine und der USA stattgefunden, die allerdings keine konkreten Ergebnisse brachte. Moskau beharrt für ein Ende seines Angriffskriegs auf seiner Forderung, dass die Ukraine die gesamte Donbass-Region abtreten soll - und damit auch die Teile, die es seit Jahren vergeblich zu erobern sucht. Kiew lehnt dies ab.

+++ 06:45 Wadephul erhält ukrainischen Verdienstorden - allerdings nur zweiter Klasse +++

Außenminister Johann Wadephul wird vom ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mit dem Orden "Für Verdienste" zweiter Klasse ausgezeichnet. In der Mitteilung hieß es, Wadephul werde für die konsequente Unterstützung der Ukraine und die Betonung verlässlicher Sicherheitsgarantien geehrt. Deutschland sei zudem in Europa führend beim Umfang der Hilfe für das von Russland angegriffene Land. Dank der von Berlin gelieferten Flugabwehr seien viele Leben gerettet worden. Allerdings erhalten "Minister souveräner Staaten" dem Statut des Ordens zufolge eigentlich den Orden erster Klasse. So wurde Verteidigungsminister Boris Pistorius 2024 von Selenskyj mit dem Verdienstorden erster Klasse ausgezeichnet. Weshalb Wadephul nur die zweite Stufe bekommt, ist unklar. Eine Anfrage an das Präsidentenbüro bleibt bislang unbeantwortet. Die zweite Stufe ist dem Statut zufolge eigentlich für Stellvertreter von Regierungs- und Parlamentschefs, Minister und Leiter anderer zentraler Behörden und Botschafter vorgesehen.

+++ 06:17 Wieder Luftalarm: Russen greifen ukrainische Städte mit Kampfdrohnen und Raketen an +++

Nach Raketenalarm wird die ukrainische Hauptstadt Kiew von mehreren Explosionen erschüttert. "Die Luftverteidigung ist im Einsatz", erklärt der Leiter der Militärverwaltung von Kiew, Tymur Tkatschenko, bei Telegram. Er ruft die Einwohner auf, in Schutzräumen zu bleiben, bis der Alarm aufgehoben wird. Die russische Armee greife Kiew mit Kampfdrohnen und ballistischen Raketen an, fügt er hinzu. Zuvor hatten die ukrainischen Behörden Raketenalarm ausgegeben. Die Angriffe beschränkten sich nicht auf die Hauptstadt. In Charkiw sind dem Bürgermeister Ihor Terechow zufolge bei Angriffen russischer Schahed-Drohnen zwei Explosionen zu hören gewesen. Die Einwohner sollten in Schutzräumen bleiben, da "Drohnen und Raketen auf die Stadt zufliegen". "Später meldet Terechow einen "kombinierten Luftangriff" mit Treffern in den Bezirken Schewtschenkiwski und Kyjiwski. Laut "Kyiv Post" gibt es mindestens 14 Verletzte, unter ihnen ein Kind. Auch Saporischschja wird nach Angaben des Regionalgouverneurs Iwan Fedorow angegriffen. Er meldet mehrere Explosionen und mindestens einen verletzten Menschen. In Krywyj Rih wird nach Angaben des Regionalgouverneurs von Dnipropetrowsk ein 89-jähriger Mann verletzt und ein Hochhaus durch einen Brand beschädigt.

+++ 05:46 Strafverfahren in Moskau: Bildhauer Tilly von Russen noch nicht kontaktiert +++

Der Düsseldorfer Bildhauer Jacques Tilly lässt sich auch bei der Fortsetzung des Prozesses gegen ihn wegen seiner satirischen Spitzen gegen Kremlchef Wladimir Putin heute in Moskau vor Ort nicht vertreten. "Das wäre kontraproduktiv, denn ich will dem Verfahren keine Legitimität geben", sagt er der "Rheinischen Post". Er sei von den russischen Behörden bislang nicht kontaktiert worden. Er habe noch nie eine formelle Ladung aus Moskau bekommen, erklärt Tilly. "Trotzdem stehe ich in Russland auf der Fahndungsliste." Stattdessen informiere ihn die deutsche Botschaft in Russland regelmäßig. "Botschafter Alexander Graf Lambsdorff behält den Prozess im Blick." Tilly ist Chef-Wagenbauer des Düsseldorfer Rosenmontagszugs und bekannt für politisch freche Wagen. Seit Jahren schon nimmt Tilly insbesondere Putin und dessen aggressive Politik aufs Korn. Im vergangenen Jahr hatte ein russisches Gericht ein Strafverfahren gegen Tilly eingeleitet.

+++ 05:01 Russland startet Raketen- und Drohnenangriff auf ukrainische Großstädte +++

startet einen kombinierten Raketen- und Drohnenangriff auf die Ukraine, der sich gegen Kiew sowie Charkiw, Saporischschja und Krywyj Rih richtet. In den Städten werden laut Angaben der lokalen Behörden Wohngebäude und zivile Infrastruktur beschädigt. Erste Explosionen gibt es laut Journalisten der Zeitung "Kyiv Independent" vor Ort gegen 4:00 Uhr Ortszeit in der ukrainischen Hauptstadt. Der Leiter der Militärverwaltung der Stadt Kiew, Tymur Tkachenko, sagt, Russland greife die Stadt sowohl mit ballistischen Raketen als auch mit Drohnen an, und fordert die Einwohner auf, in Schutzräumen zu bleiben, bis die Luftalarmwarnung aufgehoben werde.

+++ 03:40 Ukraine eröffnet erste Rüstungsfabrik in UK +++

Das erste ukrainische Rüstungswerk hat offiziell seinen Betrieb im Vereinigten Königreich aufgenommen, teilt der ukrainische Botschafter im Vereinigten Königreich,Waleri Saluschnyj, mit. Der neue Produktionskomplex gehört Ukrspecsystems, einem führenden Entwickler von unbemannten Flugsystemen. Die Expansion soll eine kontinuierliche Produktion sicherstellen, da die heimische Infrastruktur der Ukraine unerbittlichen Raketenangriffen ausgesetzt ist. Saluschnyj erklärt, dass das technische Know-how des Unternehmens zwar in der Ukraine verbleiben werde, um direkte Erfahrungen aus der Front in den Konstruktionsprozess einfließen zu lassen, die Integration in den britischen Verteidigungssektor jedoch den Fertigungszyklus sichere.

+++ 01:44 Schweiz führt "vollständiges Verbot" für russisches Gas ein +++

Die Schweiz unternimmt einen Schritt in Richtung vollständige Umsetzung der EU-Sanktionen gegen Russland. Die Regierung verkündet ein vollständiges Verbot des Kaufs und Imports von russischem Flüssigerdgas (LNG). Am 23. Oktober 2025 verabschiedete die EU ihr 19. Sanktionspaket gegen Russland. Es richtete sich gegen die militärische Industrie, den Energiesektor und den Finanzsektor Russlands und sollte Moskau unter Druck setzen, an den Verhandlungstisch zurückzukehren, um ein Ende des Krieges Russlands in der Ukraine zu verhandeln. In einer Pressemitteilung erklärt der Schweizer Bundesrat, dass er das vollständige Verbot des Kaufs und Imports von russischem LNG ab dem 25. April umsetzen werde – mit Ausnahme bereits bestehender langfristiger Lieferverträge, für die eine Übergangsfrist bis Ende 2026 gilt.

+++ 00:43 Nawrocki: Russland sieht NATO als "Hauptfeind" im "Zivilisationskrieg" +++

Russland führt einen "Zivilisationskrieg" gegen den Westen und betrachtet die NATO, einschließlich Polen, als seinen "Hauptfeind", sagt Karol Nawrocki. Der polnische Präsident warnt, dass Moskau weiterhin Staaten entlang der Ostflanke der NATO durch "groß angelegte hybride Kriegsführung und Einflussoperationen" bedrohen werde. "Wir müssen darauf vorbereitet sein, auf eine Reihe von Ereignissen und Vorfällen unterhalb der Kriegsschwelle zu reagieren, die unsere Widerstandsfähigkeit auf die Probe stellen werden."

+++ 22:45 Selenskyj: Trump unterstützt Gipfeltreffen nach nächsten Ukraine-Gesprächen +++

Bei den von den USA forcierten russisch-ukrainischen Verhandlungen zur Beendigung des Krieges strebt auch US-Präsident Donald Trump nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ein Spitzentreffen an. Die für Anfang März geplanten trilateralen Gespräche mit Russland sollten den Weg für eine Begegnung der Staatschefs ebnen, teilt Selenskyj nach einem Telefonat mit Trump mit. Der US-Präsident unterstütze diese Vorgehensweise. "Dies ist der einzige Weg, um alle komplexen und sensiblen Fragen zu klären und den Krieg endlich zu beenden", schreibt Selenskyj auf X. An dem Telefonat nahmen auch die US-Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner teil.

+++ 21:35 Klitschko zu Verhandlungen mit Putin: "Kann mit Kannibalen nicht über Speisekarte reden" +++

Ex-Boxweltmeister Wladimir Klitschko bedauert, dass US-Präsident Donald Trump nicht persönlich die Ukraine-Verhandlungen mit Kremlchef Wladimir Putin führt. "Trump muss rankommen, nicht aus der Distanz oder indem er Leute schickt", sagt Klitschko in der ARD-Sendung "Maischberger". Der US-Präsident "kommt klar oder klarer als seine Repräsentant" mit Putin, meint Klitschko. Trumps Sondergesandter Steve Witkoff sei für Verhandlungen mit Putin jedenfalls nicht der Richtige: "Man kann nicht mit einem Kannibalen über eine Speisekarte reden".

+++ 20:54 Bericht: Kremlsprecher dämpft Hoffnungen auf baldiges Treffen zwischen Selenskyj und Putin +++

Kremlsprecher Dmitri Peskow dämpft die Erwartungen auf ein baldiges Treffen der Staatschefs der Ukraine, Russlands und der USA. Ein solches Spitzentreffen sollte erst stattfinden in der letzten Phase der Friedensgespräche, um "die Vereinbarungen abzuschließen", sagt Peskow laut einem Bericht der Zeitung "Kyiv Independent". Der US-Sondergesandte Steve Witkoff hatte vor einigen Tagen im Interview bei "Fox News" gesagt, dass sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und der russische Staatschef Wladimir Putin kurz nach der nächsten Runde der Friedensgespräche treffen könnten, die Washington innerhalb von drei Wochen organisieren will. Witkoff betonte, dass US-Präsident Donald Trump nur an an einem möglichen Ukraine-Russland-Gipfeltreffen teilnehmen würde, wenn er "das Gefühl hat, dass er dies zum Erfolg führen und das beste Ergebnis erzielen kann".

+++ 20:31 Korruptionsverdacht: Ukrainischer Geheimdienst nimmt zwei hochrangige Beamte fest +++

Der ukrainische Inlandsgeheimdienst (SBU) hat zwei hochrangige Beamte in der Abteilung für Innere Sicherheit wegen Korruptionsverdachts festgenommen. Bei den Festgenommenen handelt es sich laut einer Mitteilung des Geheimdienstes um den Logistikchef des Luftwaffenkommandos und den Leiter des SBU-Regionalbüros in Schytomyr. Gegen sie werde wegen Veruntreuung von Staatsgeldern ermittelt. Diese seien eigentlich für den Bau von Befestigungsanlagen an strategisch wichtigen Standorten vorgesehen gewesen, darunter auch Einsatzflugplätze der ukrainischen Streitkräfte. Im Mai 2025 hatte die Regierung laut Mitteilung 1,4 Milliarden Hrywnja (37 Millionen US-Dollar) für den Bau modularer, bogenförmiger Bauten zum Schutz von Flugzeugen und Infrastruktur bereitgestellt. Dem SBU zufolge versuchten die Beamten, Kontrollen zu verhindern und die mutmaßliche Veruntreuung zu verschleiern. Die beiden Männer seien überwacht und festgenommen worden, als sie umgerechnet rund 320.000 US-Dollar in bar entgegennehmen wollten.

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Der SBU veröffentlicht bei Telegram Aufnahmen, die die Festnahme der Beschuldigten zeigen sollen. (Foto: Telegram/Sicherheitsdienst der Ukraine SBU)

+++ 19:47 Ukraine: Russisches Luftabwehrsystem auf der Krim in der Nacht zerstört +++

Ukrainische Spezialeinsatzkräfte bestätigen den Angriff auf russische Luftverteidigungsstellungen auf der besetzten Krim in der vergangenen Nacht. Dabei haben sie nach eigenen Angaben wichtige Elemente eines S-400-Systems und eines Pantsir-S1-Raketenabwehrsystems zerstört. Das teilt der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte mit. Demnach richtete sich der Angriff gegen russische Luftverteidigungsanlagen auf der ukrainischen Halbinsel, die Russland seit 2022 völkerrechtswidrig besetzt hält. Neben der Startrampe eines S-400-Systems sollen eine Radarstation sowie weitere wichtige Komponenten zerstört worden sein.

+++ 19:20 Sybiha: Mehr als 1700 Afrikaner kämpfen auf russischer Seite im Krieg +++

Mehr als 1.700 Afrikaner kämpfen als Soldaten auf russischer Seite, sagte der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha laut Reuters. Moskau täusche die Männer, um sie für den Kampf zu gewinnen, so Sybiha. Man führe Gespräche mit Regierungen in ganz Afrika, um zu verhindern, dass deren Bürger in solche Machenschaften hineingezogen würden, sagte er im Beisein seines ghanaischen Amtskollegen Samuel Okudzeto Ablakwa. Russland hat den Vorwurf der illegalen Rekrutierung bislang zurückgewiesen.

+++ 18:56 Nach Mord an ukrainischem Ex-Politiker - Polizei nimmt Verdächtigen in NRW fest +++

Spanische und deutsche Polizisten haben im nordrhein-westfälischen Heinsberg einen Tatverdächtigen im Fall eines in Spanien ermordeten ukrainischen Ex-Abgeordneten festgenommen. Wie die spanische Polizei mitteilt, wurden Polizisten aus Madrid bei dem Zugriff in der Stadt nahe der niederländischen Grenze von Beamten des Bundeskriminalamts (BKA) unterstützt. Der prorussische Ex-Abgeordnete Andrij Portnow war im Mai vergangenen Jahres in Pozuelo de Alcarcón, einem Vorort von Madrid, erschossen worden. Er gehörte früher dem ukrainischen Parlament an und war stellvertretender Leiter der Präsidialverwaltung unter dem Kreml-treuen früheren Staatschef Viktor Janukowitsch.

+++ 18:27 Ukraine will bis Jahresende 4000 Kilometer Straßen mit Anti-Drohnen-Netzen schützen +++

Die Ukraine wird die Installation von Drohnenabwehrnetzen über Straßen in den Frontgebieten beschleunigen und plant, bis Ende des Jahres 4000 Kilometer Straßen so zu schützen. Das erklärte Verteidigungsminister Mychajlo Fjodorow, wie Reuters meldet. Russland greife immer wieder mit Drohnen militärische Nachschubwege und Stützpunkte in der Ukraine an, so der Minister.

+++ 17:42 Putin an Karneval verunglimpft? Moskau setzt Prozess gegen Jacques Tilly fort +++

Die russische Justiz hat im umstrittenen Strafverfahren gegen den deutschen Bildhauer Jacques Tilly unter anderem wegen Beleidigung von Kremlchef Wladimir Putin für den morgigen Donnerstag (9.00 Uhr MEZ) einen neuen Prozesstermin angesetzt. Richter Konstantin Otschirow hatte zwar in Anwesenheit einer Pflichtverteidigerin die Anklage verlesen lassen, dann aber die Verhandlung erneut unterbrochen, weil Zeugen fehlten. Sie werden nun erwartet. Unklar ist, wann ein Urteil gesprochen wird. Der Prozess findet in Abwesenheit des Angeklagten statt. Tilly hatte Karnevalswagen für den Düsseldorfer Rosenmontagszug mit Karikaturen von Putin gebaut. Laut Gericht muss sich Tilly nun wegen Verunglimpfung der russischen Staatsorgane verantworten, dazu gehört neben der russischen Armee auch Kremlchef Putin.

+++ 17:14 EU: Kroatien prüft Import von russischem Öl über Seeweg für Ungarn und Slowakei +++

Kroatien prüft wegen der Unterbrechung der Druschba-Pipeline nun eine Versorgung Ungarns und der Slowakei mit russischem Rohöl über den Seeweg. Das Land prüfe, ob es im Einklang mit den EU- und US-Sanktionen gegen Russland von dort Rohöl in seinem Hafen annehmen könne, sagte ein Sprecher der Europäischen Kommission in Brüssel. Die Druschba-Pipeline, über die Ungarn und die Slowakei seit den 1960er Jahren von Russland mit Öl versorgt werden, ist seit dem 27. Januar unterbrochen. Die Ukraine macht dafür einen russischen Drohnenangriff verantwortlich. An dem Lieferstopp hat sich ein Streit entzündet, der bereits zur Blockade von EU-Hilfen für die Ukraine im Krieg gegen Russland führte.

+++ 16:38 Selenskyj: Russland will mit Behauptungen zu Atomwaffen nur Druck auf Gespräche ausüben +++

Bei Russlands Behauptungen, Kiew versuche, Atomwaffen zu beschaffen, handelt es sich dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge um einen Versuch, während der laufenden Friedensgespräche Druck auf die Ukraine auszuüben..

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