Politik

Iran-Krieg im Liveticker+++ 21:42 Iran: Könnten Israel noch vernichtendere Schläge zufügen +++

07.06.2026, 00:12 Uhr

Der Iran hat weitere Angriffe auf Israel angedroht. Die iranischen Revolutionsgarden teilen mit, die israelische Armee müsse ihre Angriffe auf den Libanon einstellen. Sollte Israel die Angriffe ausweiten oder auf die Maßnahmen des Iran reagieren, werde Israel "noch vernichtendere und bedauerlichere Schläge" zu spüren bekommen. Zuvor hatte die israelische Armee mitgeteilt, dass es mit iranischen Raketen beschossen werde.

+++ 21:17 Israelische Armee: Iran feuert Raketen in Richtung Israel +++

Die israelischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben Raketen identifiziert, die aus dem Iran auf Israel abgefeuert wurden. Abwehrsysteme seien im Einsatz, um die Bedrohung abzufangen, teilte das israelische Militär mit.

+++ 20:06 Gericht bestätigt Haftstrafe für iranischen Regisseur Jafar Panahi +++

Die iranische Justiz hat die einjährige Haftstrafe für den preisgekrönten iranischen Filmemacher Jafar Panahi bestätigt. Ein Revolutionsgericht in Teheran unter dem Vorsitz des Richters Iman Afshari wies die Berufung des Regisseurs ab, wie Panahis Anwalt Mostafa Nilli am Sonntag mitteilte. Der Richter ist für seine harten Urteile gegen Regierungskritiker bekannt, die Europäische Union verhängte Sanktionen gegen ihn. Panahi war im Dezember in Abwesenheit wegen "Propaganda gegen den Staat" zu einem Jahr Gefängnis verurteilt worden. Zudem wurde er mit einem zweijährigen Reiseverbot belegt. Trotz drohender Haft kehrte er am 30. März in den Iran zurück. Laut Anklageschrift wurde Panahi aus mehreren Gründen verurteilt, vor allem wegen des heimlichen Drehens eines regierungskritischen Films, seiner Unterstützung für mehrere Dissidenten und politische Gefangene sowie seines Engagements für die Protestbewegung "Frau, Leben, Freiheit", die 2022 nach dem gewaltsamen Tod der jungen Kurdin Mahsa Amini entstanden war.

+++ 19:13 Keine neuen Kriege? Trump: Habe ich nicht versprochen +++

US-Präsident Donald Trump bestreitet, versprochen zu haben, keine neuen Kriege zu beginnen. "Warum hätte ich sonst das stärkste Militär der Welt aufgebaut?", fragte er im Gespräch mit dem US-Sender NBC News. Zugleich erklärte er, dass der Iran-Krieg kein "endloser" Krieg sei. "Wir machen das nun seit drei Monaten, und ein Großteil davon fand in Form einer ziemlich guten Waffenruhe statt." Trump beteuerte erneut, dass der Konflikt kurz vor dem Ende stehe - obwohl es seit mehreren Wochen keine sichtbaren Fortschritte in den Verhandlungen zwischen Washington und Teheran gibt.

+++ 18:00 Ölkartell Opec+ hebt Förderziele trotz Hormus-Blockade an +++

Das Ölkartell Opec+ hat erneut eine Erhöhung seiner Förderziele beschlossen. Die sieben Kernmitglieder der Gruppe verständigten sich darauf, ihre Quoten ab Juli um rund 188.000 Fass pro Tag zu erhöhen, wie sie mitteilten. Es ist bereits die vierte Anhebung innerhalb von vier Monaten. Insgesamt haben sie somit seit April die Förderziele um fast 600.000 Barrel pro Tag erhöht. Allerdings können einige Mitglieder wegen des Iran-Krieges nicht mehr fördern, da sie das Öl aufgrund der Blockade der Straße von Hormus nicht verschiffen können.

+++ 16:40 Trump: Keine Aufhebung der Iran-Sanktionen ohne Friedensabkommen +++

US-Präsident Donald Trump will eingefrorene iranische Vermögenswerte erst nach dem Abschluss eines Friedensabkommens freigeben. Auch Sanktionen würden erst dann aufgehoben, sagt er in der NBC-Sendung "Meet the Press". Diese Schritte würden erst danach in Betracht gezogen, wenn sich der Iran entsprechend verhalte. Der Libanon müsse nicht Teil eines kurzfristigen Abkommens mit der Regierung in Teheran sein. "Ich denke, dass sie das gerne hätten, aber ich verlange es nicht." Die USA stünden sehr kurz vor einer Einigung, andernfalls werde er das Land massiv angreifen, droht Trump erneut. Der Präsident zeigt sich zudem bereit, mit dem geistlichen Oberhaupt des Iran, Ajatollah Modschtaba Chamenei, zu sprechen. Dieser wurde bei US-Angriffen zu Beginn des Konflikts Ende Februar verwundet und ist seither nicht mehr öffentlich in Erscheinung getreten. Trump deutet an, den Aufenthaltsort Chameneis mit hoher Wahrscheinlichkeit zu kennen.

+++ 15:52 USA fordern vom Iran Zugang für die IAEA zu Atomanlagen +++

Die USA fordern vom Iran genaue Informationen über den Zustand der bombardierten Atomanlagen und die Bestände an angereichertem Uran. Dies geht aus einem Resolutionsentwurf der Vereinigten Staaten hervor, der im Vorfeld einer Sitzung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) an andere Länder im Gouverneursrat der IAEA weitergeleitet wurde und der Reuters vorliegt. Der Iran müsse der Behörde die Dokumentation über Atommaterial und seine bewachten Atomanlagen zur Verfügung stellen, heißt es darin. Zudem müsse der Organisation unverzüglich jeglicher Zugang gewährt werden, den sie zur Überprüfung dieser Informationen benötigt.

+++ 15:02 Israel: Haben "terroristische" Ziele in Vororten von Beirut angegriffen +++

Das israelische Militär hat nach Regierungsangaben "terroristische" Stützpunkte in den südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen. Die Angriffe auf die als Dahiyeh bekannte Hochburg der Hisbollah sei eine Reaktion auf den Beschuss israelischen Gebiets durch die Gruppe, wie Premierminister Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz in einer gemeinsamen Erklärung mitteilen.

+++ 14:02 Iran: Hauptproblem bei Verhandlungen seien Widersprüche seitens der USA +++

Laut dem Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baghaei, besteht das Hauptproblem des Iran bei den Verhandlungen mit den USA in den wechselnden und widersprüchlichen Positionen Washingtons. Im Gespräch mit dem US-Sender CNN erklärt Baghaei: "Das Hauptproblem bei den Verhandlungen mit dieser Regierung ist, dass man es mit so vielen wechselnden Positionen, verschobenen Zielen, unterschiedlichen Aussagen und widersprüchlichen Äußerungen verschiedener Beamter zu tun hat, was den gesamten Prozess sehr mühsam macht." Der Austausch von Botschaften werde über pakistanische Vermittler fortgesetzt, so Baghaei.

+++ 13:08 Hamas lobt mutmaßlichen Terroranschlag in Israel +++

Die islamistische Terrororganisation Hamas lobt den mutmaßlichen Terroranschlag in Zentralisrael als "heldenhaft", reklamiert ihn aber nicht für sich. Es handele sich um eine Reaktion auf fortwährende Angriffe Israels auf Palästinenser im Westjordanland, im Gazastreifen und Jerusalem, heißt es in einer Mitteilung der Terrororganisation.

+++ 11:52 Netanjahu hält Lagebesprechung wegen Terrorverdachts in Israel ab +++

Wegen eines mutmaßlichen Terroranschlags in Israel hält Ministerpräsident Benjamin Netanjahu eine Lagebesprechung ab. Das teilt sein Büro mit. Nach Angaben von Sanitätern ist mindestens ein Opfer bei dem Schusswaffenangriff gestorben, mehrere weitere Menschen sind verletzt. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge erschießen israelische Einsatzkräfte zudem zwei mutmaßliche Täter.

+++ 10:54 Mutmaßlicher Terroranschlag in Israel - ein Toter und mehrere Verletzte +++

In der israelischen Region Scharon kommt es offenbar zu mehreren Schießereien. Israelische Medien berichten von einem mutmaßlichen Terroranschlag. Eine Person sei tot, mindestens fünf weitere verletzt. Ein mutmaßlicher Schütze sei "neutralisiert" worden, teilt die Polizei mit, ohne weitere Details zu nennen. Zudem entsendet das israelische Militär nach eigenen Angaben Truppen in das Gebiet Kochav Jair.

+++ 09:44 Pakistan übergibt "besonderen Brief" an Irans obersten Führer Chamenei +++

Pakistans Innenminister Mohsin Naqvi bestätigt, dass er dem iranischen Regime bei seinem Besuch in Teheran einen Brief des pakistanischen Armeechefs Asim Munir an den obersten Führer des Iran, Modschtaba Chamenei, übergibt. Das berichtet die iranische Nachrichtenagentur Tasnim. Es handle sich um einen "besonderen Brief" zur aktuellen Lage, so der pakistanische Innenminister. Pakistan vermittelt zwischen Washington und Teheran, um den Krieg dauerhaft zu beenden.

+++ 08:18 Israelisches Militär fängt zwei Geschosse aus dem Libanon ab +++

Das israelische Militär fängt nach eigenen Angaben zwei aus dem Libanon abgefeuerte Geschosse ab. Zuvor ertönen in den Gebieten Jiftach und Ramot Naftali nahe der Grenze zum Libanon Warnsirenen. Wie das israelische Medium "Times of Israel" berichtet, handle es sich um den ersten Raketenangriff der Hisbollah auf Israel seit Mittwoch und den ersten seit der Wiederaufnahme der brüchigen Waffenruhe im Libanon.

+++ 06:57 Zwei israelische Soldaten sterben im Südlibanon +++

Das israelische Militär meldet den Tod zweier Soldaten aus den eigenen Reihen. Ein 23-jähriges Mitglied der Armee erliegt seinen Verletzungen, nachdem er am Donnerstag durch eine Drohne schwer verletzt worden war. Ein 21-jähriger Soldat wird durch einen Schuss tödlich verletzt. Die Militärpolizei untersucht nun die genauen Umstände, teilt die Armee mit.

+++ 05:42 Israelische Armee: Hamas-Kommandant in Süd-Gaza getötet +++

Die israelischen Streitkräfte haben einen Kommandeur einer Hamas-Terrorzelle im südlichen Gazastreifen angegriffen und getötet, wie das israelische Militär mitteilt. Bei dem Hamas-Kommandanten handelte es sich um Muhanad Othman Yassin Farwana, der laut Angaben der israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) an der Ausarbeitung mehrerer Angriffspläne gegen israelische Zivilisten und IDF-Soldaten beteiligt war und zudem eine unmittelbare Bedrohung für israelische Soldaten darstellte.

+++ 04:47 US-Militär: Zwei iranische Drohnen abgeschossen +++

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben im Bereich der Straße von Hormus zwei iranische Kampfdrohnen abgeschossen. Diese hätten eine Bedrohung für die internationale Schifffahrt in der Meerenge dargestellt, teilt das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando (Centcom) in der Nacht auf der Plattform X mit. US-Truppen seien weiterhin bereit, iranische Aggressionen abzuwehren.

+++ 03:49 Drei libanesische Soldaten bei israelischem Angriff getötet +++

Nach Angaben der libanesischen Armee sind bei einem israelischen Angriff im Süden des Landes drei Soldaten getötet worden. Das israelische Militär erklärt, das angegriffene Fahrzeug habe sich "verdächtig bewegt" in einer "aktiven Kampfzone". Die Angriffe im Libanon richteten sich gegen die "Terrororganisation Hisbollah", betont das Militär und kündigte zugleich an, den Vorfall zu prüfen. Der libanesische Präsident Joseph Aoun verurteilt den Angriff und forderte ein Ende der "israelischen Aggression".

+++ 02:49 Botschafter: Irans WM-Team darf nur am Spieltag in die USA +++

Die Nationalspieler des Irans werden nach Angaben des iranischen Botschafters in Mexiko nur an den Spieltagen für ihre WM-Partien in die USA einreisen dürfen. Noch am selben Tag müssten sie die Vereinigten Staaten wieder verlassen und in ihr Quartier im Nachbarland Mexiko zurückkehren, sagt Botschafter Abolfazl Pasandideh, wie Medien in der mexikanischen Stadt Tijuana berichten. Insgesamt 15 Funktionäre des iranischen Fußballverbandes hätten bislang kein Visum für die Einreise in die USA zur am Donnerstag beginnenden WM erhalten, sagt der Botschafter vor Journalisten in Tijuana laut der spanischen Übersetzung eines Dolmetschers. Man hoffe jedoch, dass sie noch vor dem ersten Spiel des Irans ein Visum erhalten. Zu ihnen zählt laut iranischen Medien auch Verbandspräsident Mehdi Tadsch.

+++ 01:35 Pakistans Innenminister in Teheran eingetroffen +++

Pakistans Innenminister Mohsin Naqvi ist nach erneuten Kampfhandlungen zwischen den USA und dem Iran nach Teheran gereist. Geplant seien hochrangige Treffen mit iranischen Regierungsbeamten, heißt es aus pakistanischen Sicherheits- und Diplomatenkreisen. Ziel sei es, den Dialog zwischen dem Iran und den USA zu fördern. Der iranische Staatssender Irib berichtet nach der Ankunft Naqvis am Abend in Teheran, es seien Treffen mit Präsident Massud Peseschkian und Außenminister Abbas Araghtschi geplant. Laut der Nachrichtenagentur Isna soll der pakistanische Innenminister bei seiner Reise eine Botschaft des pakistanischen Armeechefs Asim Munir an den obersten Führer Modschtaba Chamenei überbringen. Naqvi ist ein enger Vertrauter von Munir. Diesem werden gute Kontakte zu US-Präsident Donald Trump nachgesagt.

+++ 00:32 Insider: USA wollen iranische Vermögenswerte an Golf-Verbündete geben +++

Die USA wollen einem Insider zufolge ihren Verbündeten am Golf iranische Vermögenswerte zur Verfügung stellen. Das Geld solle dabei helfen, die Schäden zu reparieren, die der Iran in den Ländern möglicherweise künftig noch anrichten werde, sagt eine mit den Überlegungen vertraute Person. Auch werde erwogen, für bereits entstandene Schäden ebenso vorzugehen. US-Finanzminister Scott Bessent habe ein Team beauftragt, die Kosten für Schäden zu bewerten, die den Verbündeten am Golf bereits durch den Iran zugefügt wurden.

+++ 23:07 Kerosinmangel: Weltverband erwartet weitere Airline-Pleiten +++

Die im Zuge des von den USA und Israel begonnenen Iran-Kriegs stark gestiegenen Kerosinpreise dürften dem Weltluftfahrtverband IATA zufolge weitere Airlines in die Pleite treiben. "Ich fürchte leider, dass einige Fluggesellschaften mit diesen hohen Treibstoffpreisen nur sehr schwer zurechtkommen werden", sagt IATA-Chef Willie Walsh am Rande der Jahrestagung des Verbands in Rio de Janeiro. Er erwarte, dass einige Unternehmen aufgeben müssten und andere von größeren Konkurrenten übernommen würden.

+++ 22:00 Israelische Armee meldet Angriffe auf 150 Hisbollah-Stellungen binnen 48 Stunden +++

Die israelische Armee hat bei ihrem Militäreinsatz gegen die pro-iranische Hisbollah nach eigenen Angaben binnen 48 Stunden rund 150 Ziele im Süden des Libanon angegriffen. Dabei seien Waffenlager, Kommandozentralen und Raketenabschussvorrichtungen der Miliz ins Visier genommen worden, teilte das Militär mit. Der Libanon war Anfang März in den Iran-Krieg hineingezogen worden. Als Reaktion auf die Tötung des obersten iranischen Führers Ayatollah Ali Chamenei feuert die Hisbollah seither immer wieder Geschosse auf Israel ab. Israel fliegt seinerseits Luftangriffe auf zahlreiche Ziele im Libanon und schickte Bodentruppen über die Grenze.

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